Allah


Allah
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Allah (arab. الله allāh [ɒˈɬːɒːh] „Allah, Gott (als der einzige)“), ist das arabische Wort für Gott. Manche islamische Richtungen (z. B. die Wahhabiten oder die Ahmadiyya) vertreten die Ansicht, dass es sich bei Allāh um den Eigennamen des islamischen Gottes handele. Die gängigere Interpretation geht von einer Silbenellipse beim Zusammentreffen des Artikels al (ال) und ilāh (إله Gott, Gottheit) aus, also „der Gott“, und wird auch durch den praktischen Gebrauch gestützt: Arabisch sprechende Juden und Christen verwenden Allāh (auch in der Bibel) und bei interlinearen Koranübersetzungen in islamische Sprachen (z. B. Persisch oder Turksprachen) finden sich an Stelle des Wortes Allāh die Übersetzungen chodā (خدا) oder tängri (تكرى) – bei einem Eigennamen wäre das nicht möglich.

Sprachlich ist Allah eng verwandt mit dem hebräischen El bzw. Eloha, gebräuchlicher in der formalen Pluralform Elohim. El (Eloha/Elohim) bedeutet soviel wie „Starker“, „Mächtiger“ und ist nicht der geoffenbarte Eigenname des biblischen Gottes; dieser lautet JHWH (Jahwe; 2. Mose 3,13–15). EL bzw. Elohim ist in der Bibel eine deskriptive Bezeichnung Jahwes und wird gewöhnlich mit „Gott“ übersetzt. Dieser Titel kann in der Bibel auch für Engel und sogar Menschen (2. Buch Mose, 4,16) verwandt werden. Juden differenzieren in ihrer religiösen Sprache sehr stark zwischen dem Namen Gottes JHWH und der Bezeichnung El. Das Aramäische gehört ebenfalls zur semitischen Sprachfamilie. Auch dort sagt man Alah bzw. Alaha, je nach Dialekt auch mit der Sprachfärbung Aloho, d. h. mit offenem O.

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Allah im Islam
Von 114 Suren im Koran, fangen 113 mit der Basmala an. Das Bekenntnis zu Allah als einzigem Gott, die Schahada, ist eine der fünf Säulen des Islam. Wenn Muslime von Allah sprechen, setzen sie oft „Er ist gepriesen und erhaben“ (سبحانه وتعالى subhānuhu wa ta'ālā) hinzu.

Allah (der Gott) ist der einzige nicht deskriptive Name Gottes im Islam. Die sprichwörtlich gewordenen 99 Namen Allahs sind Attribute, die aber nicht alle im Koran verankert sind. Viele von dieser Liste stammen nur aus den Hadith, die authentisch überlieferten Worte des Propheten Mohammed. Zum Beispiel das Attribut Ad-Daar(Der Verletzer/Gefährder) kommt nur im Hadith vor. Der Koran verwendet dieses Attribut nur für in Sure 58, Vers 10. Im Koran gibt es in Wirklichkeit mehr als nur 99 Attribute. Es sind ungefähr 114. Diese Liste der 99 stellen im Koran neben einer Reihe anderer Attribute daselbst die „Schönsten Namen“ (asma’ul husna) dar. Und der Muslim darf nur diese von Allah im Koran erwähnten Namen benutzen. Ausgenommen sind die "Nur Koran" Muslime. Diese behaupten, dass auch andere Attribute für Gott verwendet werden können so lange es schöne sind. Aus allen diesen im Koran erwähnten Attributen leiten sich gebräuchliche arabische Vornamen ab, z. B. neben Abdullah (Diener des Gottes) auch Abdul Hayy (Diener des Lebendigen), Abdul Madschid (Diener des Ruhmreichen) usw.

Die Eigenschaften oder theologischen Definitionen Allahs werden sowohl im Koran wie auch im Hadith gegeben. So ist die zentrale Eigenschaft die, dass er von seinen Schöpfungen autark ist. So ist Allah zeitunabhängig, Allah war vor der Zeit und er wird nach Ablauf der Zeit bleiben. Allah ist der Schöpfer der Welten jedoch ist er kein Teil der materiellen Welt. Allah hat der islamischen Definition gemäß keine Kinder, keine Partnerin ganz allgemein keine Partner noch gibt es gleichwertige Wesen. Des Weiteren ist Allah geschlechtslos, omnipräsent, allmächtig und allwissend, d. h. er weiß zu jedem Zeitpunkt was an jedem Ort geschieht, geschah und geschehen wird, sowie was geschehen könnte, wenn ein (vorhergesehenes) Ereignis nicht stattfinden würde.

Allah und Mohammed
Der Name Allah entstand nicht erst mit dem Auftreten Mohammeds. Zur Zeit Mohammeds gab es in der altarabischen Welt zahlreiche lokale Gottheiten, jeder Stamm hatte seine eigene Stammesgottheit. Hauptpunkt der Verehrung mit hunderten von Schreinen war Mekka. Da Mohammed, wie im Koran erwähnt, das Siegel der Propheten bildete (also der letzte Gottegesandte) musste er gegen die Götzendiener in seiner Heimatstadt vorgehen. Schließlich hatte er diese Aufgabe vom Schöpfer persönlich bekommen. Das von Abraham erbaute Haus, die Kaaba, musste von allen falschen Idolen und ausgedachten Gottheiten befreit werden. Jeder dieser Götter hatte seine Dämonen (Dschinns), die von den Gegengöttern und ihren Djinns bekämpft wurden. Auch gab es weibliche Göttinnen, wie z. B. Manat, al-Lat und al-Uzza. Im Koran werden diese drei falschen Göttinnen entschieden zurückgewiesen, sowie jegliche Art von „Göttern“, denn es gibt laut der islamischen Lehre keinen Gott außer Allah. Hierbei ist Allah nicht als Gegenpol zum christlichem Gottesbild zu verstehen, sondern als der eine Gott der Menschen, der nicht trinitäre. Auch soll die Botschaft, die Mohammed von Erzengel Gabriel (als Boten) übermittelt bekommen hat, keine lokale Offenbarung für die Araber sein, sondern die Verkündung der frohen Botschaft des Paradieses und eine Ermahnung an die Unheilstifter und Götzendiener auf Erden.
Allah und das Christentum
Für das Christentum stellt sich – gerade mit Blick auf den interreligiösen Dialog – die Frage, ob Allah und der Gott der Bibel identisch sind. Die Römisch-Katholische Kirche beispielsweise verabschiedete am 28. Oktober 1965 im Zuge des Zweiten Vatikanums die für alle römischen Katholiken verbindliche Schrift Nostra Aetate, in der es in Teil 3, der allerdings erst nach arabischen Protesten gegen die alleinige Ausrichtung der Erklärung auf das Judentum hinzugefügt wurde, heißt:

„Mit Hochachtung betrachtet die Kirche auch die Muslime, die den alleinigen Gott anbeten, den lebendigen und in sich seienden, barmherzigen und allmächtigen, den Schöpfer Himmels und der Erde, der zu den Menschen gesprochen hat. Sie mühen sich, auch seinen verborgenen Ratschlüssen sich mit ganzer Seele zu unterwerfen, so wie Abraham sich Gott unterworfen hat, auf den der islamische Glaube sich gerne beruft.“
Hierbei ist zu erwähnen, dass im Koran des öfteren Verse über Abraham vorkommen, da er den einen Gott erkannte und er für Allah bereit war, sein Leben zu Opfern. Hierin liegt die Klarheit des islamischen Glaubens die Abraham verkörpert, nämlich: Den Einen zu preisen und Ihm nichts beizugesellen. Über den Propheten Jesus stehen zahlreiche Verse im Koran, die aber eines klarstellen wollen: Jesus ist nicht Gottes Sohn und Allah ist nicht dreifaltig. Hierzu gibt es unter anderem drei Verse im Koran:

„[Gott zu Mohammed] Sprich: Wenn der Erbarmer ein Kind hätte, wäre ich der erste derer, die (es) anbeten. Preis sei dem Herrn der Himmel und der Erde, dem Herrn des Thrones! (Erhaben ist Er) über das, was sie da schildern. Laß sie schweifende Reden halten und ihr Spiel treiben, bis sie ihrem Tag begegnen, der ihnen angedroht ist.“
(Sure 43: „Der goldene Prunk“, Vers 81–83 in der Übersetzung von Khoury)
Nach dem islamischen Gelehrten Wilfried Hofmann könnten diese Verse als Echo auf das 1. Ökumenische Konzil in Nizäa (325 n.Chr.) verstanden werden. Dort wurde damals im Nizäischen Glaubensbekenntis formuliert, dass Jesus „wesensgleich“ mit Gott sei. Andere Kirchen äußern sich weniger klar.

Viele Christen evangelikaler Prägung lehnen die Gleichsetzung des in der Bibel sich offenbarenden Gottes und dem koranischen Allah ab. Eine der Begründungen dieser Sichtweise ist das zentrale Bekenntnis des Islam, dass Allah keinen Sohn habe. Dazu im Gegensatz – so viele evangelikale Christen – steht das Grundbekenntnis des Neuen Testaments, das Gott als den „Vater unseres Herrn Jesus Christus“ identifiziert.

Besonderheit des Wortes Allâh

Das Wort Allâh ist insofern besonders, da sich auch wenn man Buchstaben weglässt, immer sinnvolle Worte ergeben, die eine Reihe bilden:

الله Allâh = Der (eine) Gott
لله lillâh = Für den (einen) Gott
له lahu = Für IHN [Besser ES, denn Allâh hat kein Geschlecht]
ه hu = [poetisch] ER
اه ah! = Ausdruck des Erstaunens
لل lalla = Ausdruck der Trunkenheit nach Gott
Allah - wer oder was ist das?

http://www.alrahman.de/index.php?id=212
baraka allahu fiekum

wircklich vieeelen Dank! das ist sehr wichtig so etwas zu wissen!
Leider wird in den Schulen und in den Medien sehr sehr wenig darüber geredet......
Hallo miteinander,
Wenn mehr in den Schulen darüber geredet werden würde, dann würden bestimmte Missverständnisse gar nicht entstehen.

Christen sollten mehr über den Koran lernen, und Muslime mehr über die Bibel, und genauso ist es auch mit anderen Religionen.

Liebe Grüße
Er ist effektiv. Darum ist sein Name auch der Er ist.