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Das Argument ist in sich schlüssig, enthält aber mehrere Enthymeme
(stillschweigend angenommene Prämissen) - z.B.
Es existiert entweder ein Gott oder kein Gott
(sonst müsste auch die Möglichkeit der Bestrafung für den
Glauben an den falschen Gott mit berücksichtigt werden) - und
Gott bestraft Menschen dafür, dass sie nicht an ihn glauben -
oder zwar an ihn glauben, aber auf die falsche Weise -
und diese Strafe hat Vorrang vor deren Handlungen
(d.h. ein ethisch handelnder Ungläubiger ist in jedem Fall
schlechter dran als ein unethisch handelnder Gläubiger).
Diese 'blinden Stellen' sind erklärlich aus Pascals Hinneigung
zur christlichen Mystik und seinen Hintergrund im Jansenismus -
der lehnt allerdings die menschliche Willensfreiheit ab, sodass
der Mensch danach eigentlich gar nicht die Wahl haben dürfte,
an Gott zu glauben oder nicht...
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