Wiedergeburt


Wiedergeburt
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Der Begriff Wiedergeburt wird häufig synonym zum Begriff Reinkarnation (lateinisch: Wiederfleischwerdung) benutzt.

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Im Christentum bezeichnet Wiedergeburt die innere Erneuerung des Menschen durch das Empfangen eines neuen Verhältnisses zu Gott. Das entsprechende lateinische Wort ist regeneratio (nicht reincarnatio).

Nach christlicher Lehre ist die Wiedergeburt ein einmaliges Ereignis im Leben eines Menschen, wodurch das frühere Leben beendet wird und ein neues Leben als Christ beginnt. Im Neuen Testament wird diese Wiedergeburt erwähnt in Tit 3,5, 1. Pet 1,23 und insbesondere Joh 3, 3-7, wo Jesus diese Wiedergeburt als notwendige Voraussetzung für die Aufnahme in Gottes Reich nennt. Alle diese Texte betonen, dass diese Wiedergeburt nicht durch den Menschen bewirkt werden kann, sondern nur durch den Heiligen Geist und daher ein Mysterium ist.

Die Wiedergeburt beinhaltet die Vergebung der Sünden, befähigt den menschlichen Verstand, geistliche Wirklichkeiten zu erkennen (1. Ko 2,14-15, Kol 3,10) und befreit den in der Sünde versklavt gewesenen Willen zum freiwilligen Gehorsam gegenüber Gott (Rö 6,14, 17-22). (Heiligung)

In der orthodoxen, katholischen und anglikanischen Lehre ist die Wiedergeburt eine Wirkung der Taufe (z.B. Katholischer Katechismus, Art. 1262).

In der liberalen Theologie wird die Wiedergeburt als moralische Veränderung oder religiöses Erlebnis gesehen. Evangelikale sprechen von Wiedergeburt bei Bekehrung. In beiden Fällen geht es um Erleuchtung eines Menschen durch den Heiligen Geist. Das bis 1945 verschollene "Thomas-Evangelium" spricht von himmlischen Pendants zum Menschen (Logion 84) und meint damit wohl individualisierten Heiligen Geist. Die Heimkehr nach dem Tode ist möglich, wenn sich Seele und himmlisches Pendant vereinen (Logion 22). Diese neue Einheit durchbricht den Kreislauf der Wiederverkörperung.
Wiedergeburt und Wiederverkörperung - Reinkarnation
Der christliche Begriff von Wiedergeburt und die Reinkarnation, die im deutschen ebenfalls als Wiedergeburt bezeichnet wird, sind zwei völlig unterschiedliche Konzepte, die allerdings manchmal verwechselt werden (siehe Reinkarnation und Christentum).
Wiedergeburt im übertragenen Sinn
Z. B. "Wiedergeburt der Antike". Synonym zu Renaissance.
Palingenesis (in der Sozialwissenschaft)
In den englisch sprachigen Sozialwissenschaften werden mit Palingenesis (konter-)"revolutionären" Bestrebung bezeichnet, die sich in einer Phase der "Dekadenz" und "Degeneration" sehen und diese durch eine neue Ordnung überwinden wollen, mit der eine neue Ära soll. Der englische Faschismusforscher Roger Griffin sieht diese Bestrebungen als idealtypisches Merkmal aller faschistischen Ideologien, sowohl im smus, bei den Denkern der Konservativen Revolution und den rechten Intellektuellen und Gruppierungen der Neuen Rechten wie Armin Mohler und Alain de Benoist.
Die geistige Wiedergeburt bezeichnet nicht die erste Geburt aus dem Fleisch, sondern die zweiten Geburt aus dem Geist der Liebe zu Gott und aus der Wahrheit des lebendigen Glaubens an den lebendigen Namen Gottes.

Es ist 'die Wiedergeburt des Geistes durch die Taufe aus den Himmeln'.

Die 'Taufe aus den Himmeln' ist der volle Übergang des Geistes und der Seele samt allen ihren Begierden in den lebendigen Geist der Liebe zu Gott und der Liebe in Gott Selbst.

Ist solcher Übergang einmal aus des Menschen freiem Willen geschehen und befindet sich nun alle Liebe des Menschen in Gott, so befindet sich durch solche heilige Liebe auch der ganze Mensch in Gott und wird allda zu einem neuen Wesen ausgezeitigt, gekräftet und gestärkt und nach Erlangung der gerechten Vollreife von Gott wiedergeboren.

Dann erst ist der Mensch ein wahres Gotteskind, das er geworden ist durch die Gnade, die eine freie Macht der Gottesliebe im Herzen des Menschen ist.

Wurde ein Mensch geistig wiedergeboren, dann beginnt in seinem ganzen Wesen eine andere Tätigkeit zu wirken.
Sein Schauen, Hören, Fühlen und Empfinden wird ein anderes.
Alle seine Gedanken werden zu Formen, die er schaut, und sein Wille wird zur vollbrachten Tat.

Seine Worte werden bestimmt und einen sich mit dem Gedanken und mit dem Willen. Er befindet sich jenseits von Raum und Zeit, für ihn gibt es nur eine Gegenwart, in welcher sich eine ewige Vergangenheit und eine ewige Zukunft freundlich die Hände bieten und sein Auge sieht endlos ferne Dinge so nahe wie sein eigener Gedanke.

Die Einheit mit Gott kann schon in dieser Welt erlangt werden.

Über einen geistig Wiedergeborenen hat der Satan alle Macht für ewig verloren;
Ein geistig Wiedergeborener ist nicht untätig, sondern wird sogar noch tätiger.
Er ist vergleichbar einem Studenten, der erst studierte, und nachdem er sich die nötigen Erkenntnisse angeeignet hatte, ein Amt überkommt, und erst richtig tätig wird.

Wenn der Mensch durch Gotteserkenntnis und Innewerdungen wächst, dann nimmt er auch in der Liebe zu Gott zu und nähert sich Ihm zunehmend.

Je mehr sich der Mensch Gott nähert, desto mehr Geist Gottes sammelt sich in seinem Herzen, in dem dadurch der eigene Geist genährt und zunehmend erweckt wird zur wahren Erkenntnis des eigenen inneren Lebens und seiner Kraft, vereint mit der Kraft des göttlichen Geistes in ihm.

Ist ein Mensch einmal soweit, dann befindet er sich schon in der Lebensmeisterschaft (Einswerdung der Seele mit dem Geist), und es geht ihm da nur noch die völlige Einung mit dem göttlichen Liebe- und Willensgeist ab.


Individuelle Persönlichkeit

Die Einheit mit Gott ist eine Einheit in gesonderter Persönlichkeit (die Persönlichkeit bleibt erhalten).

Der sonderheitliche Geist des Menschen verliert seine Individualität bei der Einswerdung mit dem Allgeist (Gott) deswegen nicht, weil er als Lebensbrennpunkt in der Menschenform der Seele auch dieselbe Form besitzt und dadurch mit seiner Seele, die eigentlich sein Leib ist, als gleich alles sehender und fühlender Geist auch notwendig das fühlen und höchst klar wahrnehmen kann, was alles als besonders individuell in seiner ihn umfassenden Seele vorhanden ist.



Erlangung

Kein Mensch kann durch Ausbildung seines Verstandes mithilfe von Studium, Bibliotheken und hochtrabenden Universitätsprofessoren zur Wiedergeburt und zur Taufe des Heiligen Geistes gelangen, sondern lediglich nur durch die Demut und große Liebe seines Herzens.

Er muß der Welt alles bis auf den letzten Heller zurückgeben, auch die hochmütig machenden Wissenschaften seines Kopfes.

Indem man freiwillig den eigenen Willen dem Willen Gottes durch die Tat untertan macht und sich sorgfältig darin übt, damit der erkannte Wille Gottes vollkommen die Oberherrschaft in einem erlangt, dann wird der Geist Gottes in einem lebendig in der Fülle und wird bald das ganze Wesen durchdringen.

Niemand wird auf einen Schlag wiedergeboren, sondern nur nach und nach.
Die geistige Wiedergeburt fängt mit der Erkenntnis der göttliche Wahrheit an. Erst wer zur vollkommenen inneren Anschauung und Anhörung des lebendigen Wortes gelangt ist und die Welt - die Sünde - freiwillig aus sich verbannt hat, wird vollständig wiedergeboren.

Die geistige Wiedergeburt kann nur stattfinden, wenn der Geist durch die genaue Befolgung der vorgeschriebenen Wege Gottes sich zuerst aus der Materie rektifiziert (trennt), dann in einem Brennpunkt sich selbst wiedergefunden und endlich als ein solches nun in sich selbst bestehendes vollkommenes Ganzes oder als eine vollkommene Einheit hinausgetreten ist aus aller Sinnlichkeit der Materie und da seine neuen geistigen Sinne ganz entschieden und vollkommen geöffnet hat für die Eindrücke und Verhältnisse derjenige Welt, von welcher er selbst ein ureigentümlicher Bewohner ist. (Geisterwelt).

Die geistige Wiedergeburt kennt drei Stufen:

die Überwindung des Fleisches (Selbstbeherrschung)
die Reinigung der Seele durch den lebendigen Glauben
Erweckung des Geistes aus dem Grab des Gerichtes.

Wer nach der Lehre Christi eine baldige und volle Wiedergeburt im Geiste seiner Seele möchte, der sollte ein möglichst keusches Leben führen und sich nicht und vom weiblichen Fleisch bezaubern lassen, denn dieses zieht den Lebenssinn der Seele nach außen und verhindert dadurch am stärksten das Erwachen des Geistes in der Seele.

Eine gute, mit Vernunft, Weisheit und Selbstverleugnung gepaarte Ehe verhindert die geistige Wiedergeburt nicht, aber die Unzucht macht sie unmöglich, weswegen man sie wie die Pest fliehen soll.

Niemand wird über Nacht ein Meister und die noch so umfassenden Kenntnisse der Mittel und Wege zur Erlangung der größten Lebenskunst (der geistigen Wiedergeburt oder dem Reich Gottes) allein nützen nichts, wenn sie nicht praktisch ins Leben aufgenommen werden.

Nur zum Meister zu gehen, um sich von ihm die Regeln und Wege beibringen zu lassen, nützt gar nichts, wenn man nicht fleißig nach den bekannten Regeln übt, und sich so mühsam die Fähigkeit zur Lebenskünstlerschaft erwirbt und durch sie selbst ein Meister wird.

Der erlangte Grad der Meisterschaft hängt von der Übung der erkannten Regeln ab.

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