Gott und Bestrafung


Hallo Leute,

warum fürchtet ihr Gott? Gott soll man nicht fürchten, das hat er selbst auch gesagt. Wir sollen ihn lieben. Dafür, dass er alles geschaffen hat und dass es ihn gibt sollen wir danken, das weiß jede Religion. Doch wieso sollen wir ihn danken, wenn er nach der Ansicht der meißten Gläubigen ein (bitte verzeiht mir, dass ich das schreibe) sehr gemeiner, egoistischer, grimmiger und alles und jeden bestrafenden Herrscher hingestellt wird? Gott möchte nur, dass wir ihm Dankbarkeit erweisen an dem wir an ihm glauben und uns Menschen endlich als ein einziges Volk betrachten. Er bestraft nicht nur die Menschen, nur weil sie kleinere Fehler machen. Er erteilt einige eine Lexion, damit wir auf dem rechten Wege wandeln doch er quält sie nicht. Er ist auch nicht Lucifer. Gott bestraft nicht alle Menschen, die was falsch machen sondern nur die uneinsichtigen, die Sünden begehen und nicht sie nicht bereuen. Denn helfen kann Gott diesen Menschen nicht mehr, sie sind verloren. Menschen, die Sünden begehen und sie bereuen aus Aufrichtigkeit und nicht aus Heuchelei, denen wird Gott vergeben! Und vergebt ihr auch euren reuigen Sündern und bestraft sie nicht. Denn wenn jemand strafen darf, so ist das Gott. Er ist unser aller Vater also verehrt und liebt ihn.

das_verlorene_schaaf
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Herr ich bin dein Schaf. Herr ich bin dein Hirte. Herr du führest mich. Herr ich führe dich.
Lieber Freund v.schaaf,
vielleicht interessiert dich dieses:

Gerichte und Plagen als Mittel gegen Trägheit

{jl.ev07.181,25} »... Die Trägheit der Menschen ist das alte Garn des Satans, in das sie (Menschen) sich willigst fangen lassen zu ihrem ewigen Verderben. Und doch konnten die Menschen nicht vollkommener erschaffen werden, als sie erschaffen worden sind! Sie haben Vernunft, Verstand, den freiesten Willen und ein sie allzeit mahnendes gerechtes Gewissen und dazu auch überall und zu allen Zeiten von Mir erweckte, tätigste und den Engeln gleich weise Männer und Lehrer; aber ihre wollustvolle Trägheit zieht sie gleichfort von allem Rechten, Wahren und Guten ab, und so verfallen sie dem Reiche des Verderbens, und es kann ihnen da nichts helfen als ein Gericht über das andere und eine Strafe über die andere. Und selbst das hilft nur der unbedeutendsten Minderzahl.
{jl.ev07.181,26} Wahrlich, die ganze Erde hätte nie einen Mißwachs und eine Mißernte, wenn die Menschen nur halbwegs euch (fleißigen Wohltätern) glichen; aber so finden sich nun im ganzen Judenlande nicht tausend, die da ganz wären, wie sie sein sollen. Aber auch dieser tausend wegen will Ich das Land mit keiner gänzlichen Plage heimsuchen. Die Guten aber sollen allzeit insoweit von jeglicher Plage verschont werden, als sie selbst wahrhaftig gut sind; insoweit sie aber irgend mit der Welt mittun, sollen sie auch teilhaftig werden an der Plage der Welt.
{jl.ev07.181,27} Glaubet es Mir, daß Ich wahrlich keine Freude daran habe, zuzulassen, daß auf der Erde die trägen Menschen mit tausenderlei Plagen gar oft heimgesucht werden! Aber es geht das schon einmal nicht anders; denn wenn ein Herr seine stets schläfrigen und der Trägheit sehr ergebenen Knechte nicht beinahe täglich zur nötigen Arbeit erweckte, so würde es mit seiner Ernte und mit seinem Gewinne übel und höchst mager aussehen. Nur des Herrn Eifer im rechtzeitigen Erwecken seiner vielen Knechte und Arbeiter bringt ihm und ihnen Nutzen. Die sich aber verstecken, um nur fortschlafen zu können und nicht arbeiten zu müssen, die müssen es dann denn auch sich selbst zuschreiben, wenn sie zugrunde gehen.«

hier kannst du auch einiges mehr lesen:

http://www.j-lorber.de/jl/0/not/a-ursach.htm#Gerichte und Plagen als Mittel gegen Trägheit
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Bei Seinem Tode triumphierten alle Seine Feinde, bei Seiner Auferstehung aber hatte das Leben den Sieg über allen Tod errungen. Darum werden alle, die an Ihn glauben, leben, obgleich sie sterben“.
"Gott" und "Bestrafung" passen nicht zusammen, denn Gott IST Liebe. Gott=Liebe erwartet nicht, sie ist nicht eigennützig, sie beansprucht nichts, vergibt alles, wertet nicht, sie drängt sich nicht auf; sie ist ohne Bedingung, ohne Erwartung, ohne Bedürfnis. Liebe IST.

Wenn Gott bestrafen wollen würde, dann wäre er bedürftig. Ist er aber nicht.

Wenn Gott Bedingungen stellen würde, wäre Gott nicht Liebe, denn Liebe ist ohne Bedingung.

Wenn Gott Gehorsam erwarten würde, wäre er bedürftig (nach Gehorsam), wäre Gott nicht Liebe, denn Liebe erwartet nicht und beansprucht nicht.

Gott richtet nicht, denn das würde heissen, dass er wertet, dann wäre gott nicht Liebe, denn Liebe wertet nicht.


Es gibt nichs, was Gott nicht ist, denn sonst wäre Gott nicht das, was er/sie ist.



Grüsse
Christian
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Die Quelle von Leben, Liebe und Weisheit liegt in jedem Einzelnen von uns.

www.seelenfluegel.net
Zitat:
Es gibt nichs, was Gott nicht ist, denn sonst wäre Gott nicht das, was er/sie ist.


Wenn Gott aber nur Liebe ist und nicht (auch) Bedürftigkeit, dann ist Gott ja nicht mehr alles...

Oder anders herum: Wenn Gott auch Bedürftigkeit ist, dann ist er nicht mehr (nur) Liebe...

Oder versteh' ich da vielleicht etwas falsch?
Lieber der Ding,
es mag ja paradox klingen, aber überlege einmal...
Ein Bedürfnis setzt vorraus das etwas fehlt. Wie könnte Gott etwas fehlen wenn er doch vollkommen ist?

Lieben Gruss
Gaby
der_ding hat folgendes geschrieben:
Zitat:
Es gibt nichs, was Gott nicht ist, denn sonst wäre Gott nicht das, was er/sie ist.


Wenn Gott aber nur Liebe ist und nicht (auch) Bedürftigkeit, dann ist Gott ja nicht mehr alles...

Oder anders herum: Wenn Gott auch Bedürftigkeit ist, dann ist er nicht mehr (nur) Liebe...

Oder versteh' ich da vielleicht etwas falsch?


ja. Lass Dich vom Verstand nicht so an der Nase herumführen. Er hat seien Grenzen, was Begrifflichkeit angeht. Er ist ganz nett und brauchbar, aber er kann Gegensätzlichkeiten und Gleichzeitigkeit nicht fassen. Wenn man an diesem Punkt ankommt, dann gibt es nur noch das Fühlen.

Liebe IST fühlen, Gott IST fühlen.

Liebe IST Alles. Gott IST Alles. Alles, was nicht ist, ist Illusion. Unsere Illusion. So ist Bedürftigkeit eine Illusuion, denn sie existiert in der letzten Wirklichkeit (= Gott, Liebe) nicht.
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Hmm - vielleicht geh' ich da auch von einem falschen Modell aus.

Das jetzt genannte Modell ist: Gott = Liebe, Freiheit, Letzte Wirklichkeit

Mein Modell ist allerdings:

Gott = Liebe, Freihet, Letzte Wirklichkeit (X); Gott = Nicht-Liebe, Nicht-Freiheit, Nicht-Letzte Wirklichkeit (Y); Gott = Beides in einem/Beides nicht(Z)

So käme man niemals auf die Definition von Gott, denn:

X + Y = Z (vereint); X - Y (Der Strich ist kein Minus, sondern ein Trennstrich)= G(etrennt)

Z + G = Z2; Z - G = G2
Z2 + G2 = Z3; Z2 - G2 = G3
Z3 + G3 = Z4; Z3 - G3 = G4
Z4 + Gbla bla bla...

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Naja - wat soll's...
ja griatsi...so sieht man sich wieder


lg
C.
Hallo der_ding!

Gut gesagt - das wäre 'Gott ist das, was man nicht definieren kann' -
in Parallele zu 'Tao ist das, was man nicht verlassen kann'

Ähnlicher Zugang wie die theologia negativa...
Wer Gott fürchtet, kann Gott nicht lieben.

Und es gibt keinen Grund, Gott zu fürchten,
weder für die Rechtschaffenen noch für die weniger Rechtschaffenen.

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