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Verborgener Imam
aus Wikipedia
Der Verborgene Imam ist eine der zentralen Gestalten der imamitischen Schiiten. Er gilt als das eigentliche Oberhaupt der Imamiten und soll dereinst zurückkommen und die Welt retten. Er gilt den Imamiten als der Mahdi, das heißt der Erlöser, und ist eine typische messianische Gestalt.
Die Imamiten kennen zwölf Imame, deren letzter, Muhammad al-Mahdi, der verborgene Imam ist und nie in Erscheinung trat und nach dem Glauben der Imamiten im Verborgenen weiterlebt. Der letzte Imam soll über vier Generationen hinweg noch über Botschafter mit der Gemeinde Kontakt gehalten haben - diese Zeit nennen die Schiiten die "kleine Abwesenheit" (al-ghaiba as-sughra). Im Jahre 941 christlicher Zeitrechnung habe er sich gänzlich zurückgezogen, seit dem dauert die Periode der "großen Abwesenheit" (al-ghaiba al-kubra) an. Den Imamen wird Unfehlbarkeit, Allwissenheit und die Fähigkeit, Wunder zu verüben, zugeschrieben. Ein zentraler Bestandteil der schiitischen Lehre ist der Glaube an die Wiederkehr des verborgenen Imams als Retter (Mahdi) und Erneuerer des Islams, der Mohammeds Werk vollenden soll.
Die Verfassung des Staats Iran von 1979 nennt den zwölften Imam gar als eigentliches Staatsoberhaupt. Der Klerus herrscht nach dieser Auffassung nur in Stellvertretung des zwölften Imans bis zu dessen Wiederkehr aus der Verborgenheit. Diese stellvertretende Herrschaft des Klerus nennt man auf persisch "Wilayat-e Faqih". Das Konzept geht im wesentlichen auf Ayatollah Khomeini zurück und bildet die Legitimation des theokratischen Elements in der Verfassung des heutigen Iran. Anderen Muslimen gilt diese starke Verehrung des Mahdi oft als unorthodox.
Die Ismailiten kennen je nach Richtung sieben oder mehr, und die Zaiditen fünf Imame, wobei die ersten vier jeweils übereinstimmen
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