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Auferstehung Jesu Christi
aus Wikipedia
Gemäß dem Neuen Testament ist Jesus von Nazareth am dritten Tag nach seinem Tod am Kreuz von Gott als erster Mensch vom Tod auferweckt worden (auferstanden). Dieses für Christen zentrale Geschehnis wird in der christlichen Terminologie als Auferstehung Jesu Christi bezeichnet, die jedes Jahr an Ostern gefeiert wird. Dem Neuen Testament nach werden, wenn Jesus wiederkommen wird, alle die an ihn Glauben ebenso auferstehen.
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Neutestamentliche Berichte
Die Berichte in den Evangelien über die Auferstehung - oder besser Auferweckung - Jesu Christi variieren in Einzelheiten, stimmen aber in den Hauptaussagen überein: Jesus Christus wurde nach seinem Tod am Kreuz noch am Freitag vor dem Sabbat im Felsengrab des Josef von Arimathäa bestattet, das Grab wurde mit einem Stein verschlossen. Einige Frauen - unter ihnen Maria Magdalena - wollten am frühen Sonntag die Einbalsamierung vornehmen, fanden aber den Stein vom Grab weggerollt und das Grab leer (siehe noli me tangere), ebenso die Jünger, die sich davon überzeugen wollten. In den folgenden vierzig Tagen erlebten die Jünger unter verschiedenen Umständen Erscheinungen von Jesus, die sie als körperliche Erscheinungen erlebten (Jesus aß, ließ sich berühren, etc.) und die sie, in Verbindung mit dem leeren Grab, überzeugt verkünden ließen, Jesus sei vom Tod auferstanden.
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Auferstehung im Judentum
Die Auffassung von einer Auferstehung der Toten entwickelte sich im nachexilischen Judentum. In der jüdischen Apokalyptik wurde diese Vorstellung weiter ausgebaut zu einer Auferstehung in Verbindung mit einem Gericht Gottes über die Welt. Mit dieser Auferstehung war nach jüdischen Begriffen eine körperliche Auferstehung gemeint - entweder die körperliche Auferstehung aller Menschen oder die körperliche Auferstehung der Menschen, die im Bund Israels mit Gott eingeschlossen sind. Das Schicksal des einzelnen Menschen trat in dieser kollektiven Sicht zurück, war aber darin eingeschlossen.
Das Pharisäertum zur Zeit Jesu bejahte den Glauben an eine Auferstehung; das herrschende Priestertum (vorwiegend aus der Grupper der Sadduzäer) lehnte sie ab.
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Wertung
Während kaum jemand bestreitet, dass zwischen dem Tod von Jesus und dem Auftreten der ersten überzeugten Christen, die den auferstandenen Jesus als Sohn Gottes verkündigten, etwas geschehen sein muss, das diese Menschen in ihrem Weltbild erschütterte, gehen die Interpretationen darüber, was tatsächlich geschehen ist, extrem auseinander.
In der Kirchengeschichte wurde die Auferstehung Jesu Christi bis zur Aufklärung als historische Tatsache gesehen, und manche konservative Christen und Theologen sehen das auch heute noch so.
Viele moderne Theologen interpretieren die Berichte in anderer Weise - als einmalige religiöse Erlebnisse. Die Vorstellung von einer Totenauferstehung ist dann ein Paradigma, das unüberbietbar und unverzichtbar ist, weil es die genuine christliche Glaubenserfahrung zum Ausdruck bringt; kommt aber philosophisch und erkenntnistheoretisch mit der allgemeinen Erfahrung nicht mehr in Konflikt. In moderner Zeit hat sich die Idee von einem Wiedersehen nach dem Tode in den Auferstehungsglauben eingefügt.
In der Befreiungsthologie wird Körper und Handeln Jesu in unmittelbarer Kontinuität zum Leben vor dem Tod wahrgenommen (Franz J. Hinkelammert). Das Lehramt der katholischen Kirche hält an der Auferstehung Christi als geschichtlicher Tatsache fest, die das leere Grab voraussetzt. Der Zugang zum Auferstehungsglauben ist nur möglich auf Grund der Erscheinungen des Auferstandenen an seine Apostel und Jünger. Zugleich wird der transzendente Charakter des Auferstehungsmysteriums anerkannt: Jesus Christus kehrte nicht einfach ins irdische Leben zurück, sondern seine verwandelte und verklärte Leiblichkeit gehört einer neuen Seinsordnung an (vgl. "Katechismus der Katholischen Kirche", Nr. 638-658).
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