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Extreme Angst vor dem Tod












Liebe Lore,

wie lange ist es her, dass Du aus dieser engen christl.
Gemeinschaft ausgetreten bist?
Wie hast Du es geschafft, dort wegzugehen, trotz diesen unwahren Drohungen mit der Hölle?

Du schreibst, Du habest schon Psychologen aufgesucht.
Hast Du schon mal eine längere Therapie gemacht?

Sorry, wenn ich Dir nur Fragen gestellt habe.

Was Du bereits angedeutet hast, ruft auch bei anderen Menschen Depressionen hervor.
Habe Mut und gib nicht auf.

Vielleicht hilft es Dir, wenn Du Dir anonym hier im Forum einiges von der Seele schreiben kannst.

Eine Freundin ging auch aus einer engen Gemeinschaft und fiel total in ein Loch.
Sie hat damals angefangen zu malen, einfach ihre Gefühle und darüber und über ihre Träume mit einem Therapeuten regelmäßig gesproche.
Sie hat lange daran gearbeitet und ist schließlich weit über sich selbst hinausgewachsen.
Hat ein Fernstudium nachgeholt, was sie immer machen wollte und arbeitet heute in einem neuen Beruf...

Also nicht aufgeben, auch wenn sich scheinbar nichts bewegt.
Hast Du mal gesehen, wie Löwenzahn durch eine Asphatdecke brechen kann?

Ich denke an Dich,

Herzlich

Mara
Liebe Lore

Bei was für einer Gemeinschaft - in Gottes Namen - warst du denn?

Gruss,
Andreas
Liebe Lore

Ich war auch einmal bei einer Gemeinschaft dabei, und zwar hat die Heimholungswerk geheißen. Das war keine Organisation als solche, sondern man kam in Abständen von vier Wochen in einem angemieteten Saal zusammen, um einem Meditationstext zu lauschen, der von einem angereisten Betreuer vorgelesen wurde.

Mit der Zeit wuchsen mir einige Leute schon deshalb ans Herz, weil man etwas gemeinsam hatte, nämlich den Wunsch zu meditieren. Ich machte mit, obwohl mir die kuriosen Lehren immer weniger gefielen, weil Ansprüche zwar gestellt, aber Versprechungen nicht eingehalten wurden. Später kam es zu einer Tagungswoche, wo es dann so war. Es rückten immer mehr Bedinungen heran: Wenn du nicht diese und jene Sache einhältst oder machst, musst du das im nächsten Leben nachholen oder abtragen. Dann musst du ein schweres Los bzw. Karma tragen.

Da wusste ich: Halt das geht in die falsche Richtung, ich mache nicht mehr mit. Auf der Heimreise hatte ich drei Frauen dabei, denen teilte ich nur mit: Ich komme nicht mehr. Es tat mir aber irgendwie weh, sie nicht mehr zu treffen und das innere Sträuben gegen die bisherigen Suggestionen war schwerer als gedacht.

Zu dem auf einmal: Gewisse Freunde fehlten, ebenso die besondere Schwingung der Gruppe. Plötzlich muss man allein weitergehen, allein zur Kraft und "Höhe" finden und wichtig, diese gleichzeitig vermitteln lernen. Unbekümmert davon, ob Anerkennung kommt oder nicht.
Das ist zwar nicht immer einfach, aber doch sehr schön.
Liebe Grüße - reinwiel

www.balanceamweg.de.ki
Vielen Dank fuer die lieben Antworten. Mara ich
habe Dich gefunden, .
Also die Gemeinde nennt sich "Glaubende an Christo" vorher in the 60iger Jahren "Altmenoniten".
Sie gehen streng nach den Schriften von Samuel
Froehlich. Sehr interessant zu lesen wie dieser
Mann denkte.
Mein Vater, ein "Weltmann", den meine Mutter haette niemals heiraten sollen (das sagte sie mir
immer und immer wieder) starb als ich 9 war.
Dann erst durfte meine Mutter nach vielem Bussetun zurueck in "diese Welt". Sie wurde dort
auch gross gezogen. Aber in der Zeit, in dem sie
mit meinem Papa verheiratet war ( eins der groessten ihrer Suenden, dann kam ich ) konnte
sie mit ihren Geschwistern, Mutter, nicht zusammen kommen, und die Menschen in ihrer Gemeinde
mussten sie meiden.
Ja, und dann kam der Tod meines Papas, und meine ganze Welt hat sich geaendert. Meine Oma
liebte mich offensichtlich nicht, nur die anderen
Cousinen und Cousins. Ich war ein "Suendenkind".
Muss aber auch sagen, dass meine Vater noch
nicht geschieden war, als ich auf die Welt kam.
Ich wusste immer, dass ich meine Mutter immer an
ihre "Suende" erinnerte. Trotzdem liebte ich sie
ueber alles. Die Strenge, mit der sie mich erziehen wollte, sollte etwa gut machen, was mit ihr falsch gelaufen war. Schlaege noch und noch, da ich sehr
rebellisch war, wollte auch sein wie meine "weltlichen Freunde", die ich aber nie nach
Hause bringen durfte. Als ich endlich meine Haare
geschnitten habe, war es das AUS. Durfte also
nicht mehr in diese Gemeinde gehen, meine Mutter schaemte sich wegen mir, tut mir heute noch leid.
Uebrigens, die Gemeinde ist in Heilbronn, da wo
ich zur Welt kam. Und es ist immer noch meine
Heimat, obwohl ich schon 40 Jahre weg bin, kam
aber jedes Jahr in die Heimat. Das Heimweh war
und ist NOCH sehr schlimm. Mein Mann, ein Amerikaner, ein lieber Mensch, nur wir passen
ueberhaupt nicht zusammen, haben nichts gemeinsam, aber ich konnte in die USA ausreissen.
Schon als junger Mensch sah und hoerte ich Ideen,
die mir einfach nicht in den Kopf wollten.
Also einfach in Kleidung, aber Merzedes fahren?
Haeuser kaufen und an "Weltmenschen" vermieten? Wie geht das. Und dann das BEKEHREN. Busse tun. Die BEKEHRTEN, sassen
ganz vorne, Frauen links, Maenner rechts, und die
anderen, in den hinteren Baenken. Auf Beerdigungen von anderen Menschen war nicht
erlaubt, "geistige Hurerei".
Ich werde nachher weiterschreiben, es tut so weh,
ich sehe nicht was ich schreibe, da ich so weinen
muss. Verzeiht. Lore
Ja Angstgefuehle furchtbar und Depressionen.
Gott im Himmel steh dir bei deiner Suche nach seinem wahren Licht bei!

Egal was die Menschen in ihrer Sündhaftigkeit anrichten: er liebt dich!

Und jeder Mensch, der sich einen Christen nennt, sollte dich auch lieben! So wie sich selbst.

Wer das nicht kann, ist kein Christ!
Forum -> Psychologie und Psyche

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