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Maria Empfängnis












Sowohl im Islam als auch in der Baha'i Religion wird die Jungfräulichkeit Marias anerkannt. Eine der Baha'i Lehren ist, dass Religion und Wissenschaft miteinander vereinbar sein müssen - wie ist es also möglich, dass eine Jungfrau ein Kind auf die Welt bringt?
Abdu'l Baha hat erwähnt, dass die Wissenschaft in Zukunft beweisen wird, dass so etwas möglich ist.

Folgend einige Auszüge aus den Baha'i Schriften und dem Koran.


Zitat:
Ebenso denke auch über die Lage Marias nach. So tief war die Bestürzung dieser edlen Gestalt, so schlimm ihre Lage, daß sie bitterlich beklagte, jemals geboren zu sein. Dies bezeugt der Text des heiligen Verses, worin berichtet wird, wie Maria nach der Geburt Jesu ihr Los beklagte und ausrief: „Ach, wäre ich doch zuvor gestorben und wäre ganz und gar vergessen!“ Ich schwöre bei Gott! Solche Klage verzehrt das Herz und erschüttert die Seele. Nur der Tadel der Feinde und der spitzfindige Spott der Ungläubigen und Verderbten konnte zu solcher Bestürzung und Verzweiflung führen. Bedenke, was konnte Maria den Leuten zur Antwort geben? Wie konnte sie behaupten, daß ein Kind, dessen Vater unbekannt war, vom Heiligen Geist empfangen sei? So nahm Maria, diese tugendsam verhüllte, unsterbliche Gestalt, ihr Kind und kehrte nach Hause zurück. Kaum waren die Augen der Leute auf sie gefallen, als sie schon ihre Stimme erhoben: „O Schwester Aarons! Dein Vater war doch kein schlechter Kerl und deine Mutter keine Dirne!“ Baha'u'llah, Kitab-i-Iqan
Zitat:
Die Geburt Christi

Frage: Wie ist die Geburt Christi durch den Heiligen Geist zu verstehen?

Antwort: In dieser Frage widersprechen sich die Theologen und die Materialisten. Die Theologen glauben, daß Christus durch den Heiligen Geist geboren wurde, die Materialisten denken, daß dies unmöglich und unzulässig sei, und daß Er zweifellos einen menschlichen Vater gehabt habe.

Im Koran heißt es: "Wir sandten zu ihr unseren Geist in der Gestalt eines vollkommenen Mannes." (Koran 19:17) Das bedeutet, daß der Heilige Geist menschliche Gestalt annahm - wie ein Bild im Spiegel hervorgerufen wird - und zu Maria sprach.

Die Materialisten glauben, daß eine Ehe sein muß, und sagen, daß ein lebendiger Körper nicht von einem körperlosen Wesen gezeugt werden könne und daß ohne Mann und Frau eine Befruchtung nicht stattfinden könne. Sie denken, daß dies nicht nur beim Menschen, sondern auch beim Tier und den Pflanzen unmöglich sei. Denn die Paarung von Männlichem und Weiblichem bestehe bei allem lebendigen und pflanzlichen Sein. Diese Paarung in der Schöpfung wird sogar im Koran dargelegt: "Preis sei Ihm, Der zu Paaren erschaffen hat alles, was auf der Erde wächst, und die Menschen auf ihr und manches, was sie nicht erkennen." (Koran 36:36) Das heißt, Menschen, Tiere und Pflanzen, alle sind gepaart - "und es gibt kein Ding, das Wir nicht in Paaren zu zweien erschaffen hätten." Das heißt, die ganze Natur wurde durch Paarung erschaffen.

Kurz, die Materialisten sagen, ein Mensch ohne menschlichen Vater sei nicht denkbar. Darauf antworten die Theologen: "Dies ist nicht unmöglich und unausführbar. Es ist nur noch nicht gesehen worden, es besteht ein großer Unterschied zwischen einer unmöglichen und einer unbekannten Sache. Zum Beispiel war in früheren Zeiten der Telegraph, der den Osten und Westen verbindet, unbekannt, aber nicht unmöglich; auch die Photographie und der Phonograph waren unbekannt, aber nicht unmöglich."

Die Materialisten beharren auf ihrer Meinung, und die Theologen antworten: "Ist diese Erde schon immer gewesen oder ist sie entstanden?" Die Materialisten erwidern, daß es nach dem Stand der Wissenschaften und entscheidender Entdeckungen festliege, daß sie entstanden sei. Zuerst war sie eine feurige Kugel, die sich allmählich abkühlte und eine Kruste bildete; dann wuchsen auf dieser Kruste zuerst Pflanzen, später entwickelten sich Tiere, und zuletzt trat der Mensch in Erscheinung.

Die Theologen entgegnen: "Aus eurer Darstellung geht also klar und deutlich hervor, daß auf der Erde die Menschheit in Erscheinung trat und nicht schon ewig bestand. Demnach hatte der erste Mensch sicherlich weder Vater noch Mutter, denn das Dasein des Menschen ist entstanden. Ist die Erschaffung des Menschen ohne Vater und Mutter, selbst wenn er sich allmählich entwickelt hat, nicht schwerer, als wenn er einfach ohne Vater ins Leben gerufen worden wäre? Da ihr zugebt, daß der erste Mensch - sei es nun allmählich oder plötzlich - ohne Vater und ohne Mutter ins Dasein kam, kann es keinen Zweifel geben, daß auch ein Mensch ohne menschlichen Vater möglich und zulässig ist; ihr könnt dies nicht als unmöglich ansehen, sonst seid ihr unlogisch. Wenn man zum Beispiel sagt, daß diese Lampe einmal ohne Docht und Öl angezündet worden wäre, und dann behauptet, daß es unmöglich sei, sie ohne Docht zum Leuchten zu bringen, so ist dies unlogisch." Christus hatte eine Mutter; der erste Mensch hatte nach der Überzeugung der Materialisten weder Vater noch Mutter.

aus Abdu'l Baha, Beantwortete Fragen
Zitat:
Die 19.Sure des Koran („Maria“) - Ein Auszug

Maria

1.Kaf Ha Ya Ain, Sad.

2.Erwähnt wird (hier) die Barmherzigkeit deines Herrn gegen Seinen Diener Zacharias.

3.Als er seinen Herrn mit leisem Ruf anrief

4.sagte er: "Mein Herr, mein Gebein ist nun schwach geworden, und die Haare meines Hauptes
schimmern grau, doch niemals, mein Herr, bin ich mit meiner Bitte an Dich unglücklich gewesen.

5.Nun aber fürchte ich meine Verwandten, die mich überleben werden, und meine Frau ist unfruchtbar
geworden. Gewähre Du mir darum einen Nachfolger

6.auf daß er mein Erbe sei und der Erbe des Hauses Jakobs. Und mache ihn, mein Herr, (Dir)
wohlgefällig."

7."O Zacharias, Wir geben dir die frohe Botschaft von einem Sohn, dessen Name Yahya sein soll. Wir
haben noch keinen dieses Namens geschaffen."

8.Er sagte: "Mein Herr, wie soll mir ein Sohn (geboren) werden, wo doch meine Frau unfruchtbar ist und
ich schon das fortgeschrittene Alter erreicht habe?"

9.Er sprach: "So ist es; dein Herr aber spricht: "Es ist Mir ein leichtes, und Ich habe dich zuvor
geschaffen, als du ein Nichts warst.""

10.Er sagte: "Mein Herr, gib mir ein Zeichen." Er sprach: "Dein Zeichen sei, daß du wiewohl gesund drei
(Tage und) Nächte lang nicht zu den Menschen reden sollst."

11.So trat er aus dem Tempel heraus vor sein Volk und gab ihm zu verstehen, daß es (Allah) am Morgen
und am Abend zu preisen habe.

12."O Yahya, halte das Buch kraftvoll fest." Und wir verliehen ihm Weisheit im Knabenalter

13.und ein liebevolles Gemüt von Uns und Reinheit. Und er war fromm

14.und ehrerbietig gegen seine Eltern. Und er war nicht hochfahrend, trotzig.

15.Und Friede war auf ihm an dem Tage, als er geboren wurde, und an dem Tage, als er starb, und (Friede
wird auf ihm sein) an dem Tage, wenn er wieder zum Leben erweckt wird.

16.Und ermahne im Buch Maria. Als sie sich von ihrer Familie nach einem östlichen Ort zurückzog

17.und sich vor ihr abschirmte, da sandten Wir Unseren Engel Gabriel zu ihr, und er erschien ihr in der
Gestalt eines vollkommenen Menschen

18.und sie sagte: "lch nehme meine Zuflucht vor dir bei dem Allerbarmer, (laß ab von mir,) wenn du
Gottesfurcht hast."

19.Er sprach: "lch bin der Bote deines Herrn. (Er hat mich zu dir geschickt,) auf daß ich dir einen reinen Sohn beschere."

20.Sie sagte: "Wie soll mir ein Sohn (geschenkt) werden, wo mich doch kein Mann (je) berührt hat und ich auch keine Hure bin?"

21.Er sprach: "So ist es; dein Herr aber spricht: "Es ist Mir ein leichtes, und Wir machen ihn zu einem
Zeichen für die Menschen und zu Unserer Barmherzigkeit, und dies ist eine beschlossene Sache.""

22.Und so empfing sie ihn und zog sich mit ihm an einen entlegenen Ort zurück.

23.Und die Wehen der Geburt trieben sie zum Stamm einer Dattelpalme. Sie sagte: "O wäre ich doch zuvor gestorben und wäre ganz und gar vergessen!"

24.Da rief er ihr von unten her zu: "Sei nicht traurig. Dein Herr hat dir ein Bächlein fließen lassen

25.und schüttele den Stamm der Palme in deine Richtung, und sie wird frische reife Datteln auf dich fallen lassen.

26.So iß und trink und sei frohen Mutes. Und wenn du einen Menschen siehst, dann sprich: "lch habe dem Allerbarmer zu fasten gelobt, darum will ich heute mit keinem Menschen reden.""

27.Dann brachte sie ihn auf dem Arm zu den Ihren. Sie sagten: "O Maria, du hast etwas Unerhörtes getan.

28.O Schwester Aarons, dein Vater war kein Bösewicht, und deine Mutter war keine Hure."

29.Da zeigte sie auf ihn. Sie sagten: "Wie sollen wir zu einem reden, der noch ein Kind in der Wiege ist?"

30.Er (Jesus) sprach: "lch bin ein Diener Allahs: Er hat mir das Buch gegeben und mich zu einem
Propheten gemacht.

31.Und Er gab mir Seinen Segen, wo ich auch sein möge, und Er befahl mir Gebet und Zakah, solange ich lebe

32.und ehrerbietig gegen meine Mutter (zu sein); Er hat mich nicht gewalttätig und unselig gemacht.

33.Und Friede war über mir an dem Tage, als ich geboren wurde, und (Friede wird über mir sein) an dem Tage, wenn ich sterben werde, und an dem Tage, wenn ich wieder zum Leben erweckt werde."

34.Dies ist Jesus, Sohn der Maria (dies ist) eine Aussage der Wahrheit, über die sie uneins sind.

35.Es geziemt Allah nicht, Sich einen Sohn zu nehmen. Gepriesen sei Er! Wenn Er etwas beschließt, so spricht Er nur: "Sei!" und es ist.

36."Wahrlich, Allah ist mein Herr und euer Herr. So dient Ihm! Das ist ein gerader Weg."

37.Doch die Parteien wurden uneinig untereinander; wehe darum denen, die ungläubig sind; sie werden einen großen Tag erleben.

38.Wie gut wird ihr Hören und Sehen an dem Tage sein, wo sie zu Uns kommen werden! Heute aber
befinden sich die Frevler in offenbarem Irrtum.

39.Und warne sie vor dem Tag der Verbitterung, wenn alles entschieden werden wird, während sie (jetzt) noch in Sorglosigkeit leben und immer noch nicht glauben.

40.Wir sind es, Die die Erde, und alle, die auf ihr sind, erben werden, und zu Uns werden sie
zurückgebracht.

Danke, lieber Deas,

für all Deine Ausführungen zur "Unbefleckten Empfängnis".

Das ist etwas, das vielen Menschen nur ein Kopfschütteln abringt. Hatte heute morgen noch eine heftige Diskussion (dennoch in aller Liebe) mit einem protest. Christen. Für mich gilt, dass bei Gott kein Ding unmöglich ist, und die Aussage bezieht sich ja - wie auch in Deinem Artikel erwähnt - nicht darauf, dass Maria nicht normal gezeugt wurde, sondern dass sie frei von der Erbsünde war! Eine "Auszeichnung", die ich für ganz normal halte, im Hinblick auf ihre zukünftige Rolle!

Nun mag man sagen, dass Menschen das festgelegt haben. Was mich hingegen überzeugt hat, sind die Erscheinungen in Lourdes. Dort hat Maria gesagt: "Ich bin die Unbefleckte Empfängnis" zu einem Mädchen, das weder lesen noch schreiben konnte und den Begriff noch nie gehört hatte, ihn mit allergrößter Not auswendig lernen musste. Die kath. Kirche war keineswegs erbaut, denn sie fürchtet immer, wegen "Hokuspokus" attackiert zu werden, und tut sich schwer damit, z. B. Wunder anzuerkennen (Das Ärztegremium besteht aus ausgesuchten Atheisten!) etc. Auch Bernadette Soubirous wurde verlacht und verspottet ob ihrer "Erscheinungen", von denen sie berichtete, auch von Kirchendienern, die ihr viele Jahre nicht glaubten und sie regelrecht quälten, geradezu folterten.

Beeindruckt hat mich auch, dass Franz Werfel (Jude) gelobte, falls er und seine Familie vor dem Zugriff der Nazis gerettet würden, ein Buch über die hl. Bernadette zu schreiben.

Er hielt sein Versprechen, und dieses Buch ist so ergreifend geschrieben - ohne geringstes Anklingen von Zweifeln, dass man meint, ein kath. Pater o. ä. hätte es verfasst, aber nie und nimmer jemand, dessen Glauben ganz andersgeartet war!

Ich war in Lourdes, und nichts hat mich so sehr beeindruckt wie die vielen Nationen, die sich dort abends zur Lichterprozession zusammenfanden, dann die Stille - trotz der vielen Menschen - und vor allem die viele Kraft, die man mit nach Hause nehmen konnte, wenn auch die körperliche Krankheit geblieben war!

Was mich auch tief beeindruckt, ist, dass die Hl. Bernadette unverwest in Nevers aufgebahrt ist. Angeblich sollen keine Balsamierungen vorgenommen worden sein! Es gibt schon vieles, das tiefes Erstaunen und Ehrfurcht auslöst!

Was diese Marienerscheinungen betrifft, was die Unbefleckte Empfängnis und vieles andere mehr betrifft, so kann ich nur Franz Werfel zitieren:

Dem, der glaubt, braucht man nichts zu erklären!

Dem, der nicht glaubt, kann man nichts erklären!


Liebe Grüße
und allerbeste Wünsche für Dich, lieber Deas,
und nochmals ein herzliches

Désirée
Zitat:
Dem, der glaubt, braucht man nichts zu erklären!

Dem, der nicht glaubt, kann man nichts erklären!


oder

Wenn es einen Gott gibt, muß der Atheismus ihm wie eine geringere Beleidigung vorkommen als die Religion.
(Edmund & Jules de Goncourt)
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