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Hallo, ich habe mich hier angemeldet, weil ich erfahren habe, dass man hier seine Träume schildern kann. Dass möchte ich tun. Es geht weniger um einen Traum als um meine Träume allgemein.
Meine Träume machen mir zunehmend Angst im wahren Leben.
Angefangen hat alles vor etwa 12 Jahren. Ich träumte, ich würde meine Periode bekommen . Das war deshalb ungewöhnlich, weil mein Zyklus normalerweise 6 Wochen dauerte und es waren bei dem Traum erst drei Wochen vergangen. Aber ich wachte auf - und es war tatsächlich so.
Diesen Traum hatte ich noch öfters bis heute, ich denke an die 8 bis 10 mal.
Einige Monate später träumte ich, dass mein Opa starb - direkt in dieser Nacht starb er auch wirklich. Gut er war sehr krank, lag in der Klinik und wir rechneten seit Wochen damit, dass er bald von uns geht ; deshalb war auch das nicht sehr beunruhigend für mich.
Vor etwa 2,5 Jahren dann , ich war im Urlaub, träumte ich , dass mein Kaninchen ( ein putzmunteres, gesundes Tier) stirbt. ich rief am nächsten Morgen meine Mutter an, die das Tier in der Zeit pflegte : es starb in dieser Nacht.
Nur ein paar Monate später, Ende 2004 träumte ich , ich sei schwanger - es war auch so. Einige Wochen darauf träumte ich von einem Unfall und viel Blut in der Bauchgegend - ich wachte auf und hatte Blutungen - und verlor mein Kind.
Danach : es gab viele Komplikationen, hieß es, ich könne keine Kinder mehr bekommen.
Dezember 2005 dann träumte ich einen eigenartigen Traum : zuerst halte ich etwas undefinierbares in der Hand, so groß wie ein Reiskorn. In meinem Traum wächst das, zuletzt , am Ende des Traumes, habe ich ein Kind im Arm.
Ich erfuhr , dass ich doch wieder schwanger bin !!!
Leider verlor ich auch dieses Kind einige Tage später.
Vor ein paar Tagen träumte ich, mein Partner würde verunglücken - ich habe ihn an diesem Tag nicht aus dem Haus gehen lassen ( war ein Wochenende, er musste nicht arbeiten), aber ich konnte ihm auch nichts von meiner Angst sagen ( er würde mich für krank erklären).
Ich hatte einfach Angst, auch dieser Traum wird war.
Und nun hatte ich ebenfalls vor ein paar Tagen einen ominösen Traum, der mir zu denken gibt : vor vielen vielen Jahren träumte ich öfters davon, dass ich auf einem Steg stehe ( ich weiß nicht, wie ich darauf kam, ich stand plötzlich drauf) und in einer Richtung gings ans Festland, an der anderen Seite stand man vor einem Abgrund. Ich bin immer auf die Festlandseite gegangen. Immer in eine Richtung - egal wie oft ich den traum träumte. Irgendwie verlief mein Leben auch immer in eine Richtung.
Danach lernte ich meinen Partner kennen und mein Leben bekam Abwechslung ( Umzug etc, demnächst Hochzeit). Nun vor ein paar Tagen träumte ich den gleichen Traum mit dem Steg, den ich zuletzt schätzungsweise vor 4 oder 5 Jahren träumte wieder . Die Umgebung war identisch ( Steg über einen Bach der recht breit ist, rechts Natur, links zwar auch, aber im Hintergrund Plattenbauten) : aber diesmal ging ich in die Richtung des Abgrundes. ich wollte in ( ich betone IN) den Abgrund. ich hatte im Traum Angst in den Abgrund zu fallen, aber mich zog es irgendwie trotzdem dorthin - nur ich konnte über den Steg ans Festland hüpfen. Der Abgrund war nicht so tief und breit,wie er mir erschien - ich betrat das Festland auf einer ganz anderen, ganz neuen Seite.
Und seit diesem Traum verändert sich mein Leben. Ich erfahre negative Dinge, mit denen vorher nicht zu rechnen war und die mein Leben negativ verändern könnten. Seit diesem Traum kommen auf mich ziemliche Probleme zu .
Sorry, für das lange Schreiben, aber ich musste es mir einmal von der Seele reden - in meinem Umfeld heißt es sonst : du spinnst ja.
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Hallo Damjana,
ich verstehe Deine Ängste sehr gut.
Mir erging es nicht anders.
Wahrträume oder Visionen zu haben ist (meines Erachtens) eine Gabe, die jeder Mensch hat.
Nur ist es für manche Menschen schwer, damit umgehen zu können, geschweigen denn, diese Gabe erst einmal zu akzeptieren und auch anzunehmen.
Leider ist es auch nicht möglich, dies zu kontrollieren.
Etwas kontrollieren zu wollen, führt nur dazu, das man sich selbst nur noch mehr Vorwürfe oder Ängste macht und dadurch sich selbst nur noch mehr "Leid" auferlegt.
Es mag sich vielleicht etwas kalt und gefühllos anhören, was ich schreibe, aber ich habe das selbst erfahren...
Die Dinge, die Du siehst, kannst Du nicht ändern... Leider.
Du kannst auch niemanden davor bewahren, was ihm bevorsteht...
Allerdings kann ich Dir die Frage nicht beantworten WARUM Du diese Dinge siehst...
Oder wie Du das unterdrücken oder wegbekommen kannst...
Wie gesagt, meiner Meinung nach, ist jedem Menschen die Gabe eigen, Dinge zu sehen... Den einen ist es bewusst (so wie Dir, wie mir ... und vielen anderen Dingen), anderen ist es nicht bewusst...
Allerdings ist meiner Meinung nach das unterdrücken dieser Gabe das "Verkehrteste" was man machen kann, weil früher oder später sich dies auf eine andere Art und Weise Platz macht.
Ich persönlich denke, dass Menschen, die sich ihrer Gabe bewusst sind, diese auch nutzen können.
Ich selbst habe mittlerweile begonnen, es so zu sehen, das die Dinge die ich sehe, mir dazu dienen sollen, mich auf das "kommende" vorbereiten zu können.
So wie bei Dir z.B. Dein Traum mit dem Weg und dem Abgrund, in den Du gegangen bist.
Der Abgrund ist im Prinzip nichts anderes als das Unbekannte, in dem sich unter Umständen Deine Ängste befinden können und denen Du Dich stellen solltest.
Es ist ein unbekannter Weg, entfernt von dem, was Dir sonst so lieb und vor allen Dingen vertraut ist/war.
Wie Du schon selbst sagst: Eine Veränderung.
Ob es wirklich zum "schlechten" oder zum "guten" gereicht, wird man leider erst im Nachherein erkennen.
Denn Probleme sind da, um an ihnen zu wachsen und durch sie zu lernen.
Alles Liebe, und ich wünsche Dir Kraft.
LG
Feuerblitz
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