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Mohammed Karikaturen












Das seh ich nicht anders
Zitat:
...und Keiner hat das Recht, über Zeitungen zu lästern, die angegriffen werden [und das nicht nur verbal... ] für Dinge, die gar nicht drinstanden...


Ja, Wu, das mag stimmen daß der Konflikt intern noch geschürt wurde. Dies ändert jedoch nichts an der Tatsache daß die Karikaturen an die Öffentlichkeit gelangt sind. Was ich jedoch am Schlimmsten finde, ist die Tatsache, daß zu einem Zeitpunkt als der Konflikt schon absehbar war, viele europäische Zeitungen die Karikatur als Zeichen der Provokation nachgedruckt haben.
Die österreichische Außenministerin hat es gestern in den Spätnachrichten auf den Punkt gebracht:
Zitat:
"Die Presse- und Meinungsfreiheit endet dort, wo kulturelle oder religiöse Gefühle verletzt werden. Diese Freiheit ist ein hohes Gut, bedingt jedoch ein großes Maß an Verantwortung und Einfühlungsvermögen...."

Und genau dieses Verantwortungsbewußtsein vermisse ich bei diesen Herausgebern...
Aber im Rahmen der Berichterstattung ist es denke ich durchaus Ok diese zu zeigen. Aber auch dass muss man nicht machen.

Ich denke das beruhigt sich schon wieder. Das dauert halt jetzt ein bisschen.

Wir werden sehen.
Hallo ...

Ein paar Worte vorab zur Sachlage:

Zum einen steht die "bildliche Darstellung Mohammeds" in der Kritik. Mal abgesehen davon, dass dies wohl nur für besonders streng Gläubige gelten dürfte (in Anlehnung an das "Bilderverbot"), kann allein dies wohl kein Grund für einen "gesamtislamischen Aufruhr" sein ... So wurde Mohammed auch bereits von Muslimen kunstvoll dargestellt - und dies störte niemanden ...

Dann der Vorwurf der "besonderen Art" der Darstellung. Auch hier gibt es vergleichbare Darstellungen, die bereits seit Jahrhunderten als Baudenkmal präsent sind - und kein wirklicher "Aufreger" sind.

Was bleibt dann noch? Die Karrikatur richtet sich gegen eine Gruppierung, die auch nach Ansicht der gläubigen Muslime nichts mit dem Islam zu tun hat. Das herauszustellen wäre eigentlich eine angemessene Reaktion der islamischen Gemeinschaften - und sollte dort auch zu denken geben. Nur erfolgt eine "lautstarke" Reaktion von ganz anderer Seite ... und eben in dem Stil, wie es die Karrikaturen darstellen (und diese damit nur bestätigen) ...

Wenn es innerhalb des Islam nicht gelingt, das prägende Bild einiger Weniger in das "Bild der Masse" zu wandeln, wird es jeder gläubiger Muslim und jede gläubige Muslima zunehmend schwieriger haben, den eigenen Glauben als das darzustellen, was er eigentlich darstellt, was ihn ausmacht - mit allen negativen Folgen, die damit zusammenhängen.

Ich kann mich noch gut an die Vorfälle nach dem 11. September erinnern. In derem Nachgang habe ich zwei wunderbare muslimische Freundinnen verloren, die dem äußeren Druck nicht mehr standhalten konnten ... Mir sind Vorfälle bekannt, die wirklich ungeheuerlich waren - und die Leidtragenen waren immer ganz besondere Menschen ... Ich kann mich noch gut erinnern, wie schwer es mitunter war, den Islam als Religion des Friedens (Islam=Frieden) zu verteidigen ...

Was kann man tun? In meinen Augen gilt es jedem Muslim und jeder Muslima den Rücken zu stärken - und ihm/ihr mehr denn je zur Seite zu stehen. Die Lösung des Konflikts sehe ich aber allein innerhalb des Islams selbst. Ich hoffe sehr, dass man irgendwann erkennt, dass es nicht der Islam ist, der hier in der (in meinen Augen berechtigten) Kritik steht - und das die eigentlich Leidtragenden fundamentalistischer Gewalt die Gläubigen der eigenen Religion sind ...

Grüße
Thomas - Webarche
Zitat:
Ja, Wu, das mag stimmen daß der Konflikt intern noch geschürt wurde.

Nein, Mukunda, das ist nicht so - da war zuerst mal kein Konflikt. Eine kleine dänische Zeitung hat einen - zugegeben unbeholfenen und wenig intelligenten - Versuch gemacht, zu einem Gespräch über Vorstellungen vom Islam zu kommen. Dann haben Muslime monatelang Material gesammelt und aus irgendwelchen obskuren Quellen ergänzt [will noch gar nicht unterstellen 'selbst gefälscht'], um dann damit eine Propagandatour zu unternehmen, bei der bewusst gelogen und die Atmosphäre in Dänemark, naja, zumindest höchst einseitig dargestellt wurde - und das schon bevor die Karikaturen in Norwegen und Frankreich nachgedruckt wurden. Das ist kein Mangel an Verantwortungsbewusstsein, das ist blanke Lüge, Betrug und bewusste Verhetzung - und dafür verlangt man von den damit überhaupt nicht befassten Regierungen dann fußfällige Entschuldigungen - die sind in diesem Fall Opfer, nicht Täter.

Wenn ich daran denke, dass seit Jahren 'im Namen Allahs' entführt, erschossen, geköpft wird, Häuser, Züge, Schiffe in die Luft gesprengt werden etc. pp - und da die einfache Feststellung genügt, dass das eben 'keine wirklichen' Muslime seien, und wenn man sich damit nicht begnügt, man sofort in eine Ecke mit Nazis und Kriegstreibern gestellt wird - beleidigen die Terroristen den Propheten und Allah nicht mehr als alle Karikaturisten der Welt zusammen Wo sind da die Proteste, die Massendemonstrationen, die Ausschreitungen und Drohungen Da darf man schon froh und glücklich sein, wenn irgendwo ein fortschrittlicher Imam sich aufrafft, seinen Schäflein zu erklären, dass Terrorismus nichts mit dem heiligen Krieg zu tun hat und sie doch bitte erwägen sollten, vielleicht die Polizei zu verständigen, wenn ihnen so etwas zu Ohren käme (warum ist das eigentlich notwendig, wenn Terrorismus im Islam so allgemein verurteilt wird und der Jihad so völlig friedlich ist wie hier immer behauptet?). Warum gibt es da keine Forderungen, dass Regierungen sich entschuldigen sollten
Und warum entschuldigt sich jetzt keine Regierung dafür, dass ihre Polizisten untätig zusehen, wenn Botschaften und Kulturzentren abgefackelt werden, weil die Menschen aufgehetzt sind auf Grund von zumindest teilweise erlogenen Behauptungen
Ich weiß dass das alles nicht schön klingt, aber diese Art von Doppelmoral steht mir schön langsam bis zum Hals...
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