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Hosianna












Hosianna
aus Wikipedia

Hosianna oder Hosanna ist ein Jubelruf, den man in jeder katholischen Heiligen Messe, aber auch in den orthodoxen und den traditionellen evangelischen Gottesdiensten, im Sanctus findet.

Der Ausdruck erscheint in den Evangelien der Bibel in der Formel "Hosianna dem Sohne Davids, gesegnet sei der da kommet im Namen des Herrn", im Zusammenhang mit dem Einzug Christi auf dem Esel nach Jerusalem. Auch im Sanctus der Messe ist er ein Willkommensgruß, nämlich an den sakramental gegenwärtig werdenden Christus.

Der originale hebräische Ausdruck Hoscha na ist mit der hebräischen Form des Namens "Jesus", "Jehoschua" (Jahwe ist Hilfe), verwandt.

Ursprünglich stammt der Ausdruck aus dem 118. Psalm nach hebräischer Zählung (dem 117. nach griechischer Zählung). Dort wird er in nichthebräischen Bibeln aber meist nicht stehengelasssen, sondern übersetzt; deutsche Bibeln haben meist "Ach Herr, hilf doch!" oder ähnliches. Dieser Psalm ist im Judentum ein Höhepunkt der Pessach-Liturgie, die zur Zeit von Jesus noch im großen Stil im Tempel in Jerusalem gefeiert wurde. Da Jesus zum Pessachfest nach Jerusalem kam, bezog man offenbar diesen sehnlichen Gebetsruf auf ihn und erwartete durch ihn die Hilfe Gottes; aber wer darunter die gewaltsame Vertreibung der Römer verstand, wurde bekanntlich enttäuscht.

In der jüdischen Liturgie finden sich Gebete mit dem wiederholten Aufruf Hoscha na zudem besonders am siebten Tag von Sukkot, der darum auch als "Großes Hosianna" bezeichnet wird.

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