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Abrogation












Abrogation
aus Wikipedia

Abrogation (f., lat. abrogatio - Abschaffung) nennt man das vor allem in Koran praktizierte Verfahren, dass man widersprüchliche Aussagen in einem Korpus von autoritativen Texten dadurch beseitigt, dass man frühere Aussagen durch spätere für abrogiert, also aufgehoben, erklärt.

Abrogation im Islam (naskh)
Da der Koran von den meisten Muslimen als das ewige, unverfälschte Wort Gottes gilt, stellen offensichtliche Widersprüche im Text eine besondere Herausforderung dar. Die islamische Theologie und Rechtswissenschaft (fiqh) lösen das Problem dadurch, dass spätere Aussagen des Korans frühere, widersprechende aufheben. Da jedoch die Anordnung der Suren des Korans nicht chronologisch ist, stellen sich hierdurch besondere Probleme. Dies führt, neben den unklaren Teilen des Koran (Sure 3, Vers 7 spricht selbst davon, dass der Koran in klare und unklare Teile zerfällt), dazu, dass man Koranzitate, die zu bestimmten Zwecken zitiert werden, nicht einfach so für bindend halten kann.

Nicht alle islamischen Gruppierungen erkennen dieses Prinzip an. Nach Hazrat Mirza Ghulam Ahmad, dem Begründer Ahmadiyya, ergeben sich durch unvollständiges Verständnis des Koran scheinbar widersprüchliche Aussagen, welche nicht dadurch behoben werden dürfen, dass Teile des Korans für ungültig deklariert werden. Das widerspräche des Selbstaussage des Korans, dass er ein fehlerloses, vollkommenes Buch sei. Auch die Mu´tazila sieht den Koran nicht als ewig oder unintepretierbar an.


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