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Salam












Salam
aus Wikipedia

Salam (arabisch: سلام salām) ist das arabische Wort für Frieden. Es basiert auf den in den semitischen Sprachen bedeutungstragenden Konsonanten s-l-m, welche auch die Wurzel der Worte Islam und des hebräischen Wortes Schalom ist. Shlomo ist die assyrische Entsprechung zu Salam.

Islam und Salam

Das Wort salām kommt im Koran zweiundvierzig mal in der Bedeutung von Frieden,Heil,Heilsgruß u.ä. vor, ohne die Konnotation mit dem Begriff islam. In Sure 59, Vers 23 wird Gott mit diesem Wort charakterisiert:

"Er ist Gott, außer dem es keinen Gott gibt. Er ist der hochheilige König, das Heil (salām)..."
Nach Auffassung von klassischen muslimischen Rechtsgelehrten ist Frieden mit Nicht-Muslimen de jure nicht möglich, sondern nur unter Muslimen (siehe auch Dar ul-Harb). Eine Ausnahme bilden die islamrechtlich geregelten Kontakte zu Nicht-Muslimen, d.h. zu den sog. "Schriftbesitzern", Christen, Juden, die als Schutzbefohlene Dhimmi- mit den riern (madschus) zusammen - mit eingeschränktem Rechtsstatus die Herrschaft der Muslime akzeptieren.

Friedensverträge, zwischenstaatliche Vereinbarungen arabisch-islamischer Länder mit anderen Ländern sind nach islamrechtlichen Normen auch in der Moderne lediglich zur Wahrung des Gemeinwohls (maslaha)der islamischen Gesellschaften möglich.

Der Begriff islām dagegen, ebenfalls aus dem Konsonantenbestand s - l - m als Nomen abgeleitet, bezeichnet die Religion "Islam" in dessen ursprünglich verstandener Bedeutung als die "Ergebung an Gott". In diesem Sinne interpretieren den Begriff sowohl die klassischen Koranexegeten in der tafsir-Literatur als auch zeitgenössische muslimische Denker; als Erklärung wird oft der Begriff "Gehorsam" (tā'a) Gott gegenüber verwendet. "Islam" als Terminus für die Bezeichnung der islamischen Religion wird in dem spätmedinensischen Koranvers verwendet:

"Heute habe ich euch eure Religion (din) vervollständigt und meine Gnade an euch vollendet, und ich bin damit zufrieden, daß ihr den Islam (al-islām) als Religion (din) habt." (Sure 5, Vers 3)
An der entsprechenden Stelle: ورضيت لكم الاسلام دينا

Die arabische Lexikographie bestätigt, daß das Verb "aslama" = er trat in (den Zustand) des Friedens ein bedeutet: dakhala fi-s-silm; bei den Koranexegeten - wie erwähnt - heißt "silm" (und nicht salām!) auch "tā'a", d.h. Gehorsam (gegenüber Gott). Eine kausative Funktion des Verbs "aslama" (im IV. Stamm) im Sinne von "Frieden schaffen" ist bei den Lexikographen nicht nachweisbar. Entsprechend ist ein Muslim (Partizip aktiv des Verbs aslama) kein Friedenstifter, sondern ein dem einzigen Gott ergebener Mensch. Der Koran bezeichnet schon Abraham / Ibrahim in diesem Sinne:

"Abraham war weder Jude noch Christ. Er war vielmehr ein (Gott) ergebener Hanif (hanifan musliman), und kein Heide." (Sure 3, Vers 67) - wobei der koranische Begriff "hanif" für den Gott ergebenen Monotheisten steht.
In mehreren Sendschreiben, die Mohammed an die arabischen Stämme der Arabischen Halbinsel richtete und deren Authentizität von der Forschung nicht angezweifelt wird, steht die Aufforderung: "nimm den Islam an /Var. unterwerfe dich (dem einzigen) Gott (aslim!- Imperativ von aslama), so wirst du unversehrt sein (taslam). Weder das Verb "aslama" noch die Nominalform "islam" kann im Sinne von "Frieden stiften" oder gar als "Frieden" interpretiert werden.

Text und Bilder dieses Beitrages basieren auf dem Artikel Salam aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und stehen unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
Salām als Begrüßungsformel
Salām wird in der Formel: as-salāmu ʿalaikum (السلام عليكم) ("Frieden auf Euch!") als traditioneller Gruß unter Muslimen - stets in der Pluralform, also nie Friede sei mit dir! - gebraucht. Die traditionelle Antwort darauf ist wa ʿalaikumu s-salām (وعليكم السلام) ("Und auf euch Frieden!"). Sowohl die Sunna des Propheten Mohammed als auch die Rechtswerke, in denen der Umgang mit Nicht-Muslimen geregelt sind, bringen klar zum Ausdruck, dass die Begrüßungsformel ausschließlich unter Muslimen gebräuchlich ist. So läßt man in einem Hadith den Propheten sprechen: "wenn die Schriftbesitzer euch grüssen (sallama 'alaikum ahlu 'l-kitāb), dann erwidert: '(wa)-'alaikum' " - d.h. man benutzt gegenüber einem Nicht-Muslim das Wort Salām als Wunsch in einer Grußform nicht. An dieser Stelle erlaubt sich die Hadith-Literatur sogar ein eindrucksvolles Wortspiel; der Gruß eines Nicht-Muslims kann auch - nach einem anderen Prophetenspruch - mit den Worten erwidert werden: wa-s-sāmu (anstatt as-salāmu) 'alaikum - wobei das Wort "sām" die Bedeutung von "schneller Tod" hat. Solche Traditionen als Prophetensprüche verzeichnen die als Sahih qualifizierten Hadith-Sammlungen mehrfach.

Diese Ansicht ist unter religiösen Muslimen heute noch - in Wort und Schrift - verbreitet. Andere halten sich dagegen an Sure 4, Vers 86:

"Und wenn euch ein Gruß entboten wird, dann grüßt mit einem schöneren zurück oder erwidert ihn (in derselben Weise, in der er euch entboten worden ist! Gott rechnet über alles ab."
Die Koranexegese beschränkt diese koranische Aufforderung allerdings nur auf den Umgang der Muslime miteinander und versteht unter dem "schöneren" die Ergänzung des Grußes mit "und Gottes Erbarmen" (wa-rahmatu 'llah). In der Grußerwiderung oft auch: "Und auf euch (sei) Frieden und Gottes Erbarmen und sein Segen" : وعليكم السلام ورحمة الله وبركاته .
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