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Dreieinigkeit












aus Wikipedia:

Dreifaltigkeit, Dreieinigkeit oder Trinität ist die christliche Kirchenlehre (Dogma) von der Dreiheit der Personen (Vater, Sohn (Jesus Christus) und Heiliger Geist) in der Einheit des Göttlichen Wesens.

Herkunft der verwendeten Begriffe
Weder eine ausdrückliche Lehre der Dreieinigkeit, noch die verwendeten Begriffe kommen in der Bibel vor:

Das griechische Wort trias für Gott Vater Sohn und Heiligen Geist wird erstmals erwähnt in der zweiten Hälfte des 2. Jahrhunderts bei dem Apologeten Athenagoras: "sie [die Christen] kennen Gott und seinen Logos, wissen was die Einheit des Sohns mit dem Vater ist, was die Gemeinschaft des Sohnes mit dem Vater ist, was der Geist ist, was die Einheit dieser drei, der Geist, der Sohn, und der Vater, ist, und was ihre Unterscheidung in der Einheit ist."

In der Westkirche wurde das entsprechende lateinische Wort trinitas einige Jahrzehnte später von Tertullian eingebracht. Auch das Wort Person wird in der Bibel nicht im Zusammenhang mit dem Vater, Jesus Christus oder dem Heiligen Geist gebraucht. Von Haus aus Jurist erklärte er das Dogma in der Sprache des römischen Rechtswesens. Er verwendete substantia, das den rechtlichen Status in der Gemeinschaft bezeichnet, für die Gesamtheit von Vater Sohn und Heiligen Geist, und personae (Partei im rechtlichen Sinn). In der substantia soll Gott einer sein, aber in der monarchia - der Herrschaft des einen Gottes - wirken drei personae, Vater, Sohn und Heiliger Geist, meinte er. Einer anderen Version zufolge entlehnte Tertullian die Methapher "Person" dem Theater von Carthago, wo die Schauspieler Masken vor ihr Gesicht hielten, je nach Rolle, die ihnen zukamen. Er verstand die Trinität als drei "Masken", drei "Rollen" eines einzigen "Schauspielers", also Gottes.

Text und Bilder dieses Beitrages basieren auf dem Artikel Dreieinigkeit aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und stehen unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
Akzeptanz

Kirchenväter, Theologen und Kirchenhistoriker verwenden die Trinitätslehre, um die aus ihrer Sicht in der Bibel beschriebene Gottheit von Jesus Christus und dem Heiligen Geist auszudrücken.

Die Lehre gehört zu jedem bedeutenden Glaubensbekenntnis in der Geschichte der Christenheit und wurde von Kirchenvätern, Konzilien und allen größeren Konfessionen anerkannt.

Die Kirchenlehre sieht die Trinität auch als eine spezifisch christliche Gotteslehre, die es so in anderen Religionen nicht gibt. Kritiker der Lehre setzen sie oft mit der Triade gleich (s.u.), die es in vielen Religionen gibt.

Die meisten Konfessionen zählen die Lehre von der Trinität zu den christlichen Mysterien, weil sie in sich widersprüchlich ist und deswegen im "Glauben" angenommen werden muss. Verschiedene Kirchenväter und Theologen haben daher mit Zugangsmodellen versucht, die Lehre zu veranschaulichen.

Von einem kleinen Teil der Christen (z.B. Christian Science, Unitarier) kann die biblische Basis des Dogmas neben dem in der Bibel nicht enthaltenem Vokabular auch inhaltlich nicht gesehen werden (s.u.).
Geschichte

Vorläufer in der Frühen Kirche
Fragen nach der Beziehung zwischen Gott dem Vater, Jesus Christus und dem Heiligen Geist sowie nach deren Eigenschaften wurden schon in den ersten Jahrhunderten diskutiert.

Irenäus von Lyon sah beispielsweise den Sohn als Logos, die Vernunft Gottes und den Heiligen Geist als Gottes Weisheit. "Sein Wort und Seine Weisheit, Sein Sohn und Sein Geist sind immer bei ihm."

Diese Feinheiten entwickelten sich jedoch anfangs des 4. Jahrhunderts zu heftigen theologischen Kontroversen, die im vierten Jahrhundert zeitweise zu einer faktischen Spaltung der Kirche zwischen Trinitariern und Arianern führte. Streitpunkte waren dabei u.a.:

Ist Jesus Christus ganz Gott oder das erste Geschöpf?
Ist der Heilige Geist eine eigenständige "Person" und ganz Gott?
Kann der Begriff Gott im Sinn der Bibel für den Vater, für Jesus Christus als Sohn und den Heiligen Geist verwendet werden?
Sollte man Jesus Christus in gleicher Weise wie Seinen Vater verehren?
Unter anderen hatte Arius, ein Gemeindevorsteher aus dem ägyptischen Alexandria, um 317 dem widersprochen und vertreten, dass Jesus Christus als Sohn Gottes ganz klar Gott untergeordnet - also "subordiniert" sei. Besondere Unterstützung erfuhr Arius durch den Bischof Eusebius von Nikomedia (dessen Anhänger wurden Eusebianer genannt). Einwände dagegen gab es unter anderem von seinem eigenen Bischof Alexander von Alexandria.
Das Bekenntnis von Nicäa: "Jesus ist eines Wesens mit dem Vater"
Die christologische Frage um die Beziehung zwischen Gott und Jesus Christus eskalierte im Streit auch in der Bevölkerung derart, dass der damalige nichtchristliche Kaiser Konstantin die Stabilität im Reich gefährdet sah. So rief er 325 318 Bischöfe im ersten Konzil von Nicäa nahe Konstantinopel zusammen und setzte nach hitzigen Diskussionen die Position des Alexander gegen die Anhänger des Arius, die Arianer, durch. Die Synode verabschiedete das Bekenntnis von Nicäa, in dem es zu Anfang heißt:

Zitat:
Wir glauben an einen Gott,
den allmächtigen Vater,
den Schöpfer alles Sichtbaren und Unsichtbaren.
Und an den einen Herrn Jesus Christus,
den Sohn Gottes,
der als einziggeborener aus dem Vater gezeugt ist, d.h. aus dem Wesen des Vaters
Gott vom Gott, Licht vom Licht,
wahrer Gott vom wahren Gott,
gezeugt, nicht geschaffen,
eines Wesens mit dem Vater;
[...]
Diejenigen aber, die da sagen "es gab eine Zeit, da er nicht war" und "er war nicht, bevor er gezeugt wurde", und er sei aus dem Nichtseienden geworden, oder die sagen, der Sohn Gottes stamme aus einer anderen Hypostase oder Wesenheit, oder er sei geschaffen oder wandelbar oder veränderbar, die verdammt die allgemeine Kirche.


Mit den Formulierungen "wahrer Gott von wahrem Gott" und "gezeugt, nicht geschaffen" grenzte sich die Versammlung gegen die die Auffassung des Arius ab. Arius wurde mit zwei Bischöfen exkommuniziert und verbannt. Zwei weitere Bischöfe wurden kurze Zeit später ebenfalls verbannt. Die Schriften des Arius wurden verbrannt, auf ihren Besitz stand nunmehr die Todesstrafe (was allerdings in der Praxis vom Kaiser nicht durchgesetzt wurde, nachdem bereits vier Jahre später der Arianer Eusebius von Nikomedia sein Hofbischof war).

Die erhoffte Einigung blieb aus. Statt dessen war die nun folgende Zeit geprägt von gegenseitigen Anklagen der nizänischen Partei und der Arianer, von Verleumdungen, Absetzungen und Verbannungen. Es traten verschiedene Synoden zusammen, die ihre Beschlüsse gegenseitig verwarfen. Die arianische Sicht bekam aber nach dem Konzil langsam die Oberhand und drohte das Bekenntnis von 325 zu verdrängen (siehe unter Arianischer Streit).

Erst Theodosius I., (ab 379 n.Chr. Herrscher über Ostrom) sollte das Blatt zugunsten der Trinität wieder wenden.
Das Nicäno-Konstantinopolitanum: "Der Heilige Geist ist Herr"

Neben der christologischen Frage, die im Konzil von Nicäa im Vordergrund gestanden war, kam Mitte des Jahrhunderts wegen der Stellung des Heiligen Geistes. Ist der Geist Gottes eine Person oder eine unpersönliche Kraft Gottes?

"Der Heilige Geist ist selbstverständlich kein Gott", so propagierte eine Theologengruppe, die von ihren Gegnern "Pneumatomachen" (Geistbekämpfer) genannt wurden. Die Trinitarier waren anderer Meinung: Der Heilige Geist war für sie ebenso Gott wie der Vater und der Sohn, nur wie sollte das formuliert werden? Ein erster Versuch kam im Konzil von Alexandria (362). Dann entwickelten die Kirchenlehrer Gregor von Nazianz, Gregor von Nyssa und Basilius von Caesarea, die "Drei Großen Kappadozier", die Ergebnisse von Alexandria weiter. Ein Wesen bzw. Sein (ousia) - drei Hypostasen hieß es nun. Es ist also nicht mehr von "Wesenseinheit" sondern von "Wesensgleichheit" zwischen Vater und Sohn die Rede. Eine wesentliche Leistung der Kappadozier war es, die nichtbiblischen Begriffe hypostase, ousia, homoousious und homoiousious, die von den verschiedenen Parteien im arianischen Streit mit unterschiedlicher Bedeutung verwendet worden waren, klar zu definieren.

381 wurde das erste Konzil von Konstantinopel einberufen, um den arianischen Streit beizulegen. Dort wurde das mit dem nicäischen Glaubensbekenntnis verwandte Nicäno-Konstantinopolitanum beschlossen, das insbesondere den Teil bezüglich Heiligem Geist erweiterte. Ein genauer Textvergleich findet sich unter Nicäno-Konstantinopolitanum.

Zitat:
[...]
Wir glauben an den Heiligen Geist,
der Herr ist und lebendig macht,
der aus dem Vater hervorgeht,
der mit dem Vater und dem Sohn angebetet und verherrlicht wird,
der gesprochen hat durch die Propheten,
und die eine, heilige, katholische und apostolische Kirche.
[...]


Fortan sollte also auch der Heilige Geist, der nach dem Bekenntnis aus dem Vater hervor ging, mit dem Vater und dem Sohn angebetet und verherrlicht werden.

Mit diesem Konzil war aber die heute bekannte Lehre aber immer noch nicht formuliert, gleichwohl der Weg bereitet war. Theodosius, der 394 das gesamte Reich vereinigen konnte, gab dem Nicäno-Konstantinopolitanum die Autorität römischen Gesetzes, so dass alle, die nicht daran glaubten, per römischem Gesetz gezwungen waren, sich entweder von der Kirche loszusagen oder aber die Konsequenzen und Strafe zu tragen.
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