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Islamische Eulogie
aus Wikipedia
Islamische Eulogien (Segenswünsche) finden sich in klassischen islamischen Texten fast generell hinter bestimmten Namen, heute jedoch nur noch in muslimischen religiösen Schriften.
Die Eulogien werden heute oft abgekürzt, sie erhalten in der arabischen Schrift dann einen Überstrich, der aus technischen Gründen auch fehlen kann. Wie bei den durch westliche Konvertiten eingeführten lateinschriftlichen Varianten werden dann meist runde Klammern gesetzt.
Sallā llāhu alayhi wa-sallam(a) (صلى الله عليه وسلم) „Gott segne ihn und schenke ihm Heil!“ ist die Eulogie Muhammads. Abkürzung: صلعم, صم oder einfach ص, in Lateinschrift sas oder saws. Im Unicode-Standard gehört diese Eulogie als eigenes Zeichen (صلعم) zu den „Arabic Presentation Forms-A“ mit der Nummer FAFB. Nach Ansicht mancher sunnitischer Theologen (z.B. as-Suyūtī (1445–1505)) sind Abkürzungen bei dieser koranisch begründeten Eulogie zu vermeiden.
Alaihi s-salām(u) (عليه السلام) „Heil sei über ihm!“, dient für vormohammedanische Propheten und Engel. In alten Handschriften steht diese Formel auch hinter dem Namen von Mohammed. Abkürzung عم oder einfach ع, in Lateinschrift: a.
Radiya l-lāhu anh(u) (رضى الله عنه) „Gott habe Wohlgefallen an ihm!“ für „Prophetengenossen“ (sahaba). In alten Schriften steht die Formel oft hinter dem Namen des Verfassers eines Buches auf dem Titelblatt. Abkürzung: رضه.
Rahimahū l-lāh(u) (رحمه الله) „Möge Gott Erbarmen mit ihm haben.“ ist ein allgemeiner Segenswunsch für Verstorbene. Abkürzung: رحه.
Rahmatu 'llâh(i) 'alaihi (رحمة الله عليه) "Gottes Erbarmen mit ihm" . Die Formel ist eine Variante von Rahimahū l-lâhu. In alten arabischen Papyri und Pergamentblättern erscheint nicht selten die Form mit der sog. Tâ' at-tawîla: رحمت الله عليه.
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