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Mathe an der Klosterschule


Der kleine Ahmed - hoffnungsvoller Jungtürke und Hobbymacho - war eine Niete in Mathematik. Seine Eltern versuchten alles: Lehrer, Erzieher, Quizkarten, spezielle Unterrichtszentren - nichts half. Als letzten Ausweg riet ihnen jemand, es mit einer katholische Klosterschule zu versuchen.
„Die Nonnen dort sind streng“, sagten sie.
Ahmed wurde prompt nach St. Bonifaz zur Schule gegeben. Schon am ersten Tag nach der Schule lief Ahmed durch die Tür und schnurstracks in sein Zimmer, sogar ohne seiner Mutter einen Kuss zu geben.
Er begann, wie wild zu lernen; Bücher und Papiere fanden sich über das ganze Zimmer ausgebreitet. Sofort nach dem Essen lief er nach oben, ohne das Fernsehen zu erwähnen und vergrub sich noch mehr in die Bücher. Seine Eltern waren erstaunt. Dieses Betragen dauerte wochenlang an bis zum Tag der Notenverteilung.
Ahmed legte den Umschlag still auf den Tisch und ging voller Schrecken auf sein Zimmer.
Seine Mutter öffnete den Umschlag. Ahmed hatte in Mathematik eine Eins erhalten! Sie lief in sein Zimmer hinauf, schlang die Arme um ihn und fragte: „Ahmed, Liebling, wie ist das passiert? Waren es die Nonnen“?
„Nein“, antwortete Ahmed. „Am ersten Tag, als ich in der Schule den Typen sah, den sie an das Pluszeichen genagelt haben, wurde mir klar, dass die hier keinen Spaß verstehen!“


Quelle: 2jesus.de

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Manche haben studiert und sind Lehrer geworden;
manche haben studiert und sind leerer geworden!
Ernesto Handmann
Tanz der Multis


"Frieden, Reinhart!"

Bernd C. und Judith Füerbier betraten erwartungsvoll das große Wohnatelier im Hause der blonden Lehrerin Brigitte und ihres Mannes, des Rechtsanwalts Reinhart. Bernd C. Füerbiers Augen fieberten sofort nach der Hausherrin in der Runde der auf dem Fußboden kauernden Gestalten. Zwar erkannte er Hartmut und Reinhart, sichtete auch zwei unidentifizierbare Gestalten, von denen eine in dichten Zigarettenrauch gehüllt war, nirgends aber waren die verführerischen blonden Locken Brigittes zu entdecken.

"Wo ist denn deine Frau?", erkundigte er sich mit dem Unterton der Enttäuschung bei Reinhart.

"Ich denke mal, hier!", erklang vom Teppich her eine sanfte Stimme, die sich deutlich von der arabischen Hintergrundmusik abhob.

Bernd C. Füerbier bohrte seine Blicke erwartungsvoll in das Zentrum einer dichten Qualmwolke, die um das Haupt einer buddhaähnlichen Figur schwebte.

"Frieden!", redete ihn die Wolke an. "Setzt euch zu uns!" Die Hände unterhalb der Wolke wiesen den neuen Gästen je ein freies Sofakissen auf dem Fußboden an.

Ächzend vollführte Bernd C. Füerbier die geforderten Freiübungen. Nun, so aus nächster Nähe, konnte er die Person besser erkennen: Sie hatte fast schulterlange, glatte, schwarze Haare, in der Mitte gescheitelt, einen bräunlichen Teint, ein ebenmäßiges ovales Gesicht mit leuchtend blauen Augen, vollen roten Lippen und einem kleinen Näschen. Ihr üppiger Leib war von einem bunten Poncho bedeckt.

"Brigitte! Das ist ja super!" Trotz der perfekten Tarnung hatte Judith Füerbier die attraktive Indiofrau als die Gastgeberin entlarvt.

"Frieden!"

"Frieden, Brigitte!"

Kissen an Kissen mit der blonden Lehrerin, erhellte sich Bernd C. Füerbiers Gesicht schnell wieder. "Echt, Brigitte, das war irgendwo eine total starke Idee von euch mit dem multinationalen Schnupperabend heute! Oder? Judith?"

"Echt super!", schwärmte Judith Füerbier. "Ich hab' mich schon die ganze Woche riesig drauf gefreut."

Brigitte lächelte selbstbewusst. "Ich denke, wir alle sehnen uns halt irgendwo sehr nach der multinationalen Gesellschaft in einem multipazifistischen neuen Deutschland." Sie griff nach ihrem Glas und trank einen Schluck Rotwein.

Reinhart und Hartmut deckten den Fußboden. Es gab gefüllte Weinblätter mit Lammfleisch sowie Maniok mit Bananenquark. Außerdem standen mazedonischer Schafs- und ägyptischer Ziegenkäse zum Verzehr bereit, flankiert von algerischem Rotwein und chinesischem Reisschnaps.

"Seid ihr etwa mit dem Auto gekommen?", wollte Reinhart von Bernd C. Füerbier wissen, nachdem er seinen Sombrero abgelegt und sich eine Dose Bier geöffnet hatte.

"Wir haben nämlich unseren Wagen zu Hause gelassen", platzte Bärbel dazwischen. Sie hielt sich von Kopf bis Fuß in einem schwarzen Gewand verborgen. "Den Tschador trage ich aus multireligiöser Sympathie!", fügte sie angesichts der verwunderten Blicke Bernd C. Füerbiers stolz hinzu. "Also, wir benutzen unser Auto kaum noch."

"Als Verfechter der multimobilen Gesellschaft schwören wir jetzt auf fliegende Teppiche", erläuterte Hartmut, ihr Mann. "Wendig, handlich, umweltfreundlich."

Bärbel warf ihm giftige Blicke zu. "Ich jedenfalls freue mich schon riesig auf die Vollendung der multinationalen Gesellschaft", entgegnete sie schnippisch. "Dann ist hier in diesem öden Land halt endlich mal ein Stück weit was los. Stell dir vor, wenn wir erst irgendwo nicht mehr um die halbe Welt fahren müssen, um all dieses aufregend Fremde erleben zu können! Ein multiexotisches Deutschland - ich denke, das wird total super! Echt Wahnsinn!" Sie lupfte ihren Gesichtsschleier ein wenig und kippte ihren chinesischen Reisschnaps in sich hinein.

Mit feierlichen Gesichtern machte man sich über das multikulinarische Menü her. Man kostete hiervon einige Kellen und davon eine Schüssel voll. Dezentes Klappern und Klirren, vornehmes Grunzen und Schmatzen erfüllten den Raum und erstickten die arabische Tischmusik. Hartmut zollte dem Lamm als einem ausnehmend zarten Individuum seine Anerkennung, und Bernd C. Füerbier schwelgte im ägyptischen Ziegenkäse.

"Super mild!", lobte er.

"Ich denke, ernährungsphysiologisch ist so ein Essen allerdings irgendwo nicht ganz ausgewogen", sorgte sich Brigitte. "Reinhart! Ich denke, du holst noch mal bitte ein paar Flaschen Multivitaminsaft aus der Küche."

"Super! Multivitamine!", rief Bärbel hingerissen. "Und außerdem sind die irgendwo auch noch gesund."

"Also echt, Brigitte", sagte Bernd C. Füerbier, während er sich an den multilukullischen Leckerbissen labte, "ich denke, die multinationale Gesellschaft ist irgendwo einfach riesig!"

"Ja", hob Brigitte an, "ich denke, es ist nicht auszudenken, dass frau bald sagen kann, wenn frau durch die Stadt bummelt: Hinter jedem dieser Fenster pulsiert irgendwo ein Stück weit fremde Kultur. In der einen Straße wohnen vielleicht Kurdinnen und Kurden, daneben Türkinnen und Türken und gleich um die Ecke Serbinnen und Serben neben Kroatinnen und Kroaten - ich denke, es muss irgendwo einfach riesig sein, all diese multinationalen Mitbürgerinnen und Mitbürger hier vor unserer Haustür besichtigen zu können, wie sie so friedlich und einträchtig in ihren verschiedenen Kulturen miteinander leben und uns ein Stück multikultureller Harmonie und multinationaler Solidarität demonstrieren." Sie sog gierig an ihrer amerikanischen Zigarette und renovierte ihre bläulich-graue Aura.

"Ich denke, wir werden dann auch irgendwo öfter mal wieder durch die Stadt bummeln", nahm Judith Füerbier sich vor. "Hoffentlich gibt's dort in dem multinationalen Viertel dann auch genügend multigastronomische Restaurants, wo man nach dem multitouristischen Stadtbummel schön essen oder halt in multischickem Ambiente ein schönes Gläschen Wein trinken kann."

"Und in einer multinationalen Gesellschaft wird auch das Fernsehen gigantische Fortschritte machen", träumte Reinhart. "Es werden sich moderne multivisuelle Zentren bilden, die dann nur noch multivideogene Produktionen senden werden. Ich denke, das ist irgendwo eine wahnsinnig aufregende Vorstellung."

"Und vergesst nicht", erinnerte Bernd C. Füerbier seine Freunde, "dass unsere multinationalen Mitbürgerinnen und Mitbürger auch eine multisoziale Aufgabe erfüllen, weil sie sichern unsere Renten, pflegen unsere Kranken und Alten und putzen unsere Büros!"

"Ja", resümierte Brigitte, "ich denke, in einem multinationalen neuen Deutschland wird endlich unser Traum von einer neuen, besseren Gesellschaft wahr. Endlich!"

"Endlich!", wiederholten die anderen mit verdrehten Augen.

"Ah! Multinational ist halt irgendwo echt super!", frohlockte Judith Füerbier verzückt.

"Mega!", rief Reinhart.

"Multi!", jubelte Bärbel.

"Ah! Multikulturell! Multinational! Multivitamin!", seufzte Judith Füerbier selig.

"Multikulturell! Multinational! Multivitamin!", skandierte Bärbel.

"Multikulturell! Multinational! Multivitamin!", stimmten die anderen ein. Und mit verklärten Blicken sangen sie in frommer Entrücktheit ihre Litanei: "Multikulturell! Multinational! Multivitamin! - Multikulturell! Multinational! Multivitamin!"

"Puh, ist das eine Hitze!", stöhnte Bärbel nach einigen Strophen. "Das ist ja echt nicht auszuhalten!" Sie löste ihren Kopf bis zu den Schultern aus ihrem Gewand heraus und trank gierig einen Schluck aus der Coladose, die Reinhart gerade aus dem Kühlschrank geholt hatte, wohingegen er selbst sich erneut eine Dose Bier geöffnet hatte.

"Multikulturell! Multinational! Multivitamin!", begann Judith Füerbier erneut.

Mitten hinein in ihren begeisterten Singsang erdröhnten dumpfe rhythmische Bässe. Die multifolkloristische Tischmusik hatte ausgedient, ebenso die schwarze Perücke, der multimodische Schleier, der ägyptische Ziegenkäse und der chinesische Reisschnaps. Hartmut hatte für Abwechselung gesorgt und dem japanischen CD mit einer deutschen CD gefüttert, auf der amerikanische Synthesizerklänge zu schwarzer Musik vorübergehend verewigt waren. Auf dem Tisch standen plötzlich etliche Bier- und Coladosen, Chips und Snacks, Sweets und Juices, die sogleich von Bärbel, Brigitte und Bernd C. Füerbier lustvoll verzehrt wurden. Brigitte zündete sich dazu wieder eine ihrer amerikanischen Zigaretten an. Reinhart forderte Judith Füerbier zum Tanzen auf. Bärbel wackelte zu den peitschenden Rhythmen der Musik ekstatisch mit dem Oberkörper hin und her und johlte: "Multikulturell! Multinational! Multivitamin! - Multikulturell! Multinational! Multivitamin!" Und die anderen fielen lautstark ein: "Multikulturell! Multinational! Multivitamin! - Multikulturell! Multinational! Multivitamin!"

In multikreativer Ausgelassenheit begingen sie ihren multinationalen Schnupperabend.


[i]Quelle: Gedichte und Lyrik[/i
Der Lichtblick
Ein Mensch erblickt das Licht der Welt -
Doch oft hat sich herausgestellt
Nach manchem trüb verbrachten Jahr
Dass dies der einzige Lichtblick war.


Eugen Roth
Die andern

Du möchtest gern alleine wandern -
Doch ständig stören Dich die andern.
Auch Du bist - das bedenke heiter ! -
Ein andrer andern, und nichts weiter.


Eugen Roth



[img][/img]
Unlängst, als ich nachts wach lag, hörte ich plötzlich in der Mitternachts-
Stille eine Nachtigall. Gerade zu dieser Stunde erhob die fröhliche kleine
Melodie mein Herz und meine Sichtweise.
Sie erinnerte mich, dass die Welt großartig und von nicht-menschlichem
Leben erfüllt ist, und dass dieses Leben auch auf unser eigenes Leben Einfluss
hat. Einige Wesen – wie Blumen, Bäume und Vögel – beobachten wir gerne,
aber es gibt Myriaden von atomaren und kosmischen Proportionen, die wir
nicht sehen können. Und doch gehen sie alle um uns herum ihren mysteriösen
Lebensgeschäftigkeiten nach, wenngleich wir uns dessen nicht bewusst sind.
Wie die Nachtigall, die mir Freude bereitete und doch für ihre eigenen Zwecke
sang, berührt und bewegt uns ihr einfaches Leben auf wunderbare Arten. Sie
kennen uns nicht als das, was wir zu sein glauben, und wie oft betrachten wir sie
als evolvierende Wesen, die uns im Prinzip ähnlich sind? Alles, was wir zu
wissen scheinen, ist, dass wir leben und atmen!
Aber der „Atem des Lebens“ ist mehr als die Luft zum Atmen. Er kommt
durch unsere Bindung an göttliche Seinsebenen zu uns und zu jeder Kreatur.
Alles vom Atom zum Menschen bis zu einem Universum wird durch die Energie
eines höheren Willens manifestiert. So betreten wir im wahren Sinn das Leben
nicht nur aus persönlichen Gründen, sondern eher als eine Abstufung der Ausdrucksform
einer größeren als der menschlichen Natur, die an sich eine in einer
unendlichen Kette von evolvierenden Einheiten ist – jede nützlich und abhängig
von den Abstufungen unterhalb und oberhalb ihrer eigenen. Der Mensch kann
unmöglich für sich allein leben.
So zeigt mir die Nachtigall durch ihr Selbstsein nur einmal mehr, dass nicht
ich allein all die Nöte der Welt zu lösen habe. Wir Menschen, mit allem was lebt,
sind Mitarbeiter in dem wundervollen, heiligen Panorama des Lebens an sich.

Gertrude W. Hockinson

Quelle: http://www.geheimlehre.org/pdf/32007.pdf
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Das, was sich im Menschen reinkarniert, ist das spirituelle Ego, die göttliche Individualität.
http://www.theosophie.de/index.php?.....en&Itemid=88&limitstart=2
Liebe ist die krönende Anmut der Menschheit, das heiligste Recht der Seele,
das goldene Band, das uns an Pflicht und Wahrheit bindet, das erlösende
Prinzip, das vor allem das Herz des Lebens versöhnt; und prophetisch verkündet
sie das ewige Gute.
– PETRARCH

Ein gewaltiger Geist durchzieht die Seiten der Bhagavad-Gita. Wie die
Schönheit hat er einen bezaubernden Einfluss; und doch, gleich der Stärke, erfüllt
er den Menschen mit dem Klang sich versammelnder Armeen oder dem
Tosen großer Wasser. Sich gleichermaßen an den Kämpfer und den Philosophen
wendend, zeigt er dem einen die Gerechtigkeit gesetzmäßigen Handelns,
dem anderen offenbart er die Ruhe, die demjenigen zuteil wird, der Untätigkeit
durch Tätigkeit erreicht hat.
–William Q. Judge

Qelle: http://www.geheimlehre.org/pdf/11998.pdf
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Das, was sich im Menschen reinkarniert, ist das spirituelle Ego, die göttliche Individualität.
http://www.theosophie.de/index.php?.....en&Itemid=88&limitstart=2

Warning: touch(): Utime failed: Operation not permitted in /www/htdocs/w0103691/includes/template.php on line 159