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Sukzessionslinien
In der Römisch-Katholischen Kirche gibt es derzeit noch fünf Sukzessionslinien, von welchen die Linie des Kardinals Scipione Rebiba die am stärksten vertretene ist. Benannt sind die Linien nach den Konsekratoren, welche am Anfang der Linie stehen.
Rovere (Nach Giuliano della Rovere, Papst Julius II., bis 1479/1483)
Rebiba (bis 1541)
Uchański (Nach Jakub Uchański Erzbischof von Gnesen und Primas von Polen, bis 1552)
von Bodman (Nach Johannes Wolfgang von Bodman Weihbischof von Konstanz bis 1686)
de Bovet (Nach François de Bovet Erzbischof von Toulouse bis 1689)
Darüber hinaus gibt es innerhalb der römisch-katholischen Kirche einige Bischöfe, die ihre Sukzessionswurzeln in den Linien der östlichen Kirchen haben. Diese Bischöfe sind überwiegend in den den Episkopaten der mit Rom unierten Kirchen zu finden. Einige Beispiele:
Bischof Francis Dean Alleyne (ein Bischof im lateinischen Ritus, der in chaldeischer Sukzessionslinie steht)
Bishof Joseph Trân Xuân Tiéu ein Bischof im lateinischen Ritus, der in maronitischer Sukzessionslinie steht)
Nasrallah Pierre Kardinal Sfeir (Patriarch von Antiochia - Maroniten) - maronitische Linie
Gregorios III. (Loutfi) Laham (Patriarch von Antiochia - Melkitische Griechisch-Katholische Kirche) - melkitische Linie
Emmanuel III (Emmanuel-Karim) Delly (Patriarch der Chaldäisch-Katholischen Kirche) - chaldeische Linie
Ignace Pierre VIII (Grégoire) Abdel-Ahad (Patriarch von Antiochia) - Syrisch-katholische Kirche) - syrische Linie
Lubomyr Kardinal Husar (Großerzbischof von Lemberg - Ukrainische Griechisch-Katholische Kirche) - ukrainische Linie
Wie aber konnte es geschehen, dass nur noch diese Linien existieren? Die Antwort ist recht einfach. Für gewöhnlich empfing ein an der Kurie tätiger Bischof seine Weihe von einem Kurienkardinal oder vom Papst selbst. Er selbst war dann oftmals Konsekrator von Missionsbischöfen, welche wiederum in der "Mission" neue Bischöfe weihten. Dies erklärt die Sukzessionsfolge für Afrika, Asien und Amerika. Was ist aber mit Europa? Hier galt es als besonderes Privileg vom Papst geweiht zu werden, welcher selbst aber für gewöhnlich vor seinem Pontifikat ein Kuriale war und seine Weihe von einem Kurienkardinal oder einem Vorgängerpapst empfangen hatte. Von diesen Bischöfen aus verbreitete sich dann die Linie weiter. Ein Beispiel: Der Kölner Erzbischof Clemens August I. von Bayern ließ sich vom Papst zum Bischof weihen. Alle von ihm geweihten Bischöfe standen also automatisch in der Rebibalinie. Andere Linien starben im Verlauf der Reformation oder der Säkularisation aus, da es in diesen Jahren kaum noch Bischofsweihen gab. Die Bischöfe aber, welche geweiht wurden, hatten vor allem Konsekratoren der Rebibalinie.
Die von von Bodmanlinie stirbt gerade aus, da alle ihr noch angehörenden Bischöfe selbst nicht geweiht haben. Sie waren zwar Mitkonsekratoren, niemals aber Hauptkonsekratoren. Sie war vor allem in den Niederlanden und den Asienmissionen vertreten.
Die Uchańskilinie ist vor allem in Polen zu finden. Ihr bekanntester Vertreter war Papst Pius XI.
Die Roverelinie findet sich heute vor allem in Frankreich.
Die de Bovetlinie war vor allem in der Chinamission zu finden. Möglicherweise ist sie bereits abgeschlossen, wenn sie nicht in der dortigen Untergrundkirche weiterlebt.
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Sukzessionsliste der Päpste Johannes Paul II. und Benedikt XVI.
Johannes Paul II.
Papst Karol Józef Wojtyła † (1958)
Erzbischof Eugeniusz Baziak † (1933)
Erzbischof Bolesław Twardowski † (1919)
Erzbischof Hl. Józef Bilczewski † (1901)
Jan Kardinal Puzyna de Kosielsko † (1886)
Mieczysław Halka Kardinal Ledóchowski † (1861)
Camillo Kardinal Di Pietro † (1839)
Chiarissimo Kardinal Falconieri Mellini † (1826)
Papst Annibale Francesco Clemente Melchiore Girolamo Nicola della Genga † (1794)
Henry Benedict Mary Clement Kardinal Stuart of York † (1758)
Benedikt XVI.
Papst Joseph Ratzinger (1977)
Bischof Josef Stangl † (1957)
Erzbischof Josef Schneider † (1955)
Joseph Kardinal Wendel † (1941)
Bischof Ludwig Sebastian † (1917)
Erzbischof Johann Jakob von Hauck † (1912)
Bischof Ferdinand von Schlör † (1898)
Erzbischof Joseph von Schork † (1891)
Erzbischof Franz Joseph von Stein † (1879)
Erzbischof Friedrich von Schreiber † (1875)
Erzbischof Gregor (Leonhard Andreas) von Scherr, O.S.B. † (1856)
Antonio Saverio Kardinal De Luca † (1845)
Giacomo Filippo Kardinal Fransoni † (1822)
Pietro Francesco Kardinal Galeffi † (1819)
Alessandro Kardinal Mattei † (1777)
Bernardino Kardinal Giraud † (1767)
Henry Benedict Mary Clement Kardinal Stuart of York † (1758)
Gemeinsame Sukzessionswurzel in Kardinal Rebiba
Henry Benedict Mary Clement Kardinal Stuart of York † (1758)
Papst Carlo della Torre Rezzonico † (1743)
Papst Prospero Lorenzo Lambertini † (1724)
Papst Pietro Francesco (Vincenzo Maria) Orsini de Gravina, O.P. † (1675)
Paluzzo Kardinal Paluzzi Altieri Degli Albertoni † (1666)
Ulderico Kardinal Carpegna † (1630)
Luigi Kardinal Caetani † (1622)
Ludovico Kardinal Ludovisi † (1621)
Erzbischof Galeazzo Sanvitale † (1604)
Girolamo Kardinal Bernerio, O.P. † (1586)
Giulio Antonio Kardinal Santorio † (1566)
Scipione Kardinal Rebiba †
Die Sukzessionslinien, die - wie die gemeinsame Linie der beiden Päpste über Henry Benedict Mary Clement Kardinal Stuart of York - auf Scipione Kardinal Rebiba zurückgehen, sind die in der römisch-katholischen Kirche am häufigsten belegbaren.
Doch teilt sich die Linie Rebiba bereits nach Kardinal Paluzzi Altieri Degli Albertoni. Eine Linie ist nun die oben genannte Linie Rebiba-Orsini de Gravina, die zweite Linie ist Rebiba-Carpegna. Die Linie Rebiba-Orsini teilt sich später noch einmal in die beiden Linien Orsini-Enriquez und Orsini-Rezzonico, von denen letztere heute die Hauptlinie darstellt. Zumal Carlo della Torre Rezzonico (Papst Clemens XIII.) der Konsekrator von Henry Benedict Mary Clement Kardinal Stuart of York ist.
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