Extreme Angst vor dem Tod


Monaliesa hat folgendes geschrieben:
und ihm wurde klar, dass er früher oder später auch ein Teil dieser Erde sein würde, die wiederum den Baum und neuen Blättern das Leben ermöglichte.
Sanft landete er und blieb mit diesem Bewusstsein friedlich liegen.


Teil eines Komposthaufens zu werden als Lebensziel?
Moin

Aus biologischer Sicht macht die Geschichte tatsächlich Sinn, ich finde sie sogar schön und beruhigend.
Mir gefällt der Gedanke ein kleiner vergänglicher Teil von einem grossen geheimnisvollen Universum zu sein.
Die Geschichte ist natürlich nur dann schön wenn man eine Sicht auf diese Welt zulässt, die nicht auf ein Jenseits ausgerichtet ist in welchem eine unsterbliche Seele bis in alle Ewigkeit weiterexistiert.

Es ist nicht jedem gegeben sich als unsterbliche Seele zu betrachten die sich auf den Weg zu einer göttlichen Instanz macht.

Wenn man ein bischen die Natur betrachtet und sich als Teil des Universums sieht, hat der Gedanke mit dem eigenen Ableben Teil der Natur zu bleiben, etwas sehr tröstliches.

Komposthaufen ist eine menschliche Einrichtung um Müll zu entsorgen, der Vergleich ist aber unpassend weil das nur die Idee von einer vergänglichen Existenz abwerten soll.

Religiöse Konzepte sind häufig viel unlogischer und passen viel weniger zu dem was wir in der Natur beobachten können.

Wenn man genau hinschaut, stellt man fest dass wir in einer Welt leben in der sich alles gegenseitig verdaut.
Ersetze verdauen oder verrotten durch umwandeln und schon bekommt die Geschichte eine spirituelle Komponente die sogar für Atheisten und Agnostiker greifbar und interessant wird...

LG
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https://youtu.be/f2ROFnA4HRA
Grubi hat folgendes geschrieben:

Komposthaufen ist eine menschliche Einrichtung um Müll zu entsorgen, der Vergleich ist aber unpassend weil das nur die Idee von einer vergänglichen Existenz abwerten soll.


Die scharfe Formulierung soll zeigen, dass das Fehlen einer übernatürlichen Perspektive letztlich menschenunwürdig ist. Der Tod ist rein natürlich betrachtet überhaupt nichts Schönes und Erstrebenswertes, egal wieviel Schichten Augenauswischerei und romantischer Schwärmerei man auch darüberlegt. Die Wirklichkeit ist anders.

"Binnen kurzem - Jahre, Tage? - wirst du ein Haufen stinkendes Aas sein: Würmer, übelriechende Flüssigkeiten, schmutzige Lumpen des Leichentuches..., und niemand auf der Erde wird sich an dich erinnern."

"Siehst du, wie sich die Leiche des teuren Menschen in stinkende Fäulnis auflöst? - Das also ist der schöne Leib! - Betrachte das und ziehe deine Schlüsse daraus."

Hl. Josefmaria Escrivá, Der Weg Nr. 601, 741
Burkl hat folgendes geschrieben:
Grubi hat folgendes geschrieben:

Komposthaufen ist eine menschliche Einrichtung um Müll zu entsorgen, der Vergleich ist aber unpassend weil das nur die Idee von einer vergänglichen Existenz abwerten soll.


Die scharfe Formulierung soll zeigen, dass das Fehlen einer übernatürlichen Perspektive letztlich menschenunwürdig ist. Der Tod ist rein natürlich betrachtet überhaupt nichts Schönes und Erstrebenswertes, egal wieviel Schichten Augenauswischerei und romantischer Schwärmerei man auch darüberlegt. Die Wirklichkeit ist anders.

Der Tod ist ein natürlicher Prozess. Was wir da rein interpretieren, dass obliegt jedem selbst. Warum es menschenunwürdig ist, den Tod ohne übernatürliche Perspektive zu betrachten, verstehe ich nicht, muss ich wohl auch nicht. Vielmehr finde ich es fast schon belustigend, was wir Menschen aus dem Ungewissen machen. Aber das haben wir schon immer so gehalten, für etwas, das unseren Horizont (noch) übersteigt, eine übernatürliche Erklärung zu finden.
luschn hat folgendes geschrieben:
Aber das haben wir schon immer so gehalten, für etwas, das unseren Horizont (noch) übersteigt, eine übernatürliche Erklärung zu finden.


Die medizinischen Ursachen für den Tod und die chemischen Zerfallsprozesse der Leiche und auch der biologische Sinn des Todes in der Ökologie und der Evolution sind umfassend erforscht. Was sollte es da noch zu erforschen geben, das grundsätzliche neue Erkenntnisse bringen könnte?
Nene Burkel, die Sicht die ich dir nun alternativ angeboten habe ist für nicht wenige Menschen sehr tröstlich.
Dass du nun einen Wortschwall von wiederlichen Umständen darüber ausgiessen musst war aber absehbar, weil es nicht in dein Konzept passt.
Die Androhung von Höllenqualen im Falle eines nicht ganz so gottesfürchtigen Lebens ist menschenunwürdig und eher als plumper Missionsversuch zu werten.

Ich biete an dem Tod den Schrecken zu nehmen indem wir uns als Teil eines grossen Ganzen betrachten.

Dein Gotteskonzept mit dem ewigen Leben wird auch in dieser Sichtweise unterzubringen sein, wenn du die Sache mit etwas Wohlwollen betrachtest...
Aber das müsstest du dir selbst erarbeiten, dass kann ich nicht vorkauen

LG
Grubi hat folgendes geschrieben:

Ich biete an dem Tod den Schrecken zu nehmen indem wir uns als Teil eines grossen Ganzen betrachten.


Papa wo ist die Oma jetzt?

Tot. Aber weine nicht, das ist Teil des großen Ganzen. Siehst du den Kastanienbaum dort? Der wird jetzt durch sie guten Humus erhalten und nächsten Herbst, wenn du die Kastanien sammelst, hast du dann die Oma wieder.
Burkl hat folgendes geschrieben:
luschn hat folgendes geschrieben:
Aber das haben wir schon immer so gehalten, für etwas, das unseren Horizont (noch) übersteigt, eine übernatürliche Erklärung zu finden.


Die medizinischen Ursachen für den Tod und die chemischen Zerfallsprozesse der Leiche und auch der biologische Sinn des Todes in der Ökologie und der Evolution sind umfassend erforscht. Was sollte es da noch zu erforschen geben, das grundsätzliche neue Erkenntnisse bringen könnte?


Das wurde schon erforscht? Jetzt steh ich ganz schön blöd da ... Ich behaupte einfach mal, dass du und ich wissen, dass ich mich auf die übernatürliche Perspektive, Auferstehung nach dem Tode etc. bezogen habe ...
Burkl hat folgendes geschrieben:
Grubi hat folgendes geschrieben:

Ich biete an dem Tod den Schrecken zu nehmen indem wir uns als Teil eines grossen Ganzen betrachten.


Papa wo ist die Oma jetzt?

Tot. Aber weine nicht, das ist Teil des großen Ganzen. Siehst du den Kastanienbaum dort? Der wird jetzt durch sie guten Humus erhalten und nächsten Herbst, wenn du die Kastanien sammelst, hast du dann die Oma wieder.


Klingt jedenfalls besser als: Ich glaube, Sie ist im Himmel. Aber vielleicht auch in der Hölle. Immerhin war sie Atheistin und hat nicht an Gott geglaubt. Also Kind, geh brav in die Kirche und beichte, damit zumindest deine Seele gerettet wird.
luschn hat folgendes geschrieben:
Ich behaupte einfach mal, dass du und ich wissen, dass ich mich auf die übernatürliche Perspektive, Auferstehung nach dem Tode etc. bezogen habe ...


Einstellen der Lebensfunktionen und Zerfall eines Organismus in seine chemischen Bestandteile bedeutet aus Sicht der Naturwissenschaften den irreversiblen Tod. Daran kann sich defitionsgemäß gar nichts ändern. Jetzt nicht und auch nicht in 1000 Jahren.