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Liebe(r) Imad!
Falls du es noch nicht gemerkt hast, in diesem Forum geht es um Austausch, nicht um "Bekehrung" und schon gar nicht um den "heiligen Krieg"
Hoffe es bleiben uns in Zukunft solche Kommentare erspart.
Liebe Grüße
Mukunda |
Hallo Mukunda
Falls du es bemerkt hast hat uns einer gefragt warum er zum Islam konvertieren sollte aus unserer sicht dann hab ich geantwortet, warum er aus meiner sicht zum Islam konvertieren sollte, was dort oben steht ist nichts anderes als seine frage zu beantworten nicht um jemand zu bekehren.
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Tja, ihr Lieben...
"Islam" ist die Anerkennung der Offenbarung Gottes - so gesehen sind alle "Islam", egal wie sie sich nennen; Wu genauso wie Aysha, Deas genauso wie girl..... Dann ist`s aber im Prinzip schon wieder egal, wie man etwas nennt; Christen glauben ebenso an Gott wie Baha`i, Muslime kennen Propheten ebenso wie Juden und Hindu`s, und seine eignen niederen Triebe zugunsten eines "höheren Selbstes" zu entwickeln, ist Bestandteil vom Buddhismus ebenso wie von der Lehre des Zarathustra, des Moses, des Krshna und Baha`u`llah`s
Also könnten sich Desiree, Wu, Girl und meine Wenigkeit ebenso "Muslim" nennen, wie Imad, Aysha und Umay Hatun - und genauso könnten wir alle uns Christ nennen, den wir glauben alle an einen Gott und glauben alle auch daran, das Jesus ein Offenbarer Gottes war .
Gut, die orthodoxe Islamwissenschaft hat`s schwer damit, und Baha`i anzuerkennen, weil sie davon ausgeht, das Muhammad "das Siegel der Propheten" und der letzte Offenbarer überhaupt war - trotzdem glauben sunnitische und schiitische Muslime weltweit aber an die Wiederkunft des Propheten, angekündigt durch den Mahdi. Mit den "Siegel der Propheten" hat der Qur`an durchaus recht, ebenso wie mit dem Mahdi und der Wiederkehr Muhammads. Nur, den Erfordernissen der Zeit entsprechend, heisst der Prophet eben nicht mehr Moses, Isa (Jesus) oder Muhammad, sondern er nimmt als "der Verheissene" den Namen an, der schon im alten Testament geoffenbart war: Die Herrlichkeit Gottes - im arabischen: Baha`u`llah. Und auch den Mahdi gab`s schon: im arabischen: Das Tor - Al Bab. Das Tor zur Herrlichkeit Gottes eben.... Also können wir Baha`i uns auch mit Recht als Muslime im Islam bezeichnen..
Frage: Warum nennt sich nun jeder Gläubige abhängig von seiner Herkunft und Tradition "anders"? Antwort: Erstens fällt und fiel es den Menschen nicht leicht, aus ihrem erlernten, anerzogenen Denkmuster auszubrechen und das vermeindlich "Fremde" mit den eigenen Denkmustern zu vergleichen - ein Grund, warum die Hindus den Weg Buddhas nicht alle mittrugen, ein Grund, warum die alten Juden die Offenbarung Jesus nicht erkannten, ein Grund warum ebenso die Christen die Stellung Muhammads nicht sahen und die Muslime den Bab und Baha`u`llah der Häresie beschuldigten. Ein weiterer Grund liegt natürlich auch in der Zerfallserscheinung der "gewesenen" Offenbarung: Jesus trieb die Geldwechsler und Souvenierverkäufer aus dem Tempel und seine Lehre der Nächstenliebe vereinfachte das starre, von gesetzgebenden Priestern (Rabbi`s) erbaute Gesellschaftssystem. Muhammad führte eine gesetzgeberische Ordnung ein, die das Machtmonopol der west- und oströmischen Kirche in Frage stellte. Und Bab und Baha`u`llah schafften Priester und Lehrerschaft im Sinne einer religiösen Oligarchie vollständig ab......ein Grund dafür, warum beide verfolgt wurden, warum Chommeney unsere Leute verfolgte und ermordete.... auch ein Grund, warum Baha`i ihren Glauben in muslimischen Ländern - mit Ausnahme von Ägypten und der Türkei - nicht leben dürfen.
So, nun lautet die eigentlich Überschrift in diesem Thread: Mehr als 1000 Deutsche konvertierten in einem Jahr zum Islam. Gut: Wieviele Deutsche wechselten in dieser Zeit in das Lager der Esoteriker? Wieviele Deutsche schlossen sich direkt oder indirekt einer linken oder rechten Partei an? Wieviele Deutsche suchten in dieser Zeit den Sai Baba oder die Ammam auf? Wieviele Deutsche schlossen sich den Freikirchen an? Wieviele Deutsche setzten ihrem Leben freiwillig ein Ende, weil sie mit der Sinnlosigkeit des Lebens nicht klar kamen? Wieviele... ach lassen wir`s.....
Der Wechsel von einer Religion in die Nächste, der Wechsel von einer Anschaaung in die Nächste, auch der Wechsel vom Leben in den Tod ist letztlich nichts anderes, als die Suche nach der Erfüllung des eigenen Lebens. Wenn ein Christ keine Erfüllung mehr in der Art findet, wie seine Religion es lehrt, dann sucht er andere Wege - und die können in den Islam, in den Buddhismus oder in die Baha`i-Religion führen. Sie können aber auch in Alkoholismus, Drogensucht oder Selbstmord führen... Die Zahl der Menschen, die den einen oder anderen Weg beschreiten, ist kein Indikator dafür, wie gut oder schlecht die einzelnen Wege sind - es ist "nur" ein Indikator dafür, wie wenig geistiges Leben oder geistiger Inhalt das Leben bietet. Die Handvoll übergetretener Baha`i in Deutschland sind auch kein Masstab dafür, ob die Baha`i-Religion nun besonders gut ist - der Übertritt in die Baha`i-Sache sagt nur aus, das diese Menschen hier ihren geistigen Frieden gefunden haben. Die Menschen in Deutschland, die aus dem Christentum heraus zum Islam wechseln, sagen auch nur, das sie im Islam ihren Frieden gefunden haben - und es ist dabei völlig belanglos, ob es sich um 1000 Menschen im Jahr oder 1 Mensch im Jahr handelt. So ganz nebenbei angemerkt; Die Zahl der Deutschen, die nach den Regeln Buddha`s leben, wächst auch ständig; vielleicht auch deshalb, weil ein Christ, Muslim, sogar ein Baha`i auch nach den Regeln Buddha`s leben kann, ohne seinen eigenen Glauben dabei aufzugeben...
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| Der Islam ist die einzig universale Religion die es gibt |
Lieber Imad!
Solche Aussagen sind für einen interreligiösen Dialog wenig hilfreich. Du magst inhaltlich größtenteils recht haben, trotzdem ist und bleibt der Islam ein Weg von vielen. Erst wenn man das beherzigt kann man mit anderen Religionen im Frieden nebeneinander leben
Alles Liebe
Mukunda
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Lieber Thomas!
Da kann ich Dir nur zustimmen! Ich möchte sogar soweit gehen zu sagen, daß es völlig egal ist welcher Religion man formell angehört sofern der Weg den man für sich gewählt hat die Grundsätze wie (Nächsten)liebe, Toleranz gegenüber Mitmenschen und ein wenig Demut beinhaltet. Wenn man es dann weiters schafft, sich von den Verhaftungen des Lebens durch Meditation oder Kontemplation zu lösen um seinen göttlichen Ursprung zu erkennen, ist man auf einem guten Weg, ob man nun Jude, Buddhist, Christ, Moslem oder Bahai ist.
Alles Liebe
Mukunda
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Tja, lieber Thomas...
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| "Islam" ist die Anerkennung der Offenbarung Gottes - so gesehen sind alle "Islam", egal wie sie sich nennen; Wu genauso wie Aysha, Deas genauso wie girl..... |
Wenn das so ist, dann ist doch die Aussage des thread-Titels hier ziemlich sinnlos... - Wie können 1000 Leute zu etwas konvertieren, dem sie sowieso schon angehören?
Das Problem bei solchen Aussagen ist immer, dass man je nach Bedarf die eine aus der Versenkung holen kann oder ihr Gegenteil:
Entweder "alle sind Muslime" oder "wer dies oder jenes tut oder nicht tut, glaubt oder nicht glaubt, der ist kein Muslim". Durch diese Möglichkeit werden aber beide Aussagen zur Sinnlosigkeit entwertet...
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