Der Heilige Geist


Dazu kurz die Baha'i-Sichtweise:

Zitat:
Liest man die Bahá'í-Schriften in ihrer Gesamtheit, wird allmählich klar, das es zwar unmöglich ist Gott zu finden, aber das Ziel der Suche nach Gott ist das finden des eigenen Selbstes, aber desjenigen Selbstes das uns von Gott gegeben wurde und nicht unser kleines Ego. Es ist das Selbst das die göttlichen Eigenschaften offenbart und damit das Göttliche offenbart. In einen gewissen Sinne sind das nicht mehr wir, sondern Gott, den es ist von ihm und offenbart damit seine Eigenschaften. In einem gewissen Sinne ist dies auch unser wahres Ich, da es das ist woraus wir eigentlich sind. Bahá'u'lláh setzt an einer Stelle auch die Gotteserkenntnis mit der Selbsterkenntnis gleich und weiterhin schreibt er auch:

Was immer Du Deinen Dienern als Pflicht auferlegt hast, damit sie Deine Majestät und Herrlichkeit aufs höchste preisen, ist nur ein Zeichen Deiner Gnade für sie, auf daß sie fähig werden, zu der Stufe aufzusteigen, die ihrem eigenen innersten Wesen verliehen wurde, der Stufe der Erkenntnis ihres eigenen Selbstes.2

Dies sollte jedoch niemals jemanden dazu verleiten sich als Göttlich zu betrachten. Solches ist wiederum nichts anderes als wie ein aufblähen des eigenen kleinen Egos, das immer wieder nur Gott spielen will. Bahá'u'lláh schreibt über die islamischen Mystiker die dem Pantheismus anhängen:

Was die vorerwähnten Personen über die Stufen der göttlichen Einheit behaupten, wird in erheblichem Umfang zu Müßiggang und leerem Wahn führen. Diese sterblichen Menschen schieben offensichtlich die Stufenunterschiede beiseite und betrachten sich selbst als Gott, wo doch Gott unermeßlich erhaben über alle Dinge ist. Jedes erschaffene Wesen offenbart zwar Gottes Zeichen; diese sind indessen nur von Ihm, nicht Er selbst. Alle Zeichen spiegeln sich im Buche des Seins und sind dort sichtbar. Die Schriftrollen, welche den Bauplan des Alls aufzeichnen, sind fürwahr ein machtvolles Buch. Jeder Einsichtige kann daraus entnehmen, was ihn auf den Geraden Pfad führt und ihn befähigt, zur Großen Verkündigung zu gelangen. Betrachte die Strahlen der Sonne, deren Licht die Welt umfängt. Diese Strahlen gehen von der Sonne aus und offenbaren deren Wesen, aber sie sind nicht die Sonne selbst. Alles, was auf Erden wahrgenommen werden kann, beweist zur Genüge die Macht Gottes, Sein Wissen und die Ausgießungen Seiner Großmut, während Er selbst unermeßlich erhaben über alle Geschöpfe ist.3

http://mystik.info/gottesbild.php

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»Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt«
Dies ist das höchste und größte Gebot.
Das andere aber ist dem gleich: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst«.
In diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten
D a n k e Minou!
Hallo,

zur Dreieinigkeitslehre kann ich nur folgendes sagen:

Die Dreieinigkeitslehre wurde 325 n. Chr. von einem röm. Kaiser(!), Konstantin, in der kleinen Stadt Nicäa (heute Iznik, Türkei) bei Konstantinopel (heute Istanbul) ins Leben gerufen, um einen Streit in Alexandria über den Arianismus zu schlichten. Sprich, von einem Heiden, wenn man das aus der Sicht eines Christen bezeichnen möchte! Zudem gehen die Wurzel von einem Trinitätsglauben ins alte Babylon zurück und jeder weiß, was dort für ein Glauben praktiziert wurde!

Jeder, der von der Dreieinigkeitslehre überzeugt ist, sollte bitte folgende Fragen nicht ausser Acht lassen:

- Wenn Jesus auf der Erde war, wo war dann Gott? War der Himmel leer?
- Als er getauft wurde, sprach er da selber aus dem Himmel: "Siehe, dieser ist mein Sohn, der Geliebte, an dem ich Wohlgefallen gefunden habe."
- Als Jesus betete, zum wem tat er das? Zu sich selbst? "Nicht mein Wille, sondern DEIN Wille geschehe."
- Als er im Sterben lag, sprach er da mit sich selber, als er bat, sein Vater möge ihnen (seinen Peinigern und Mördern) verzeihen?
- Als er tot war, erweckte er sich selber nach 3 Tagen?
- Würde sich Gott die Blöse geben, sich vom Teufel provozieren zu lassen, dass er sich von ihm sogar töten lassen würde?
- Warum betonte Jesus Christus immer und immer wieder, das er den Willen dessen tue, der ihn geschickt hat. Und, das der Vater höher sei, als er selbst!

Dieses und noch viel mehr läßt einen deutlich davon abkommen, dass es eine Dreifaltigkeit gibt! Vorallem kann es keiner der Geistlichen erklären! Das sage ich aus eigener Erfahrung!

Gruß,

Ruth
@Ruth

Ich bin selbst kein Fan der Trinitätslehre, aber diese Fragen könnte dir ein halbwegs ausgebildeter christliche Theologe mit Leichtigkeit beantworten.

Oder denkst du da hat sich nie jemand Gedanken drüber gemacht? Trinitarisches Denken gab es übrigens auch schon vor den Konzilien.
Na, dann bin ich jetzt echt gespannt!

MIR konnte es weder Pfarrer, noch Dekan, noch Religionslehrer in der Schule bzw. Kirche erklären!

Kannst du es?
@Tobias: Was ich vergessen hatte zu erwähnen...

Zitat:
Trinitarisches Denken gab es übrigens auch schon vor den Konzilien.


Hatte ich ja geschrieben - entspringt dem alten Babylon!
Auch in den frühen christlichen Gemeinden. Eine Dreiheit bezüglich Götterstrukturen und überhaupt in religiöser Symbolik findet sich übrigens in der GESAMTEN Religionsgeschichte. Da muss man nicht erst nach Babylon gehen.

Ich stimme dir schon zu, dass die Trinität ein nachträgliches philosophisches Konzept ist. Es hat Macken, aber deine Nachfragen könnte es durchaus alle beantworten.

Letztlich lässt sich auch die Trinität wieder vielseitig interpretieren.

Zitat:
MIR konnte es weder Pfarrer, noch Dekan, noch Religionslehrer in der Schule bzw. Kirche erklären!


Warum sollte ich jetzt hier eine Glaubensüberzeugung erklären die eigentlich nicht meine ist? Aber nun gut....

Mit Verlaub, da musst du auf recht dumpfe Exemplare getroffen sein...

Zitat:
- Wenn Jesus auf der Erde war, wo war dann Gott? War der Himmel leer?


Trinität heißt doch gerade das Gott drei Personen (nicht im Sinne des modernen juristischen Personenbegriffes!) hat. Gott war demnach auf der Erde, im Himmel und schwirrte als heiliger Geist umher.

Ein allmächtiger Gott kann das alles ohne Probleme.

Zitat:
- Als er getauft wurde, sprach er da selber aus dem Himmel: "Siehe, dieser ist mein Sohn, der Geliebte, an dem ich Wohlgefallen gefunden habe."


Da hat eben Gottsohn mit Gottvater gesprochen. Auch das wäre durchaus machbar.

Zitat:
- Als Jesus betete, zum wem tat er das? Zu sich selbst? "Nicht mein Wille, sondern DEIN Wille geschehe."


Jesus ist der Körper in den Gottsohn inkarnierte. Warum sollte dieser nicht beten? Gottsohn kann doch Gottvater und Gottgeist anbeten.

Zitat:
- Als er im Sterben lag, sprach er da mit sich selber, als er bat, sein Vater möge ihnen (seinen Peinigern und Mördern) verzeihen?


Da sprach Gottsohn, durch seinen inkarnierten Körper, zu Gottvater.

Zitat:
- Als er tot war, erweckte er sich selber nach 3 Tagen?


Da könnte man verschieden drauf antworten:

1. Es war Gottvater.
2. Es war Gottgeist.
3. Es war Gottsohn, denn der Sohn ist Gott und Gott ist ewig. Es gab ihm vor den Körper in den Er inkarnierte und danach. Also kann er diesen Körper noch immer verändern.

Zitat:
- Würde sich Gott die Blöse geben, sich vom Teufel provozieren zu lassen, dass er sich von ihm sogar töten lassen würde?


Was hat das mit der Trinität zu tun?

Zitat:
- Warum betonte Jesus Christus immer und immer wieder, das er den Willen dessen tue, der ihn geschickt hat. Und, das der Vater höher sei, als er selbst!


Man findet in der johanneischen und paulinischen Literatur des Neuen Testaments aber ebenso Aussagen die den Sohn selbst als Gott dastehen lassen.

Das Gottvater den Gottsohn gesandt hat widerspricht auch noch nicht der Trinität.


Verstehe mich nicht falsch. Die Trinität wie Christen sie offiziell verstehen (was viele einzelne Christen dann gar nicht tun) hat durchaus so ihre großen Probleme. Hier liegen die aber nicht. Das Problem sehe ich vielmehr darin, dass man Vater, Sohn und Geist gleichgesetzt hat. Das führt dann nämlich zur Vergötterung des Sohnes und des Geistes und auch zur Ablehnung von anderen Offenbarungen außer im Sohn.


Liebe Grüße,
Tobias
Zitat:
Na, dann bin ich jetzt echt gespannt!

MIR konnte es weder Pfarrer, noch Dekan, noch Religionslehrer in der Schule bzw. Kirche erklären!

Kannst du es?


Ich finde das Zeichen Yin und Yang verdeutlicht es ganz gut. Den Kreis darum mit gesehen.

Der Kreis steht für den Hl. Geist.
Links für den Vater, Rechts für den Sohn.
Der Geist ist derselbe in beiden präsentiert sowohl durch die kleinen Kreise als auch umfassend durch den Grossen Kreis.

Ebenso kann man sehen Links für das Jenseits, Rechts für das Diesseits.

Links der obere Teil für Gott, Rechts für den Menschen.
Links der kleine Kreis steht für den Menschen, Rechts der kleine Kreis für Gott.
Ebenfalls verbunden in und durch den Hl. Geist der wiederum durch den alles umfassenden Kreis dargestellt wird.
@Tobias:

Abgesehen, dass das alles klingt wirr und sehr unlogisch klingt, haben die Befürworter der Trinität einen ganz wichtigen Aspekt vergessen:

Was ist mit der Streitfrage, die der Teufel damals schon im Garten Eden bei Eva aufgeworfen hat und später nochmal bei Hiob Gott vor den versammelten Engeln aufwarf? (Hiob 1:6-12) Zuerst unterstellte er Gott, Hiob würde ihm NUR dienen, weil es ihm so gut ginge. Später legte er allerdings noch etwas drauf, indem er behauptete: "„Haut um Haut, und alles, was ein Mensch hat, wird er für seine Seele geben." Er bezog es nun nicht mehr nur auf Hiob, sondern auf die ganze Menschheit!
Schon damals beim Sündenfall im Paradies hatte Gott Satan folgendes gesagt:

14 Und Gott sprach dann zur Schlange: „Weil du diese Sache getan hast, bist du das verfluchte unter allen Haustieren und unter allen wildlebenden Tieren des Feldes. Auf deinem Bauch wirst du kriechen, und Staub wirst du fressen alle Tage deines Lebens. 15 Und ich werde Feindschaft setzen zwischen dir und der Frau und zwischen deinem Samen und ihrem Samen. Er wird dir den Kopf zermalmen, und du wirst ihm die Ferse zermalmen.“ (1Mose 3:14,15)


Jesus Christus hatte somit bewiesen, dass ein vollkommener Mensch Gott treu sein würde bis in den Tod, was Adam damals misslang!
Liebevollerweise wurde durch Jesu Tod und Auferstehung das Lösegeld aufgebracht, mit dem die Erbsünde und alle Bestrebungen Satans zunichte gemacht werden (Matthäus 20:28; Hebräer 2:14; 1. Johannes 3:.

Wäre Gott alles zusammen, hätte sich der Teufel wohl eher veräppelt gefühlt. Es wäre sicherlich ein Kunststück für Gott, sich SELBER treu zu bleiben, das wäre für den Teufel bestimmt kein Beweis für seine Streitfrage gewesen!

Ruth
@Ruth

Und was ist da jetzt wirr und unlogisch? Ist schon etwas unfair dann einfach nur so einen Satz an den Kopf zu knallen. Ehrlich gesagt verstehe ich nicht was du mir jetzt hier mit dem Teufel sagen willst.