Homosexualität in der Bibel


Hat sich Homosexualität im laufe der Zeit gehäuft?

Also gab es vor ein paar tausend Jahren weniger Lebewesen die gegen das Fortpflanzungsprinzip
verstossten?

Laut Judentum soll es eine Folge der Sünde sein(AT).
Wie wir damit zuverfahren haben hat sich seit Jesus in soweit geändert das Gott seinen Sohn für alle gesandt haben soll. Demnach bräuchten wir gleichgeschlechtige Liebe nicht religiös zubehandeln. Der Mensch war so glaub ich mal, auch mal in der Lage einen gleichgeschlechtigen Menschen zu lieben ohne in sexuelen Trieben zuverfallen. Vielleicht sogar Küssen(auf eine andere Art und Weise) wobei das heute natürlich sofort zur Homosexualität gezählt werden würde.
Entschuldigt die vielen Rechtschreibfehler die ich korrigieren musste. Das Thema ist mir eigentlich nicht gerade angenehm. Ich hoffe habe keinen Unsinn geschrieben.
@ dtrainer

dtrainer hat folgendes geschrieben:
ich kann nur befürworten das zu erforschen - ich bin weder Mediziner noch Psychologe. Da genetische Ursachen soweit ich weiß schon ausgeschlossen wurden, sind die Ursachen wohl psychischer Natur.
Aber wie gesagt, das ist die Meinung eines Laien.


Nun, für's Erste hätte mir ein laienhaftes Statement genügt. Ich nahm an, du hättest darüber schon eine konkrete Vorstellung.

Merkwürdig ist nur: Du plädierst für eine Erforschung (die also erst noch stattfinden muss), greifst den Dingen aber schon voraus. Was nun, wenn diese Forschung im Endergebnis zu dem Schluss kommt, dass eine Therapie überhaupt nicht notwendig ist? (Wovon ich persönlich überzeugt bin). Wenn also Homosexualität kein pathologisches Indiz liefert? Möchtest du dann, getreu deines Glaubens, diese sexuelle Ausrichtung immer noch "kurieren" oder akzeptierst du sie dann als eine von vielen Möglichkeiten geschlechtlicher Interaktion?
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Die Galaxis ist eine Scheibe
Marcolo,
Ich gehe nicht davon aus daß Shoghi Effendi leichtfertig dahergeredet hat. Baha'u''lah schon gar nicht, und Shoghi bezog sich ja immer auf ihn.
Baha'u'llah hat etliche Hinweise für Wissenschaftler gebracht, bis hin zur Atomphysik. Die haben sich alle als richtig herausgestellt - warten wirs ab.
Mit "hätte" und "wenn" und "falls" kommen wir in den Bereich der Spekulation, das ist nicht mein Ding.
Allenfalls in Romanform
http://atlantische-heimat.info/der_.....e_privat/rife_privat.html
Das beruht auf der Meinung eines mir bekannten Psychologen, der es aber auch nicht beweisen kann.
Übereinstimmung von Religion und Wissenschaft gehört zu den Baha'i-Lehren. Wenn etwas bewiesen ist, wird es auch akzeptiert.
Das würde aber heißen daß alle Offenbarer die sich gegen Homosexualität geäußert haben, Unsinn erzählt hätten was ich für sehr viel unwahrscheinlicher halte als daß die gegenwärtige Haltung nicht mehr ist als eine Modeerscheinung.
Als ich klein war, galt das Gegenteil...Homosexuelle waren geradezu Verbrecher. Das hat sich gedreht, aber ohne daß etwa neue Fakten bekannt geworden wären.
Ist halt von Vorteil für eine Partei sich einer ganz schön großen Minderheit anzubiedern...
Wirklich darüber befinden können wir erst wenn die Ursachen bekannt sind. Soviel Geduld muß schon sein, und die Regeln Baha'u'llahs sind ja auch heute noch nicht Gesetz.
Ich vertraue darauf daß Gott und seine Boten uns nicht belügen. Das haben sie nämlich noch nie getan...
Grüße
dtrainer hat folgendes geschrieben:
Ich vertraue darauf daß Gott und seine Boten uns nicht belügen. Das haben sie nämlich noch nie getan...


Was Gott betrifft, hast du sicher Recht. Bei den "Boten" wäre ich mir da nicht so sicher. Aber gut, das ist eben Ansichtssache. Ich selbst käme nie auf die Idee, religiöse Schriften (noch nicht mal taoistische Weisheiten) als unumstößliche Wahrheiten zu sehen. Andere dürfen das aber gern tun. Ich respektiere das.

Viele Grüße
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Die Galaxis ist eine Scheibe
Zitat:
dtrainer: Wirklich darüber befinden können wir erst wenn die Ursachen bekannt sind. Soviel Geduld muß schon sein, und die Regeln Baha'u'llahs sind ja auch heute noch nicht Gesetz.


Wie würden denn die Gesetze im Falle einer Verwirklichung gesetz der Regeln aussehen ? Gesetz den Fall, es kommt dazu.
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Das, was sich im Menschen reinkarniert, ist das spirituelle Ego, die göttliche Individualität.
http://www.theosophie.de/index.php?.....en&Itemid=88&limitstart=2
Zitat:
Nochmal, wer eine Therapie befürwortet, will ja grade diese Entscheidungsfreiheit gewähren. Anders als der Beinamputierte ist der Homosexuelle ja nicht körperlich geschädigt und (vorausgesetzt, die Gründe lassen sich finden) kann tatsächlich etwas an seinem Schicksal ändern.

Das ist ein bißchen abenteuerlich argumentiert. Alle bisherigenr Erfahrungen zeigen recht deutlich, dass sexuelle Präferenzen nicht grundlegend therapiert werden können. Der Betroffene kann bestenfalls lernen, Handlungsstrategien zu entwickeln, sein Präferenz nicht oder nur in einer bestimmten Weise auszuleben.
Notwendig ist das aber auch nur dann, und das gilt selbstverständlich auch für den Fall, dass es entgegen bisheriger Erfahrung möglich sein sollte, grundlegend zu therapieren, wenn er entweder selbst einen Leidensdruck verspürt oder er durch ein Ausleben seiner Präferenzen in, sagen wir mal allgemein Schwierigkeiten kommen könnte. So z.B. bei echt Pädophilen.
Zum anderen implizierst du, dass Homosexualität grundsätzlich behandlungsbedürftig ist, was auch durch den Gebrauch des Wortes "Schicksal" deutlich wird.
Im Übrigen stellt sich natürlich die Frage, wie man denn eine Therapie befürworten will, wenn man doch hinsichtlich der Ursachen der jeweiligen Präferenz vollkommen im Dunkeln tappt.

Zitat:
Wer als hetero eine "wilde Ehe" führt verliert diese Rechte ebenso, denn sie werden nicht wegen einer Präferenz entzogen, sondern wegen außerehelichen Geschlechtsverkehrs, der verboten ist. ganz egal ob homo-oder hetero.

Das Problem wäre normativ ja einfach zu lösen. Man könnte Homosexuellen die Eheschließung gestatten und schon wäre es kein außerehelicher Geschlechtsverkehr mehr.
Nochmals, um einem Mißverständnis vorzubeugen. Wenn es ein angeblich gottgegebenes Gesetz ist, dass die Ausübung homosexuellen Akte untersagt ist, erübrigt sich eigentlich jede Diskussion darüber. Die Vorschrift bietet dann schlicht keinen Auslegungsspielraum.
Aber klar ist, dass Homosexuelle klar benachteiligt werden, sei es durch Gott selbst oder durch seine Anhänger ist ohne Belang. Sie werden insoweit benachteiligt, dass es ihnen jedenfalls unmöglich ist, jemals ihre Sexualität in irgendeiner Weise auszuleben.
Und da muss sich der Betroffene schlicht selbst überlegen, ob er sich das antuen will oder eben nicht.

Zitat:
Als ich klein war, galt das Gegenteil...Homosexuelle waren geradezu Verbrecher.

Sie galten nicht nur geradezu, sie galten im juristischen Sinne als Verbrecher....wobei man einschränken muss...nur die Männer. Für Frauen galt der alte § 175 StGB nicht.
Ich möchte meinem vorangegangenen Beitrag noch eine Erklärung hinzufügen.

Um nicht missverstanden zu werden: Ich halte Bahá'u'lláh für keinen Lügner. Ein solches Urteil würde mir auch gar nicht zustehen. Bei aller Skepsis, mit der ich "Offenbarungen" begegne (dafür habe ich triftige Gründe) muss doch wohl auch jeder einsehen, der daran glaubt, dass unser Dasein in seiner tiefgehenden Komplexität und Prozessdynamik unmöglich im vollen Umfang in einer Offenbarung übermittelt werden kann. Gott spricht zu uns über die Natur, deren Wesen wir schrittweise erkennen und darüber hinaus möglicherweise - lassen wir diese Annahme mal so stehen zu Auserwählten (den Offenbarern) per spiritueller Eingebung. Glaubt ihr Baha'i, ihr Muslime, ihr Christen denn im Ernst, dass mit diesen offenbarten Inhalten alles gesagt, alles erklärt ist? Dass also auch jede Aussage, die Bahá'u'lláh, Muhammad oder Jesus traf, sich direkt (1:1) aus der Offenbarung ableitet? Dass diese Persönlichkeiten nicht auch ihre eigenen Gedanken, Überzeugungen und Visionen darin einfließen ließen? Und somit auch "Propheten ihrer Zeit" waren, die nun langsam vom Wandel der Zeit - sorry, wenn ich das so ausdrücke - hinweggespült werden.

Haben Gläubige jemals diese Möglichkeit in Betracht gezogen?
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Die Galaxis ist eine Scheibe
Marcolo hat folgendes geschrieben:
Glaubt ihr Baha'i, ihr Muslime, ihr Christen denn im Ernst, dass mit diesen offenbarten Inhalten alles gesagt, alles erklärt ist? Dass also auch jede Aussage, die Bahá'u'lláh, Muhammad oder Jesus traf, sich direkt (1:1) aus der Offenbarung ableitet? Dass diese Persönlichkeiten nicht auch ihre eigenen Gedanken, Überzeugungen und Visionen darin einfließen ließen? Und somit auch "Propheten ihrer Zeit" waren, die nun langsam vom Wandel der Zeit - sorry, wenn ich das so ausdrücke - hinweggespült werden.

Haben Gläubige jemals diese Möglichkeit in Betracht gezogen?


Natürlich, lieber Marcolo, wird dies in Betracht gezogen. Den Anspruch auf Vollständigkeit erhebt weder die christliche Offenbarung
Johannesevangelium 16:12 hat folgendes geschrieben:
Ich habe noch viel euch zu sagen, aber ihr könnet es jetzt nicht tragen.

noch die Bahai-Offenbarung. Von Baha'ullah gibt es eine Schriftaussage, derzufolge das Offenbarte immer entsprechend der Aufnahmebereitschaft der Menschen dargelegt wird, nicht entsprechend der Möglichkeiten Gottes oder der Fülle der Informationen.
Insofern ist Offenbarung und offenbartes Wissen und Regeln im Bahai-Verständnis relativ. Zeitlich relativ, indem sich über die Jahrhunderte und die allmähliche Weiterentwicklung der Menschheit bestimmte Regeln und Gesetze überleben oder neue nötig werden, und innerhalb einer Offenbarung relativ, weil der Offenbarer zu Seinen Zeitgenossen sprechen muss und Bilder, Konzepte und Begriffe benutzt, mit denen sie etwas anfangen können.
Darüber hinaus gibt es in der Bahai-Religion eine sehr klare und wichtige Trennung zwischen Aussagen, die Baha'ullah einfach so gemacht hat und wirklichen Offenbarungen. Als letztere - und damit als Gottes Wort - zählen nur die, die er schriftlich mit Siegel selbst verfasst oder hat niederschreiben lassen und nur solche sind für die Gläubigen autoritativ. Mündliche Berichte sind es dagegen nicht.
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Darum sollte ein aufgeklärter, weiser Mensch vornehmlich in Worten reden, die sanft wie Milch sind, damit seine Worte die Menschenkinder nähren und erbauen... (Bahá'ulláh)
@ Mutakallim

Das hört sich schon vernünftiger und weniger dogmatisch an, zeigt mir aber auch, dass so mancher Glaubensanhänger das Prinzip seiner eigenen Religion offensichtlich nicht verstanden hat.

Insgesamt darf man also noch hoffen, dass der Vernunft zu ihrem Recht verholfen wird und verquerte Vorstellungen über das Wesen der Sexualität irgendwann in der Mottenkiste verschwinden. So oder so. Ob mit oder ohne Religion.

Auf alle Fälle: Danke für die Erklärung.

MfG
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