Extreme Angst vor dem Tod


UUpsss wie ist das passiert? Entschuldigt sich für das 3 fache erscheinen!
hallo zusammen. bin männlich und 26 jahre alt.
bei mir ist es auch so das ich sehr große angst habe vor dem tod. aber viel schlimmer ist die angst vor einer tödlich endenden krankheit.

bei mir fing das vor etwa zwei jahren an. von meiner frau der onkel starb an lungen/leberkrebs mit glaube ich 55 jahren. ich mochte diesen menschen sehr und kam mit ihm super zurecht. ich hatte das gefühl das er aus der familie meiner frau der einzige ist der mich mochte.
er ist dann nach erfolglosen kampf gegen dieser sch..ß krankheit dann gestorben. ich habe mir das richtig zu herzen genommen. habe mit dem rauchen nach ca. 11 jahren (in dem fall ja durchaus positiv) aufgehört. aber monat für monat wurden bei mir die ängste schlimmer. da ich ja jetzt exraucher bin könnte ich ja als " strafe" lungenkrebs bekommen. ich wandere von arzt zu arzt. glaube ärzten nichts weil sie ja was "übersehen" haben könnte. ich kann kein normales leben mehr führen ohne den gedanken daran zu verschwenden was ernstes zu haben. beispiel: ich hatte vor zwei wochen eine bronchitis, da hatte ich dermaßen panikattacken das ich ja lungenkrebs haben könnte.
meine mutter hat mir geraten in eine therapie zu gehen. diesen schritt habe ich direkt ohne diskussion zugestimmt und bin froh meinen ersten termin am freitag warzunehmen.

hoffe das ich dadurch lerne mit der situation klarzukommen.

gruß juloal
Lieber Juloal,

du hast wahrscheinlcih bereits eine Krankheit. Zum Glück ist diese nicht tödlich. Guck mal hier:

http://de.wikipedia.org/wiki/Hypochondrie

Die Zuständigkeiten liegen in deinem Fall nicht beim Arzt, sondern beim Psychologen. Lass dich bitte in diese Richtung beraten. Je eher du das behandeln lässt, desto besser.


LG

ps. Hab gerade gesehen, dass du bereits einen Termin hast In diesem Fall drück ich dir natürlich die Daumen, dass es bald besser wird.
@ lisken danke.

ja ich weiß auch das ich unter hypochondrie leide. früher war es bei mir noch schlimmer. aber mittlerweile nervt es mich dermaßen. IMMER nur gedanken zu haben über meinen körper und ob ich irgendwelche schlimmen krankheiten habe. ich versuche dagegen anzukämpfen. ich weiß auch das ich es schaffen werde. spiele ab januar zum beispiel wieder aktiv fußball. meine frau ist köchin und muß 12-13 stunden arbeiten (ebenfalls ab januar nur noch 8-9 stunden). ich mußte dadurch mit meinen problemen selber klarkommen weil ich keinen zum reden hatte.

früher stellte ich mich jeden tag auf die waage um mein gewicht zu kontrollieren. die waage wurde entfernt für paar wochen. ich sage dir es war wie ein entzug auf ner zigarette. heute wenn ich ne waage sehe gehe ich daran vorbei.

ich mache fortschritte. das merke ich. aber weiß auch das ich den vielleicht "letzten" schritt nur mit fachmännischer hilfe erreiche.

ich habe auch eine familienplanung und dafür will ich unbedingt wieder gesund werden und leben wie jeder andere mensch auch.

gruß juloal
@Juloal:

Klingt doch alles vernünftig
Du kannst ja gerne hier reinschreiben und dich an den laufenden Diskussionen beteiligen - immer nur deine Frau ist ja auf Dauer auch langweilig. Nur bitte nicht so viel jammern, da hatten wir grad einen, der von sich selbst in der dritten Person spricht... Du bist ja echt noch nett und knuddlig mit deiner Hypochondrie.


LG
@ Juloal

Ich misch mich auch gleich ein, um ein wenig Mut zu machen. Ja der Schritt zum Psychologen ist ein wichtiger großer Schritt. Dann kommt auch hinzu, dass man mit sich Geduld hat. Denn so eine Hypochondrie ist nicht eine Sache, die von heute auf morgen vergeht. Schließlich muss eine Therapie auch auf Dauer erfolgreich sein. Lange diskrete Gespräche, Angstbehandlungen und Aufhellungen werden notwendig sein. Vielleicht kann man sogar autogenes Training und positives Denken lernen. - Ich hoffe, wenigstens zum Teil auf Krankenkassenleistung.

Und nicht zuletzt: Hatte auch einen Bekannten, der bei jeder Gelegenheit glaubte, sehr schwer erkrankt zu sein. Er starb mit 93 Jahren friedlich an Altersschwäche. Man sagt nicht umsonst, eingebildete Kranke leben am längsten.

Liebe Grüße - reinwiel

www.balanceamweg.de.ki
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Bedenke dass du die Erde nur besuchst.
www.reinwielt.at
Hi,

ich bin ganz frisch hier und wollte mich auch mal zu diesem, doch sehr kontrovers diskutierten Thema äußern.

Ich bin noch relativ jung, habe mich aber schon früher sehr oft mit den Tod auseinander gesetzt. Der Gedanke daran, diesen schönen Ort für Ewig zu verlassen war für mich unerträglich. Dabei hatte ich keine Angst vor den Schmerzen etc die eventuell mit dem Sterben / Tod zusammenhängen, sondern mich plagte einfach der Gedanke - wie vielen von euch, nie wieder das Licht der Sonne zu erblicken, nie wieder Freunde und Familie zu treffen, nie wieder einfach nur die Natur genießen.
Dieses "für immer" hat mich schon die ein oder andere Nacht gekostet..., allerdings hab ich das nun etwas im Griff.

Ich sehe es einfach als "Ehre" an, einmal hier leben zu dürfen. Für mich ist es nicht selbstverständlich all die Dinge, die Gefühle wie Liebe und Hass und Zuneigung zu spüren.
Wenn man sich überlegt, wie viel Glück man schon gehabt hat - geboren wurden zu sein (bei Millionen von Spermien die pro Akt freigelassen werden)
Dann könnte man es schon fast als Wunder sehen. Und dafür bin ich dankbar, dass ich das Glück hatte im Gegensatz zu vielleicht anderen möglichen Individuen, diese Welt kennen lernen zu dürfen - ja Gefühle wie Freundschaft, Liebe und auch Hass erfahren zu dürfen.

Ich betrachte das Leben mit dem Tod als unendliche Linie an. All die Individuen, die nicht geboren werden - bekommen einfach nichts mit - also wie der Zustand vor der Geburt "nichts" und sie werden auch nie etwas anderes mitbekommen. Und die Individuen die geboren werden, haben auf der unendlichen Linie einen Exkurs zur "realen Welt" und -dürfen- sie leben und kennen lernen für einen bestimmten Zeitraum.
Danach ist alles wie vorher, und einem anderen wird die Chance gegeben, diese Welt kennen lernen zu dürfen.

Dies mag vielleicht naiv klingen, und man soll dies auch nicht zu wissenschaftlich betrachten, sondern eher etwas mit Phantasie um meinen Vorstellungen zu folgen. Aber mir hilft der Gedanke, dass ich das Glück hatte - all das hier kennenlernen zu dürfen im gegensatz zu vielen anderen möglichen Individuen. Und dabei ist es mir egal, ob ich 50, 60 oder 70 Jahre lang lebe - denn schon alleine, dass ich mal hier sein durfte ist für mich Bereicherung genug. Denn ich hätte diese Einblicke ja auch nie wahrnehmen können.

Ich hoffe ihr könnt meinen konfiusen Vorstellungen etwas folgen, es ist teilweise sehr schwierig das gemeinte verständlich in Text zu fassen ^-^

Fazit: Leben und Genießen

lg
Hallo Lacoste!

Freilich, wissenschaftlich ist das nicht, was du da überlegst und vor uns ausgebreitet hast. Aber dein Zugang zum Leben, dein Gefühl und deine Dankbarkeit fürs Leben sind nicht tot, spiegeln mit einem Wort einen hohen Standpunkt wider.
Und deine Gedanken sind deswegen überhaupt kein krauses Durcheinander, dem ich nichts abgewinnen könnte. Im Gegenteil, ich sehe sie als einen wertvollen spirituellen Grundstock, der dir noch viele weitere Erkenntnisse bringen kann. Und nicht nur das, so ein Zugang zum Leben gibt immer Mut, Hoffnung, Zuversicht - besonders wenn sich das Gefühl immer mehr für Gott öffnet.
Das Leben kann dann noch schöner, intensiver werden.
Liebe Grüße - reinwiel

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Hallo
Es ist nicht leicht sich damit auseinander zusetzten.Ich habe es auch versucht.Mit Hörbuch und und und,aber irgenwie ist das nicht so leicht.Hilfe bekommt man auch nicht gleich und das ist auch nicht soeinfach.Vielleicht weiß ja von Euch jemand wie man es angeht,nivcht mehr so Angst zuhaben.Liebe Grüße
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Wieso ist das so schwer......und manchmal weißt man nicht weiter,aber es geht alles weiter....liebe grüße
Liebes Röschen,

ich hatte Krebs und damals lange Zeit extreme Angst vor dem Tod. Ich will versuchen, auf Deinen Beitrag zu antworten, obwohl Du ja wirklich nicht viel schreibst, wie das genau für Dich ist.

Grundsätzlich kann man bei jeder Angst sagen, dass man sich ihr stellen muss, wenn man sie bewältigen will. Wenn ich eine Spinnenphobie habe, dann muss ich mich konfrontieren mit Spinnen. Ich kannte einmal ein Mädchen, die ist schon abgezischt, wenn ihr nur der Buchstabe S begegnet ist, oder die Banderole einer Zigarettenschachtel.

Bezüglich des Themas Tod würde dies bedeuten, dass Du Dich mit diesem Thema intensiv beschäftigen mußt. Lies viel darüber aus ganz unterschiedlichen Ecken. Lies, was die Religionen dazu sagen, lies aber auch, wie die Naturwissenschaft den Tod definiert, was im Körper geschieht, wenn er stirbt.

Durch diese Annäherung an das Thema verlierst Du - allerdings sehr langsam - einen Teil der Angst.

Die nächste Stufe wäre dann, dass Du Dir Gedanken darüber machst, wovor Du genau Angst hast, was genau ist so schrecklich beim Tod für Dich ....

Willst Du den ersten Teil oben mal versuchen und hier wieder schreiben? Dann können wir auch weiter machen.

Inanna
_________________
Zwischen den Ufern von Schmerz und Freude ....
fließt mächtig der Strom des Sein.
ZEN
www.spirituelles-coaching.eu

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