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Die traurigen Ursachen des Krieges, Teil 2 von 2












Die traurigen Ursachen des Krieges und die
Pflicht eines Jeden, sich um Frieden zu bemühen, Teil 2 von 2


Ich heiße euch alle und jeden von euch, alles, was ihr im Herzen habt, auf
Liebe und Einigkeit zu richten. Wenn ein Kriegsgedanke kommt, so widersteht
ihm mit einem stärkeren Gedanken des Friedens. Ein Haßgedanke muß durch
einen mächtigeren Gedanken der Liebe vernichtet werden. Kriegsgedanken
zerstören alle Eintracht, Wohlfahrt, Ruhe und Freude.

Gedanken der Liebe schaffen Kameradschaftlichkeit, Frieden, Freundschaft und
Glückseligkeit.

Wenn Soldaten der Welt den Säbel ziehen, um zu töten, so schütteln die
Soldaten Gottes einander die Hände. So mag durch die Gnade Gottes, die sich
durch die reinen Herzen und aufrichtigen Seelen auswirkt, alle menschliche
Wildheit schwinden. Haltet den Frieden der Welt nicht für ein unerreichbares
Idealbild!

Nichts ist für Gottes Güte unmöglich.

Wenn ihr von ganzem Herzen Freundschaft mit allen Rassen auf Erden wünscht,
so werden sich eure Gedanken geistig und aufbauend verbreiten, sie werden
zum Wunsche anderer werden, wachsen und wachsen, bis sie alle Menschen
erreichen.

Verzweifelt nicht! Wirkt ständig! Aufrichtigkeit und Liebe werden den Haß
besiegen. Wie viel ereignet sich in diesen Tagen, das unmöglich schien!
Wendet beständig euren Blick dem Licht der Welt zu! Erzeiget allen
Liebe, "Liebe ist der Hauch des Heiligen Geistes im Menschenherzen". Fasset
Mut! Gott verläßt Seine Kinder, die streben, arbeiten und beten, nicht. Laßt
eure Herzen vom angestrengten Wunsch erfüllt sein, daß Ruhe und Einklang
diese streitende Welt umfangen mögen. So wird euer Bemühen von Erfolg
gekrönt sein und mit der allumfassenden Bruderschaft das Gottesreich in
Frieden und Wohlwollen erscheinen.

In diesem Raum sind heute Angehörige vieler Rassen, französische,
amerikanische, englische, deutsche, italienische Brüder und Schwestern, in
Freundschaft und Harmonie beisammen. Laßt diese Zusammenkunft eine Ahnung
dessen sein, was sich wahrhaftig in dieser Welt ereignen wird, wenn jedes
Gotteskind erkennt, daß sie alle Blätter "eines Baumes", Blumen "eines
Gartens", Tropfen "eines Meeres" und Söhne und Töchter "eines Vaters" sind,
dessen Name Liebe ist!


Abdu'l Baha, Ansprachen in Paris, 21. Oktober 1911
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