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Die Rippe (aus "Adam und Eva")












Hallo,

zur besseren Übersichtlichkeit möchte ich mal die "Geschichte" um "Adam und Eva" ein wenig "zerstückeln". Beginnen werde ich mal mit der "Rippe".

"Rippe" - ist lediglich eine Ableitung aus dem hebräischen Urtext. Genauer gesagt steht dort nämlich "Etwas Gebogenes". Das kann nun vieles sein - sicherlich auch eine Rippe.

Da die Geschichte aber um Liebe und, wie bereits erwähnt, das Leben geht - und die Überlieferung uns etwas mitteilen möchte, sollte sich auch "das Gebogene" diesem "Leitthema" unterordnen (lassen).

Liebe und Leben - "Etwas Gebogenes" ...

Beim Mann sollte es auch gefunden werden ...

Nun, an "Rippe" denke ich dabei weniger ... aber dafür an etwas, was dort sicherlich kein Übersetzer der frühen Kirchenzeit hätte schreiben können/dürfen ... das männliche Glied!

Wenn man dem folgt, kann es auch nicht überraschen, das derselbe hebräische Begriff sich auch im Talmud mit genau dieser Übersetzung wiederfindet! ...

Die "Rippe" ist dabei nur der Anfang einer Umschreibung der vielleicht wichtigsten Überlieferung der gesamten Bibel/Thora - und eine eher harmlose dazu.

Mich würde an dieser Stelle mal interessieren, ob und wo sich Parallelen zu dem "männlichen Glied" im Zusammenhang mit der Entstehung der Menschheit finden lassen.

Übrigens: Wer lieber an der "Rippe" festhalten möchte, wird spätestens beim nächsten Segment (dem "Schlaf"), welches ich hier vorstellen werde, in arge Auslegungsschwierigkeiten kommen, .

Grüße
Thomas - Webarche
Hallo Thomas Webarche,

- die Frage nach der Rippe -, stellte ich seinerseits mehr scherzhaft. Die Antwort die ich bekam war verblüffend, und da so verblüffend mir ebenso überzeugend:

Warum, lieber Adam, wurde Eva aus deiner Rippe gemacht, warum sollte es denn die Rippe sein?

Adam, braun und kräftig gebaut, schaute mich an. Er ballte die Hand zur Siegesfaust und trommelte sich stolz auf die Brust, auf die Rippe.... Ja, er, der Mann, der König der Schöpfung....

Hast du schon den Film King-kong gesehen? So in der Richtung. Es geht also um Männlichkeit. Gott hatte diesem Wunsche stattgegeben, oder, besser gesagt, es war Gottes Wunsch, es gehörte zum großen Schöpfungsplan. In den folgenden Offenbarungen wurde es stets bestätigt, die Überlegenheit des Mannes über die Frau wurde festgeschrieben.

Also das vegetativ-urmännliche kommt hier zum Ausdruck, das war der Anfang, der tiefste Punkt. Und nun bekam Adam, mit Eva, eine Aufgabe: Sie sollten sich aus dieser Nacktheit befreien, sollten die Zwänge der niederen Natur besiegen, damit sie dereinst .... wieder ins Paradies zurückkönnten. Doch der Baum des Lebens, der Baum des ewigen Lebens, der wurde "geschützt durch Cherubim mit blanken Schwertern".

Zitat:
3:24 Und er trieb den Menschen hinaus und ließ lagern vor dem Garten Eden die Cherubim mit dem flammenden, blitzenden Schwert, zu bewachen den Weg zu dem Baum des Lebens. (Die Bibel, 1. Moses 3:24)


Nun stehen wir mitten im Aufbauprozeß des Königreiches Gottes auf Erden, die Vorherrschaft des Mannes ist für immer zuende. Die Waage hat sich geneigt, und die Eigenschaften der Familie (die ganze Menschheit ist eine Familie), des Zusammenhaltes, der Liebe und der Dienstbarkeit, in denen die Frau stärker ist, gewinnen Tag für Tag an Bedeutung, - an lebensnotwendiger Bedeutung.

Das erobernde, harte, kantige, verteidigende, mit Stolz geschwellter Brust "heldenhafte" macho-tum hat seine Zeit gehabt ... Heute sind Demut gefragt, Liebe, Nähe und Innigkeit.

Ja, die Tiger gesellen sich zu den Lämmern, und werden wie Lämmer; Wehmut erscheint in des einen oder anderen Auge; So werden die alten und vertrockneten Strukturen im Strom der Gnade hinweggewaschen, die Nebel zerteilen sich, und wir stehen, des Atems beraubt ob ihrer unsterblichen Schönheit vor ihr, der schwarzäugigen Jungfrau, der Herrlichkeit Gottes, Bahá'u'lláh.

Die trommelnden Fäuste haben ihren Dienst getan und wurden entlohnt. Die Frau sitzt nun auf demselben Thron, und die Vereinigung in Liebe ist der Menschheit Licht:

Zitat:
"Das Wort Gottes ist eine Lampe deren Licht der Satz ist: Ihr seid die Blätter eines Zweiges und die Früchte eines Baumes". (Bahá'u'lláh)


O ja, der Baum des Lebens ist erreicht, die Früchte darauf wachsen, was Adam verwehrt war, nach was Er sich sehnte mit Eva ist nun erreicht, und somit ist nun Seiner Mühen, und vor allem den ihren, allen gedacht.

Dies ist der Tag, an dem alle zur Herrlichkeit des Herrn versammelt werden. Was ist sonst noch zu sehen, was nicht vergeht?

Wollen wir über Dinge sprechen derer es nicht bedarf? Gib der Natur das ihre und dem Geist das seine, und halten wir uns an den Geist, denn dazu sind wir erschaffen.

Zitat:
"Ich bezeuge, o mein Gott, daß Du mich erschaffen hast, Dich zu erkennen und anzubeten. Ich bezeuge in diesem Augenblick meine Ohnmacht und Deine Macht, meine Armut und Deinen Reichtum. Es gibt keinen Gott außer Dir, dem Helfer in Gefahr, dem Selbstbestehenden".
(Bahá'u'lláh)


Friede sei mit dir!

Yojo
Zitat:
die Frage nach der Rippe -, stellte ich seinerseits mehr scherzhaft


Hallo Yoyo,

mir ist die Geschichte ("Adam und Eva") sehr wichtig - zumal sie den Ursprung der Menschwerdung beschreibt. Und wer um den Ursprung weiß, dem kann es auch helfen, sich immer wieder darauf zurückzubesinnen.

Zitat:
Wollen wir über Dinge sprechen derer es nicht bedarf?


Warte mal ab, wie sich die Geschichte weiterentwickeln wird.

Zitat:
Die trommelnden Fäuste haben ihren Dienst getan und wurden entlohnt. Die Frau sitzt nun auf demselben Thron, und die Vereinigung in Liebe ist der Menschheit Licht


Wenn Du Dich damit mal nicht vertust, . Nach dem hebräischen Urtext waren es die Frauen, die "trommelten" - nicht die Männer!
Erst NACH der "Geschichte um Adam und Eva" kamen auch die Männer (gleichberechtigt) auf den "Thron".

Vielleicht irrt die Überlieferung auch - aber in meinen Augen spricht sehr viel dafür. Dagegen natürlich vor allem das männliche Ego, , und eine "Weltordnung", die HEUTE von Männer dominiert wird.

Zitat:
Ihr seid die Blätter eines Zweiges und die Früchte eines Baumes


Darauf werde ich noch zurückkommen - und auch den Grund liefern, wie es zu dieser Überzeugung (bei den Menschen) kam. Alles aus "Adam und Eva".

Grüße
Thomas - Webarche
Liebe Webarche
mit dem Gebogenem Irgendwas ist mit Sicherheit nicht das männliche Glied gemeint.
Denn im selben Text liest man das Gott die Stelle wieder mit Fleisch verschloss. Er hat also eine Körperstelle an Adam öffnen müssen um das Gebogene zu entnehmen.
In 1Mo2:22 heißt es, ... der Herr baute die Rippe, die er von dem Menschen genommen hatte, zu einer Frau. Das würde ja bedeuten er habe Adam entmannt und eine Frau draus gemacht, wie hat dann aber Adam mit Eva Nachkommen gezeugt?
Meine Frage ist aber, wieso hat Gott überhaupt dem Adam etwas entnommen um Eva zu erschaffen? Doch nur damit Eva aus Adam ist und ihm nicht gleich kommt?!!

Grüß ERDE
Ich hab das hier gerade in Bezug auf das Thema "Adam & Eva" in einem anderen Beitrag in diesem Forum geschrieben:

Adam & Eva" und die ganze Geschichte drum herum ist als Metapher, als Bild, oder als Symbolik zu verstehen; so wie vieles, was in alten Schriften steht. Wir sind immer wieder versucht, Bilder buchstäblich zu nehmen, so ähnlich wie viele es immer wieder mit ihren Träumen tun.

Ein Bild, oder Symbol, ist Informationsträger. Informationsträger für die Sprache der Seele, so wie Worte Informationsträger der Sprache des Geistes sind.


Grüsse
Christian
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