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Qibla
aus Wikipedia
Die Qibla (arabisch: قبلة) (in manchen Sprachen, wie z.B. der malaischen, Kiblat geschrieben) ist die vom Koran vorgeschriebene Gebetsrichtung der Muslime zur Kaaba in Mekka, dem höchsten Heiligtum des Islam, wo immer sich der Gläubige auf der Erde befinden mag.
Dieser Umstand trug maßgeblich dazu bei, dass sich die Araber früh und intensiv mit Astronomie und Himmelsmechanik beschäftigten.
In muslimisch geprägten Ländern ist oftmals (z.B. in Hotels) an der Zimmerdecke der Qibla-Pfeil in grün zu finden.
Im Gegensatz zu den orthodoxen Muslimen (Sunniten und Schiiten) beten die Aleviten, da sie auch kein Pflichtgebet kennen, nicht in Richtung der Qibla.
Geschichte
In der Anfangszeit des Islam beteten die Muslime in Richtung auf Jerusalem. Die Überlieferungen in der Prophetenbiographie geben keine eindeutigen Auskünfte über die Gebetsrichtung des Propheten vor seiner Auswanderung nach Medina. Einigen Berichten zufolge beteten er und seine Anhänger in Richtung Jerusalem; andere Überlieferungen treten vermittelnd ein und besagen, Mohammed habe zwar in Richtung Jerusalem gebetet, aber dabei die Ka'ba in dieser Richtung mitberücksichtigt. Nach der Hidschra, der Auswanderung Mohammeds und seiner Gefährten (sahaba) nach Medina, betete die islamische Gemeinschaft in Richtung Jerusalem; die Berücksichtigung der Ka'ba war hierbei -schon aufgrund der geographischen Lage - nicht möglich. Erst im zweiten Jahr nach der Hidschra, wahrscheinlich 16-17 Monate nach der Auswanderung aus Mekka - änderte Mohammed die Gebetsrichtung auf die Kaaba in Mekka, eine historische Entscheidung, die auch in der Offenbarung nachzulesen ist. In Sure 2,144 heißt es:
„Wir sehen, daß du unschlüssig bist, wohin am Himmel du dich (beim Gebet) mit dem Gesicht wenden sollst. Darum wollen wir dich (jetzt) in eine Gebetsrichtung weisen, mit der du gern einverstanden sein wirst: Wende dein Gesicht in Richtung der heiligen Kultstätte (in Mekka)!“ - im arab. al-masgid al-haram'': المسجد الحرام.
Damit hat Mohammed seinen uneingeschränkten Anspruch auf das vorislamische Ka'ba-Heiligtum, dessen Erbauer nach der islamischen Lehre Abraham (Ibrahim) gewesen ist, betont und den Islam als Fortsetzung und Vollendung des abrahamschen Monotheismus verstanden. Die Moschee bei Medina, wo die Änderung der Gebetsrichtung stattfand, nannte man „Moschee der beiden Qiblas“ (Masgid al-qiblatain).
Andere Verwendungen
Die Qibla hat auch in anderen Lebensbereichen der Muslime eine Bedeutung, denn man spricht neben dem Gebet auch die Fürbitte (du'a) in Richtung Mekka. Das Schlachten von Tieren, nicht nur von Opfertieren, erfolgt ebenfalls in Richtung Mekka. Muslimische Gräber sind so ausgerichtet, dass der Verstorbene mit dem Gesicht in Richtung der Qibla ruht. In den Moscheen wird die Gebetsrichtung durch den mihrab angezeigt.
Text und Bilder dieses Beitrages basieren auf dem Artikel Qibla aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und stehen unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
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