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Schura (Islam)












Schura (Islam)
aus Wikipedia

Schura, arabisch: شُورَى, heißt wörtlich etwa "Beratung" und gilt traditionell als Grundprinzip guter islamischer Herrschaft. Schura als Regierungsprinzip wird im Koran (42:38) erwähnt.

Schura ist nicht mit Demokratie zu verwechseln und entspricht wohl am ehesten der Praxis, wie sie auch die "guten" römischen Adoptivkaiser betrieben. Eine Konzession an moderne Verhältnisse ist die formale Einrichtung einer festen beratenden Körperschaft, meist Madschlis asch-Schura genannt. In guten traditionellen muslimischen Gemeinschaften konnte oft jeder erwachsene Muslim den Herrscher direkt ansprechen und ihm bei Gelegenheit sein Anliegen unterbreiten.

Die Praxis sah und sieht aber oft anders aus. Die Kalifen der Abbasiden lebten in Abgeschiedenheit vom Volk und viele muslimische Herrscher regierten und regieren despotisch.

Aber noch König Abd al-Aziz al Saud ließ sich noch von Untertanen mit ya Abd al-Aziz ansprechen, ein Verhalten, das etwa für europäische Herrscher lange undenkbar war. Königin Elisabeth II. darf bis heute nicht zuerst von einem Untertanen angesprochen werden, wenn sie an der Menge vorbeiläuft. Ebenso der Papst, was Boris Becker einst in peinlichster Weise ignorierte.

Schura ist außerdem ein eingemeindeter Stadtteil von Trossingen.

Text und Bilder dieses Beitrages basieren auf dem Artikel Schura aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und stehen unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
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