Frieden ist mehr als keine Waffen


Frieden ist mehr als keine Waffen

I - Impulstext

Nur Tore gehen dem Krieg nach. Der Weise müht sich um den Frieden. Den Friedliebenden, den Sanftmütigen wird die Erde gehören. Gott richtet unter den Völkern Kriege fruchten nichts. Judentum

Alle sollen den Frieden suchen. Wenn der Krieg tobt, wird der Fromme sich mühen, Frieden zu stiften. Gott hat Frieden angeordnet, und niemand kann Krieg führen, ohne dadurch das Gleichgewicht der Welt zu gefährden. Islam

Woher kommen Kriege und Kämpfe unter euch? Nicht daher: aus euren Lüsten, die in euren Gliedern streiten? Also tötet ihr. Ihr eifert und erreicht doch nichts? Also kämpft ihr und führt Kriege. Christentum

Wie können Menschen von morgens bis abends kämpfen, einander töten und das Blut ihrer Mitmenschen vergießen? Und wofür! Nur, um die Herrschaft über ein Stück Erde zu gewinnen... Wenn ein Kriegsgedanke kommt, so widersteht ihm mit einem stärkeren Gedanken des Friedens. Ein Hassgedanke muß durch einen mächtigeren Gedanken der Liebe vernichtet werden. Kriegsgedanken zerstören alle Eintracht, Wohlfahrt, Ruhe und Freude. Gedanken der Liebe schaffen Brüderlichkeit, Frieden, Freundschaft und Glück. Bahá'í Religion

Alle zwei Sekunden stirbt in der Welt ein Kind an Hunger, während in der gleichen Zeit 50000 Dollar für Waffen ausgegeben wird. (Das Modell des Friedens 1985)

Der «Human Development Report» der Uno beziffert die jährlichen Ausgaben für Waffen weltweit mit achthundert Milliarden Dollar. Im selben Zeitraum verhungern etwa 36 Millionen Menschen. Sieben Milliarden würden reichen, damit im Jahr 2010 jedes Kind auf der Erde zur Schule gehen kann....(1997)

II - Fragen

Gibt es einen Gewinner im Krieg?
Warum gibt es Kriege zwischen den Angehörigen verschiedener Religionen, handelt es sich wirklich um religiöse Kriege?
Welche andere Mittel wären zur Konfliktbeseitigung möglich?
Wie kann der Weltfriede gesichert werden?

III - Bahá'í-Standpunkt

Siehe Bahá'u'lláh und das neue Zeitalter, 10.Kapitel: Der Weg zum Frieden, S181-200

Teilweise Auszüge:

»Wahrlich, heute ist dieser Diener gekommen, um die Welt zu beleben und um alle, die auf dieser Erde sind, zur Einheit zu führen. Gottes Wille wird geschehen, und du wirst die Erde sehen als das Paradies Abhá.« Bahá'u'lláh, Lawh-i-Ra'is

Kampf und Eintracht

Im Laufe des letzten Jahrhunderts haben die Wissenschaftler mit unendlicher Mühe den Kampf ums Dasein in der Pflanzen- und Tierwelt studiert, und inmitten der Verwirrungen des sozialen Lebens haben viele geglaubt, diejenigen Grundsätze als Richtschnur ansehen zu müssen, die man in der niederen Welt der Natur für gut befunden hatte. Auf diese Weise kamen sie dazu, Wetteifer und Kampf als Notwendigkeiten des Lebens zu betrachten und das unbarmherzige Vernichten der schwächeren Glieder der Gesellschaft als ein gesetzmäßiges oder sogar notwendiges Mittel zur Verbesserung der Rasse zu halten. Demgegenüber sagt uns Bahá'u'lláh, daß, sofern wir auf der Stufenleiter des Fortschritts emporklimmen wollen, wir, anstatt rückwärts auf die Tierwelt zu blicken, unseren Blick vorwärts und aufwärts richten müssen. Wir sollen nicht die Tiere, sondern die Offenbarer zu unseren Führern wählen. Nach Ihren Lehren stehen die Grundsätze der Einheit, der Eintracht und des Mitgefühls im Gegensatz zu diesem im Tierreich herrschenden Ringen um die Selbsterhaltung, und wir müssen zwischen ihnen wählen, denn sie können nicht miteinander versöhnt werden. 'Abdu'l-Bahá sagt:

»Im Reich der Natur spielt der Kampf ums Dasein die herrschende Rolle - das Ergebnis davon ist das Überleben des Gewandteren. Das Gesetz des Überlebens des Gewandteren ist der Ursprung aller Schwierigkeiten. Es ist die Ursache von Krieg, Streit, Haß und Feindseligkeit unter den menschlichen Wesen. Im Reich der Natur herrschen Tyrannei, Selbstsucht, Angriffslust, übergriffe, Aneignung der Rechte anderer und andere tadelnswerte Eigenschaften, welche Mängel der Tierwelt sind. Solange daher die Forderungen der Naturwelt die Hauptrolle unter den Menschenkindern spielen, sind Erfolg und Wohlergehen unmöglich. Die Natur ist kriegerisch, die Natur ist blutdürstig, die Natur ist tyrannisch, denn die Natur ist sich Gottes, des Allmächtigen nicht bewußt. Daher kommt es, daß diese grausamen Eigenschaften in der Tierwelt natürlich sind.«

»Deshalb hat der Herr der Menschheit aus großer Liebe und Barmherzigkeit das Erscheinen der Offenbarer und die Verkündung der heiligen Bücher veranlaßt, auf daß die Menschheit durch göttliche Erziehung aus der Zerstörung der Natur und der Finsternis der Unwissenheit erlöst, mit idealen Tugenden und geistigen Eigenschaften ausgestattet und zum Dämmerungsort barmherziger Gefühle werde.«

»Leider - ach hunderttausendmal sei es geklagt! - werden immer noch Vorurteile aus Unwissen, unnatürliche Meinungsverschiedenheiten und gegnerische Grundsätze gegenseitig unter den Nationen der Welt verbreitet und verschulden damit die Verzögerung des allgemeinen Fortschritts. Dieser Rückschritt rührt von der Tatsache her, daß die Grundsätze göttlicher Zivilisation gänzlich abgetan und die Lehren der Offenbarer vergessen sind.« Abdu'l-Bahá, Star of the West VIII p.15

Der größte Friede

In jedem Zeitalter weissagten die Offenbarer Gottes das Kommen einer Zeit des »Friedens auf Erden unter den Menschen, die guten Willens sind.« Wie wir bereits gesehen haben, bestätigt Bahá'u'lláh diese Prophezeiungen in den glühendsten und zuversichtlichsten Worten und erklärt, daß ihre Erfüllung nunmehr bevorstehe. 'Abdu'l-Bahá sagt :

»In diesem wunderbaren Zyklus aber wird die Erde verwandelt und die Welt der Menschheit mit Frieden und Schönheit geschmückt. Feindseligkeit, Streit und gegenseitiges Töten werden zu Harmonie, Wahrhaftigkeit und Eintracht; zwischen den Nationen, Völkern, Rassen und Ländern werden gutes Einvernehmen und Liebe herrschen. Zusammenarbeit und Verbundenheit werden sich festigen, und schließlich wird der Krieg ganz unmöglich sein ... Ein universaler Friede wird inmitten dieser Welt errichtet, und der gesegnete Baum des Lebens wird so hoch wachsen und gedeihen, daß sein Schatten über den Osten und den Westen fällt. Die starken und schwachen, die Reichen und die Armen, die streitenden Sekten und die gegnerischen Nationen, die dem Wolf und dem Lamm, dem Leoparden und dem Zicklein, dem Löwen und dem Kalb gleichen, werden in größter Liebe, Freundschaft, Gerechtigkeit und Unparteilichkeit zusammenwirken. Die Welt wird von Wissenschaft, vom Wissen um die Geheimnisse des Seins und der Erkenntnis des Herrn erfüllt sein.« Abdu'l Baha, BF S.71f
_________________
"Alle Religionen lehren, daß wir einander lieben und unsere eigenen Fehler herausfinden sollten, bevor wir uns erkühnen, die Fehler anderer zu verdammen, und daß wir uns nicht über unseren Nächsten erheben dürfen." -- Abdul-Baha
Zitat:
Gibt es einen Gewinner im Krieg?


Natürlich nicht! Die Einzigen, die gewinnen, sind die Rüstungsfirmen, man brauchtr sich nur die Ausgaben anschauen!

Zitat:
Warum gibt es Kriege zwischen den Angehörigen verschiedener Religionen, handelt es sich wirklich um religiöse Kriege?


Die Religionen werden seit nur mißbraucht für die ZWecke der Politik und Wirtschaft. Das weiß ja jeder - Religion ist wie Feuer. Man kann es einsetzen um sein Fleisch zu grillen oder man kann es einsetzen um das Haus eines anderen anzuzünden!

Zitat:
Welche andere Mittel wären zur Konfliktbeseitigung möglich?


Meines Erachtens muss die UNO mehr Rechte haben, es geht schon in die richtige Richtung, aber die UNO sollte die Supermacht der Welt sein, nicht ein Land oder eine bestimmte Kultur wie derzeit. Wenn alle Ländern in einer Organisation vereint wären und alle gleich vor dem Gesetz würd es weniger Probleme geben!

Boris
_________________
"Es liegt eben in der menschlichen Natur,
vernünftig zu denken und unlogisch zu handeln." Anatole France
"Man will der sein der man ist." Otira

Warning: touch(): Utime failed: Operation not permitted in /www/htdocs/w0103691/includes/template.php on line 159