Warum hassen wir? Aus Wut? Aus Trauer?


Und nun gehen wir ein mal einen Schritt weiter in diesem Beispiel und fragen anders:

Was hassen wir denn wirklich?

Es ist nicht der Mensch den wir in solch Situationen hassen - denn den lieben wir ja. Es ist die Situation die uns wütend macht; es ist unsere Begierde die nicht mehr erfüllt wird - wir wollen ja den Partner den wir lieben an unserer Seite sehen; was aber just in diesem Moment nicht mehr möglich scheint.
Wir hassen auch hier nicht, denn wir sehnen uns nur danach das unser Verlangen gestillt wird. Würden wir dies alles nicht tun... es wäre uns gleichgültig ob der Partner geht oder nicht.

De facto: Es gibt diesen "Hass" also gar nicht.
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Lieben Gruss
Gaby
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Zitat:
jw MAa.t xai.tw r-HA.t =k
mAa.t r-Hna =k
Nun, lieber der_Ding,
wenn man sieht das hinter dem Hass/Wut-Gefühl, das eigene Verlangen, die Begierde nach irgendwas schreit was man nicht hat, nicht bekommt oder ähnliches... dann sieht man im Grunde auch was man liebt. Und... es ist durchaus überall anzuwenden.
Ist Hass dann eine Übersteigerte Liebe zu sich selbst? Man konzentriert sich mehr auf das eigene Wohlbefinden und nicht das der anderen? Kann die eigenliebe so groß sein, daß sie sich in negativen Eigenschaften äußert, die wiederum anderen schadet. Man liebt nur sich selbst und denkt nur an sich?

Liebe zu sich selbst ist auch eine Art Liebe, wenn auch nicht immer die Beste.
Hallo und guten Abend Matthias

ja - ein ganz klares 'ja'; von meiner Seite aus.
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Lieben Gruss
Gaby
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Zitat:
jw MAa.t xai.tw r-HA.t =k
mAa.t r-Hna =k
Ich hab' mir darüber noch keine allzuvielen Gedanken gemacht.

Mir gehen nur manchmal so Gedanken durch den Kopf, wie: Ist das, was hier besprochen wird, wirklich Liebe oder Anhaftung?; Bist Du Dir wirklich sicher, dass man das Modell auf alles anwenden kann?; Soll ich mir auf mein Brötchen Nutella oder Marmelade schmieren?;...


Naja - vielleicht bin ich morgen etwas gesprächsbereiter.





Liebe Grüße
Zitat:
Liebe zu sich selbst ist auch eine Art Liebe, wenn auch nicht immer die Beste.

Weisst Du, ich denke... niemand wird sich, in dem moment wo er scheinbar hasst, wirklich selbst lieben.. In dem Moment zählt eher auch wieder nur das Ego - seinen wütenden Gefühlen eben freien Lauf zu lassen. Mittlerweile haben sich die Menschen schon so sehr an diese Art von Gefühle gewöhnt, das sie kaum mehr sehen was dahinter liegt. Man fühlt sich hie und da gekränkt; horcht aber nicht oder nur selten in sich hinein.
Ich bin der festen Überzeugung, das absolut niemand tatsächlich und wahrhaftig hassen kann.
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Lieben Gruss
Gaby
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Zitat:
jw MAa.t xai.tw r-HA.t =k
mAa.t r-Hna =k
Zitat:
Nun, lieber der_Ding,
wenn man sieht das hinter dem Hass/Wut-Gefühl, das eigene Verlangen, die Begierde nach irgendwas schreit was man nicht hat, nicht bekommt oder ähnliches... dann sieht man im Grunde auch was man liebt. Und... es ist durchaus überall anzuwenden.


Wenn man allerdings jemanden hasst, weil man etwas bekommt, was man nicht will - z.B. Schläge - dann hat das nichts mit 'Verlangen' zu tun.

Was will die Person, welche geschlagen wird?
Doch, dem Verlangen nach Liebe *gg*
Hmm - könnte sein...

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Ich bin zwar momentan ziemlich verplant(ugs.), aber ich frag' trotzdem:

Warum kann ich nicht 'wirklich' hassen? Warum muss Hass zwangsläufig eine Form von Liebe sein? Und...ne - mehr Fragen hab' ich grad eigentlich nicht...
Ich sehe den Hass eher als Ausdruck eines Art Hilfeschrei, lieber der_ding.
Der Hilferuf nach Verständnis, nach Zuneigung, nach Liebe, nach Aufmerksamkeit.. es gibt unendlich viele Dinge die dem Menschen fehlen, wonach er immer wieder schreit - nicht nur Situationsbedingt; ganz allgemein und umfassend gesehen - der Mangel an Liebe. Ihm dürstet danach.