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Siddhi
aus Wikipedia
Siddhi bezeichnen im Buddhismus und Hinduismus besondere Kräfte, die man gemäß der Überlieferung durch spirituelle Praxis erlangt. Meister, die Siddhi gezeigt haben sollen, werden in vielen spirituellen Strömungen verehrt. Im tantrischen Buddhismus (Vajrayana) wird zwischen gewöhnlichen Siddhi und höchsten Siddhi unterschieden.
Der Begriff existiert nur in der Pluralform, die umgangssprachlich verbreitete Form Siddhis ist formal inkorrekt.
Gewöhnliche Siddhi
Unter Gewöhnliche Siddhi werden in den Lebensgeschichten verschiedener buddhistischer Meister Kräfte wie Gedankenlesen, das Wetter beeinflussen, über Wasser laufen können, sich durch die Lüfte oder auch durch Felsen hindurch bewegen, Krankheiten spontan heilen zu können oder auch Tote zum Leben zu erwecken, erwähnt. Die Arten gewöhnlicher Siddhi erscheinen demnach nahezu unbegrenzt, sie sollen im tantrischen Buddhismus als Resultat tantrischer Praxis auftreten und sollen auch mit Eintritt in die verschiedenen Bodhisattva-Stufen einhergehen. In der Literatur des sutrischen (hier Mahayana) und insbesondere des tantrischen Buddhismus finden sich zahlreiche Beispiele für Meister, die die genannten oder auch andere Siddhi erlangt haben sollen.
Höchste Siddhi
Höchste Siddhi bezeichnet die Erlangung der vollen Erleuchtung. Oft, aber nicht immer, zeigen Wesen die Erleuchtung erlangt haben, auch verschiedene gewöhnliche Siddhi. Buddha Shakyamuni zum Beispiel soll einige Zeit nach seiner Erleuchtung 15 Tage lang gewöhnliche Siddhi striert haben, um die Hingabe und das Vertrauen seiner Schüler zu stärken.
Siddha
Siddha bezeichnet jemanden, der Siddhi erlangt hat. Im tantrischen Buddhismus ist es darüber hinaus auch Bezeichnung für jemanden, der höhere Verwirklichungsstufen erreicht hat – bis hin zur vollen Erleuchtung. Ein Meister der die höchsten Siddhi (Erleuchtung) erlangt hat, wird auch Mahasiddha (Sanskrit für "großer Siddha") genannt.
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