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Christliche Soziallehre
aus Wikipedia
Die Christliche Soziallehre ist die Sammelbezeichnung für die katholischen, evangelischen und orthodoxen Soziallehren. Je nach Gesichts- und Standpunkt werden dafür auch andere Bezeichnungen verwendet: Christliche Gesellschaftslehre, Christliche Gesellschaftsethik, Christliche Gesellschaftswissenschaft, Christliche Sozialethik, Christliche Sozialwissenschaft usw. Diese alternativen Bezeichnungen stehen wieder unter ökumenischem Vorbehalt, d.h. es gibt diese Bezeichnungen jeweils auch in katholischer, evangelischer und orthodoxer Version. Dabei haben die einzelnen Konfessionen und deren Vertreter des Fachgebiets unterschiedliche Präferenzen. So sprechen Katholiken mehrheitlich von Soziallehre, evangelische Christen mehrheitlich von Sozialethik.
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Katholisch
Die katholische Soziallehre bzw. Sozialethik ergibt sich zum einen aus der Gesamtschau der Lehrschriften der römisch-katholischen Kirche. Sie entstammt Päpstlichen Lehrschreiben, so genannten Enzykliken, und Konzilien der katholischen Bischöfe (kirchliches Lehramt). Diese werden von den Katholischen Sozialethikern, die entweder an Hochschulen forschen und lehren, oder in kirchlichen Kommissionen arbeiten, wissenschaftlich und praktisch erarbeitet, begleitet und entfaltet. Prinzipien der katholischen Soziallehre sind traditionell Personalität, Solidarität, Subsidiarität, Gemeinwohl und Gerechtigkeit. Dazu kommen heute das Prinzip der Nachhaltigkeit und der Option für die Armen
Evangelisch
Die evangelische Sozialethik bzw. Soziallehre kennt kein kirchliches Lehramt im katholischen Sinn. So ergibt sich aus den gemeinsamen Stellungnahmen zu gesellschaftlichen und politischen Fragen von evangelischen Christen aus deren Glauben heraus dezentral und deskriptiv ein Substrat an gemeinsamen Prinzipien und Aussagen, die die evangelische Soziallehre bilden.
Orthodox
Die orthodoxe Soziallehre ist in der Vergangenheit im Gegensatz zur katholischen Soziallehre und evangelischen Sozialethik weitaus weniger entwickelt worden, tritt aber insbesondere seit dem Zusammenbruch des Kommunismus stärker in den Vordergrund (vgl. den Text der Moskauer Bischofssynode "Die Grundlagen der Sozialdoktrin der Russisch-Orthodoxen Kirche" aus dem Jahr 2000).
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