Extreme Angst vor dem Tod


Vom Lachen Jesu wird in der bibel nichts berichtet. Nachzulesen in "Der Name der Hose".
Burkl hat folgendes geschrieben:

Dass das ganze menschliche Leben absurd wäre, wenn unsere letzte Bestimmung wäre, Nahrung für Mikroorganismen und Insekten zu sein.


Das würde ja bedeuten, dass das Leben aller anderen tausenden von Lebewesen absurd ist. Weil deren Bestimmung ist es ja Nahrung für Mikroorganismen, anderen Tieren oder auch Menschen zu sein.

Du sprichst hier oft davon, wie man ein Kind trösten soll, wenn die Oma gestorben ist. Was sagst du einem Kind wenn der Hamster gestorben ist?

"Sei nicht traurig. Überlege einmal wieviel Engerlinge, Maden und Regenwürmer jetzt Nahrung haben weil dein Hamster tot ist. "

Das Problem mMn an der christlichen Sicht ist gar so sehr ob das mit der Auferstehung, dem ewigen Leben etc. jetzt so möglich ist oder nicht, sondern dass hier eine klare Ausnahme zu allen anderen Lebewesen postuliert wird. Ein Hamster ist für dich einfach tot, eine Katze auch, die Oma nicht.
Long Road hat folgendes geschrieben:
Ein Hamster ist für dich einfach tot, eine Katze auch, die Oma nicht.


Das bedeutet aber nicht, dass die restliche Schöpfung und ihre Lebewesen nicht auch auf etwas Höheres und Größeres zusteuern. Nur wird diese Form der Befreiung aus der Knechtschaft des Todes, in die die Schöpfung gefallen ist, in kollektiver Weise geschehen und nicht durch eine individuelle Auferstehung.

Zitat:
Du sprichst hier oft davon, wie man ein Kind trösten soll, wenn die Oma gestorben ist. Was sagst du einem Kind wenn der Hamster gestorben ist?


Ich würde dem Kind sagen: "Dein Hamster und alle anderen Hamster, die gestorben sind, kehren gemeinsam zurück zum lieben Gott, wo ihnen nichts fehlt."

Die Oma ist eine menschliche Person und ist damit im christlichen Glauben herausgehoben und nicht auf einer Ebene mit Tieren. Nur ein Mensch kann nämlich moralisch oder unmoralisch handeln, ein Tier nicht.
Das ewige Leben als Person zu erlangen hat substantiell etwas mit dem guten moralischen Handeln zu tun, was einem Tier von Vorne herein nicht offensteht.

Die Auferstehung und das ewige Leben ist das einzige Ziel, das dem Menschen seine volle Würde verleiht.

Für uns Christen sind Menschen etwas Besonderes, weil sich in ihnen unmittelbar Gott zeigt. Und warum? Auf Grund des Personseins des Menschen - dieses Personsein kommt unmittelbar von Gott. Wir sind als einzige Lebewesen auf dieser Erde nicht etwas, sondern jemand. Und dieses Personsein ist auf die Ewigkeit hin angelegt. Wir sind zwar des ewigen Lebens verlustig gegangen, Jesus Christus hat es aber wiedererlangt. Dass das so ist, ist keine spekulative Vermutung, sondern ist in den Evangelien glaubwürdig niedergelegt. Der auferstandene Jesus wurde gesehen und berührt, hat gegessen und Zeit mit seinen Jüngern verbracht und ihnen dieses neue Leben erfahrbar gemacht. Es ist daher keine bloße Philosophie oder abstrakte Jenseitstheorie, sondern real bezeugt, dass es die Auferstehung gibt.

"Was von Anfang an war, was wir gehört haben, was wir mit unseren Augen gesehen, was wir geschaut und was unsere Hände angefasst haben, das verkünden wir: das Wort des Lebens."

1 Joh 1,1
Allerdings ist es schon so, dass auf unserer im Wachzustand mit den 5 Sinnen wahrnehmbaren Realität keine Verstorbenen auferstehen, dennoch dürfen wir auf die Auferstehung im Reich Gottes hoffen.
Als Kind hatte ich auch Angst vor dem Tod, und der Gedanke daran machte mich depressiv. Aber das war auch der Grund, weshalb ich mich nicht mit der Meinung der Erwachsenen zufrieden gab und schon im jungen Alter zu suchen begann. Also hatte diese Angst doch etwas Gutes für mich, denn sonst hätte ich wahrscheinlich noch heute daran geglaubt, dass "mit dem Tod alles aus sei".
Philipp2 hat folgendes geschrieben:
Also hatte diese Angst doch etwas Gutes für mich, denn sonst hätte ich wahrscheinlich noch heute daran geglaubt, dass "mit dem Tod alles aus sei".

Wenn wirklich "Alles aus" wäre - so wie das doch einige Menschen glauben - dann hätte Angst vor dem Tod auch keinen Sinn. Denn wo nichts ist, da ist auch kein Leid. Aufgrund dieses logischen Gedankens strebt ja z.B. der Buddhismus "das Nichts" als letztes und größtes Ziel an.
Ich glaube die Angst vor dem (natürlichen) Tod hängt mit einer tiefen Ahnung des Menschen zusammen, dass es eben ein Scheitern unseres Lebens geben kann, das über den Tod hinaus Auswirkungen hat und endgültig ist. Insofern ist die Todesangst, die zur Umkehr eines Menschen führt, etwas Positives. Das Schlimme ist nicht der Tod, sondern das mit Gott unversöhnte Sterben. Drastisch vor Augen geführt wird uns das an Hand der beiden Verbrecher, die neben Jesus gekreuzigt wurden:

"Einer der Verbrecher, die neben ihm hingen, verhöhnte ihn: Bist du denn nicht der Messias? Dann hilf dir selbst und auch uns!
Der andere aber wies ihn zurecht und sagte: Nicht einmal du fürchtest Gott? Dich hat doch das gleiche Urteil getroffen.
Uns geschieht recht, wir erhalten den Lohn für unsere Taten; dieser aber hat nichts Unrechtes getan.
Dann sagte er: Jesus, denk an mich, wenn du in dein Reich kommst.
Jesus antwortete ihm: Amen, ich sage dir: Heute noch wirst du mit mir im Paradies sein." Lk 23,39-43

Der eine Verbrecher kratzt also im letzten Moment "die Kurve" und erkennt seine Schuld und Erlösungsbedürftigkeit und die Heiligkeit und die Herrschaft Gottes an - Jesus sagt ihm sofort den Himmel zu. Zum Anderen, der nur spottet und zynisch ist, sagt Jesus gar nichts - er ist durch sein gottfernes Leben in einen Zustand geraten, in dem er von Gott dermaßen entfremdet ist, dass er Seine Stimme nicht mehr vernehmen kann.

"Es gibt eine Hölle. - Eine Feststellung, die dir eine Binsenwahrheit scheinen mag. - Ich wiederhole sie dir: Es gibt die Hölle!
Gib das im richtigen Augenblick an jenen Freund weiter ... und an jenen anderen."

Hl. Josémaria Escrivá, Der Weg Nr. 749
Burkl hat folgendes geschrieben:

Ich glaube die Angst vor dem (natürlichen) Tod hängt mit einer tiefen Ahnung des Menschen zusammen, dass es eben ein Scheitern unseres Lebens geben kann, das über den Tod hinaus Auswirkungen hat und endgültig ist. Insofern ist die Todesangst, die zur Umkehr eines Menschen führt, etwas Positives. Das Schlimme ist nicht der Tod, sondern das mit Gott unversöhnte Sterben.

Ich glaube eher, dass die Angst vor dem Tod ziemlich simpel ist. Man weiß nicht, was nach dem Leben passiert. Egal ob man einer Religion angehört oder nicht. Und die meisten Menschen haben einfach Angst vor Ungewissheit.
luschn hat folgendes geschrieben:
Burkl hat folgendes geschrieben:

Ich glaube die Angst vor dem (natürlichen) Tod hängt mit einer tiefen Ahnung des Menschen zusammen, dass es eben ein Scheitern unseres Lebens geben kann, das über den Tod hinaus Auswirkungen hat und endgültig ist. Insofern ist die Todesangst, die zur Umkehr eines Menschen führt, etwas Positives. Das Schlimme ist nicht der Tod, sondern das mit Gott unversöhnte Sterben.

Ich glaube eher, dass die Angst vor dem Tod ziemlich simpel ist. Man weiß nicht, was nach dem Leben passiert. Egal ob man einer Religion angehört oder nicht. Und die meisten Menschen haben einfach Angst vor Ungewissheit.

Eine verbal ausreichende Beschreibung für das Überirdische gibt es keine. Aber doch mächtige Bilder: Unser Leben wird offengelegt und von Gott an einem bestimmten Maßstab beurteilt werden. Das ist eben Jesus Christus. Ich sehe das als fair an, wenn Gott uns erschafft und uns aber auch durch sein Kommen als Mensch zeigt wer Er ist und wie der Mensch sein soll - dass Gott sozusagen wirklich voll solidarisch mit dem Menschen wird, und nicht nur in der Ferne und großen Erhabenheit bleibt, für uns gänzlich unbegreiflich. Und weiters uns durch Seine Auferstehung eröffnet, dass wir Zukunft über den Tod hinaus haben - als ganzer Mensch mit Leib, Geist und Seele.
Und warum ich innerlich weiß, dass das so sein wird, ohne es wissenschaftlich belegt zu haben? Glaubensgewissheit nennt man das. Das ist eine Art von Sicherheit, ohne Beweise dafür haben zu können - wie wenn du z.B. als Atheist einem lieben Gast ein Abendessen im Vorhinein kochst, im Glauben daran, dass er oder sie sicher kommen wird. Beweise hast du dafür null, dass er oder sie auch tatsächlich kommt - und doch verhältst du dich so, als ob das Ereignis sicher eintritt.

Glauben ist also nicht so eine Art "Notnagel" für Nichtwissen, gleichsam "spekulativer Wissensersatz" - sondern eine grundmenschliche Erfahrung. Credo - lateinisch von "cor dare" - also jemanden oder etwas "das Herz geben", "auf ihn setzen" - im Falle des christlichen Glaubens alleine auf Jesus Christus.
Glaubensgewissheit haben viele, und Glaubensgewissheiten widersprechen sich oft. Manche Glaubensgewissheiten widersprechen wissenschaftlichen Erkenntnissen und Fakten. Spätestens an diesem Punkt sollte man solche Gewissheiten in Frage stellen. Eine leibliche Auferstehung kann es nicht geben. Der Körper verwest in der Erde oder wird verbrannt, und es bleibt nichts mehr davon übrig, außer vllt. einiger Knochen. "Denn Staub bist du, und zu Staub sollst du zurückkehren", steht irgendwo in der Bibel. Damit ist die Erdenhülle gemeint.

Dieser Wunsch nach Erhaltung des irdischen Körpers ist übrigens uralt. Schon die ägyptischen Pharaonen glaubten, dass es sehr wichtig sei, den Körper nach dessen Tode Jahrhunderte hindurch unversehrt zu erhalten. Wenn nach Ablauf dieser Zeit die Seele des Pharao aus den himmlischen Gärten auf die Erde zurückkehrt, um erneut zu inkarnieren, dann kommt es darauf an, wie gut sein einstiger Leib erhalten blieb. Blieb er unbeschädigt, dann wird er wieder Pharao sein, wenn nicht, dann eben nicht.

An eine Zukunft für den Körper nach dessen Ableben glaube ich nicht, wozu auch? Nach meiner Erkenntnis ist der Körper nur ein Werkzeug für den Geist im Irdischen und nicht ein Teil des ICH, des Menschen. Wenn ein Werkzeug nicht mehr gebraucht wird, wird es weggelegt, und das ist völlig ok. Bei einer eventuellen Wiedergeburt, sollte diese erforderlich werden, kriegt man dann ein neues Werkzeug, einen neuen Körper.

Der Körper ist wie ein Mantel, den man anzieht, wenn man das Haus verläßt, und den man wieder ablegt, wenn man zurückkommt.
Burkl hat folgendes geschrieben:

Dass das ganze menschliche Leben absurd wäre, wenn unsere letzte Bestimmung wäre, Nahrung für Mikroorganismen und Insekten zu sein.


Hallo,
keineswegs absurd, physisch-materiell-bilogisch ist so das Leben eingerichtet, die Funktion des Lebens. Ständiger Kreislauf von Mineralien, Wasser, Kohlenstoff, Sauerstoff und Stickstoff, in Gang gehalten durch Sonnenenergie und Photosynthese.

Auf der Intelektuell- und Informationsebene haben wir als Menschen ( und evtl. einige Affenarten, Elefanten und Wale, beonders Orcas ) die Chance unsere Erfahrungen, erlerntes, ererbtes und erarbeitetes Wissen, Hoffnungen und Träume an die nächsten Generationen weiterzugeben, direkt an eigene Kinder, als Lehrer, Ausbilder, und via Büchern und Texten weit in die Zukunft.

Lehrer und Ausbilder nicht nur in Schule und Beruf, sondern auch der Werkstattleiter im Eisenbahnmodellclub, Bergwachtjugendleiter, Kinderchordiregent, Sportrainer usw. auch Organisatoren von Bahai-Sommerschulen gehören dazu.