Homosexualität in der Bibel


dtrainer hat folgendes geschrieben:
Zitat:

Das würde aber auch ohne die Bahai Religion gehen. Und noch ein Schritt weiter dieser Staat dürfte mit Religion nichts zu tun haben.

Das ist selbstverständlich. Du wirst kein Wort in den Schriften finden, das sich gegen die Trennung von Staat und Religion wendet.

Religionen haben aber immer auf die Ethik, und damit auch auf die Gesetze eingewirkt. Das wird auch weiterhin so sein; der Staat ist ja gerade keine religiöse/philosophische Instanz und darf es auch nicht sein.

Das geschieht aber über die öffentliche Meinung, nicht über eine Einheit von Staat und Religion(Gottestaat). Wenn eine Mehrheit die Baha'i-Lehren annimmt, wird das auch Einfluß auf den Gesetzgeber haben - indirekt. Was Gesetz wird, bestimmen gewählte Abgeordnete, nicht etwa eine religiöse Institution.


"Der Staat ist ja gerade keine religiöse/philosophische Instanz und darf es auch nicht sein."

Stimmt nicht so ganz.Es regiert aber die jeweilige Partei mit der Mehrheit an stimmen im Parlament. Hier in Deutschland die beiden Parteien mit dem dem Christlich in ihrem Namen zusammen mit einer liberalen partei.
Der Staat sind wir ja schliesslich alle.
Yep, das meine ich auch, pauli. Sollte es eine Baha'i-Mehrheit geben, wird das seinen Niederschlag in den Gesetzen finden - das ist legitim. Nicht aber direkte Einflußnahme rekigiöser Einrichtungen auf staatliche.

@Johanna,
ich sag es nochmal: es gibt keine Strafe für Homosexualität, und da Baha'u'llah das so bestimmt hat und seine Anordnungen nicht verändert werden können, bleibt es auch so.
Findest du es in Ordnung wenn ich einer Religion beitrete, aber auf ihre Regeln pfeife? Das kanns ja wohl nicht sein.
@ Johanna2

Es gibt ein Zitat von Shoghi Effendi, in dem Er sehr eindeutig davon spricht die Rechte einer Minderheit zu wahren, auch wenn eine Bahá'i Mehrheit in einer Gesellschaft herrscht. Leider finde ich das Zitat gerade nicht.

Tobias hatte es mal gepostet.

Ein anderes Zitat gibt es noch hier:

Shoghi Effendi in Kommen Göttlicher Gerechtigkeit hat folgendes geschrieben:
Ungleich den Nationen und Völkern der Erde, seien sie vom Osten oder Westen, demokratisch oder autoritär, kommunistisch oder kapitalistisch, mögen sie der Alten oder der Neuen Welt angehören, mögen sie die rassischen, religiösen oder politischen Minderheiten in ihrem Rechtsbereich mißachten, unterdrücken oder ausrotten, stets sollte es jede fest begründete, unter dem Banner Bahá'u'lláhs eingetragene Gemeinde als ihre erste und unausweichliche Pflicht ansehen, jede Minderheit, zu welchem Glauben, zu welcher Rasse, Klasse oder Nation sie auch gehören mag, zu unterstützen, zu ermutigen und zu schützen.
KGG #59

So groß und lebenswichtig ist dieser Grundsatz, daß zum Beispiel immer dann, wenn die gleiche Anzahl von Stimmen in einer Wahl abgegeben wurde oder wenn die Befähigung für irgendein Amt sich bei den Vertretern verschiedener Rassen, Religionen oder Nationalitäten innerhalb der Gemeinde das Gleichgewicht hält, den Vertretern der Minderheit ohne Zögern das Vorrecht eingeräumt werden sollte, und dies aus keinem anderen Grund, als sie anzuregen und zu ermutigen und ihr eine Gelegenheit zu bieten, die Interessen der Gemeinde zu fördern.

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"Live long and prosper!"
Zitat:
ich sag es nochmal: es gibt keine Strafe für Homosexualität, und da Baha'u'llah das so bestimmt hat und seine Anordnungen nicht verändert werden können, bleibt es auch so.

Ich habe nichts (mehr) von einer Strafe für Homosexualität gesagt.
Zitat:
Findest du es in Ordnung wenn ich einer Religion beitrete, aber auf ihre Regeln pfeife? Das kanns ja wohl nicht sein.

Nein, finde ich nicht in Ordnung. Mir ging es darum, dass dann Bahai-Gesetze für Leute gelten, die es gar nicht interessiert.

Rahiym, Dein Beitrag klingt ermutigend, werd ihn mal sickern lassen.
Zitat:
Johanna2: Mir ging es darum, dass dann Bahai-Gesetze für Leute gelten, die es gar nicht interessiert.


Was nicht interessiert ?
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Das, was sich im Menschen reinkarniert, ist das spirituelle Ego, die göttliche Individualität.
http://www.theosophie.de/index.php?.....en&Itemid=88&limitstart=2
Baha'i-Gesetze gelten für Baha'i - Punkt.
Falls eine politische Mehrheit sie übernehmen sollte, wäre das korrekt. So funktioniert Demokratie.
Wäre es anders, würde eine Minderheit über eine Mehrheit regieren, was nicht demokratisch wäre.
Ich finde, in dieser Diskussion wurde bisher ein Punkt unberücksichtigt gelassen. Mangelnde Akzeptanz homosexueller Praxis geht nicht nur von den Religionen aus. Auch Atheisten und Agnostiker stehen dem teilweise skeptisch gegenüber.

Es ist mithin eine Frage der Toleranz und Einsicht. Andererseits kann ich bis zu einem gewissen Grade dtrainer folgen, wenn er anregt nach den möglichen Ursachen (gesellschaftlich sowie individuell) des Phänomens Homosexualität zu forschen. Insofern diese Forschung dem Kriterium wissenschaftlicher Neutralität gerecht wird.

Ein zweiter, bisher kaum angesprochener Punkt, ist das Phänomen der Bisexualität. Ich persönlich vertrete die Ansicht, dass die Mehrheit aller Menschen über dieses "Potenzial" verfügt. Nicht jeder Mensch ist sich seiner sexuellen Anlage voll bewusst. Das muss an dieser Stelle mal gesagt werden.
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