Dreieinigkeit


Pjotr Kala hat folgendes geschrieben:
noch einmal: Auch die Fristenlösung setzt eine eingehende Beratung der Mutter voraus.

Na und? Was ändert das?

Sie kann sich das anhören - ein Ohr rein, beim anderen raus - und das war es. In Österreich dauert das 5 Minuten und ist reine Staffage.
Für die Abtreibung bedarf es dann keinerlei objektive Begründung. Nicht einmal eines "jetzt gerade ungünstig" auf einem Zettel angekreuzt bedarf es.
Zitat:
Pjotr Kala hat folgendes geschrieben:
noch einmal: Auch die Fristenlösung setzt eine eingehende Beratung der Mutter voraus.

Na und? Was ändert das?

Sie kann sich das anhören - ein Ohr rein, beim anderen raus - und das war es. In Österreich dauert das 5 Minuten und ist reine Staffage.



Na und? Was ändert das? Es wird immer Menschen geben, die sich nicht um eine Beratung kümmern.
Ich schaff ja auch nicht die Kirchen ab, weil sie kaum noch jemand braucht.

Außerdem sind mir die Menschen lieber, die im Frühstadium eine Abtreibung vornehmen als daß sie später das Kind verwahrlosen lassen oder sogar töten.

Soweit ich informiert bin, sind die Beratungsgepräche in Deutschland doch schon etwas ausführlicher.

Pjotr Kala
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Hüte dich vor Institutionen, die dir das Denken abnehmen wollen!
Burkl hat folgendes geschrieben:
Das klingt aber weder nach eigenverantwortlicher selbständiger Wahrheitssuche der Gläubigen noch nach Trennung von Staat und Religion...


Es gibt einen Unterschied zwischen selbstständiger Suche nach Wahrheit und der Kompetenz zur Rechtsanwendung. Jeder Jurist kann sich Gedanken zum Strafgesetzbuch machen, sollte das sogar, aber am Ende entscheidet das Gericht, nicht jeder Jurist für sich allein.

Und was die Trennung von Staat und Religion angeht steht doch völlig außer Frage, dass die Institutionen der Bahá'í-Gemeinde in strafrechtlichen Fragen nicht aktiv werden dürfen, da es eine staatliche Ordnung gibt, die solche Regelungen bereits geschaffen hat und anwendet. Daneben eine Paralleljustiz zu unerhalten würde dem Grundsatz der Loyalität zum Staat zuwiderlaufen, dem alle Bahá'í verpflichtet sind. Daher können solche Bestimmungen faktisch nur Relevanz entfalten, wenn sie von einer staatlichen Gesetzgebung übernommen werden.

Die Frage, welche Instanz innerhalb der Bahá'í-Gemeinde zur Anwendung des (anwendbaren) Rechts berufen ist, ist davon erst einmal völlig unabhängig.
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"Nicht mitzuhassen, mitzulieben bin ich da." Sophokles: Antigone, Vers 523
Sören hat folgendes geschrieben:
Und was die Trennung von Staat und Religion angeht steht doch völlig außer Frage, dass die Institutionen der Bahá'í-Gemeinde in strafrechtlichen Fragen nicht aktiv werden dürfen, da es eine staatliche Ordnung gibt, die solche Regelungen bereits geschaffen hat und anwendet.

Wie dem auch sei - ich bin froh, dass Jesus uns nicht geboten hat, Diebe diakonisch durch Brandmarkung zu bestrafen und dabei ausdrücklich die Mitleidlosigkeit angeordnet hat. In Jesus haben wir einen Gott, der nicht Mitleidlosigkeit verkündet, sondern selbst mitleidet. Und zur staatlichen Ebene sagt: "Mensch, wer hat mich bei euch zum Richter oder Schlichter bestellt? "
Burkl hat folgendes geschrieben:
Sören hat folgendes geschrieben:
Und was die Trennung von Staat und Religion angeht steht doch völlig außer Frage, dass die Institutionen der Bahá'í-Gemeinde in strafrechtlichen Fragen nicht aktiv werden dürfen, da es eine staatliche Ordnung gibt, die solche Regelungen bereits geschaffen hat und anwendet.

Wie dem auch sei - ich bin froh, dass Jesus uns nicht geboten hat, Diebe diakonisch durch Brandmarkung zu bestrafen und dabei ausdrücklich die Mitleidlosigkeit angeordnet hat. In Jesus haben wir einen Gott, der nicht Mitleidlosigkeit verkündet, sondern selbst mitleidet. Und zur staatlichen Ebene sagt: "Mensch, wer hat mich bei euch zum Richter oder Schlichter bestellt? "

Anfangs hast du behauptet, es müsse sich um eine Tätowierung handeln. Du bist auf Gegenargumente, die eine Interpretation einer Kennzeichnung in für bestimmte Tätigkeiten benötigten Nach- oder Ausweisen für sinnvoll hält, nicht eingegangen.
Nun wirfst du völlig ohne Grund den Begriff der Brandmarkung in die Diskussion.
Außerdem ist doch klar, dass personale Vergebungsbereitschaft und Mitgefühl von rechtsstaatlicher Ordnung zu trennen ist.
Was aber keineswegs einer Einschränkung der Aufforderung zu Mitgefühl und Vergebungsbereitschaft gleichkommt.
ziraki hat folgendes geschrieben:
Außerdem ist doch klar, dass personale Vergebungsbereitschaft und Mitgefühl von rechtsstaatlicher Ordnung zu trennen ist.

So argumentieren normalerweise sehr menschenverachtende Diktaturen.
Selbstverständlich muss die Barmherzigkeit in der Rechtsordnung ihren Niederschlag finden.
Und ob man den Dieb tätowiert oder brandmarkt ist eigentlich egal. Der Geist hinter dieser Kennzeichnung ist eine allgemeine Ausgrenzung des Diebes, die ich für menschenverachtend halte. Und die Aufforderung mit solcherart Bestraften kein Mitleid zu haben kannst du bei "deinem" Offenbarer nachlesen. Jesus hat die Sünder nicht ausgegrenzt, sondern mit ihnen gegessen.
Burkl hat folgendes geschrieben:
ziraki hat folgendes geschrieben:
Außerdem ist doch klar, dass personale Vergebungsbereitschaft und Mitgefühl von rechtsstaatlicher Ordnung zu trennen ist.

So argumentieren normalerweise sehr menschenverachtende Diktaturen.
Selbstverständlich muss die Barmherzigkeit in der Rechtsordnung ihren Niederschlag finden.
Und ob man den Dieb tätowiert oder brandmarkt ist eigentlich egal. Der Geist hinter dieser Kennzeichnung ist eine allgemeine Ausgrenzung des Diebes, die ich für menschenverachtend halte. Und die Aufforderung mit solcherart Bestraften kein Mitleid zu haben kannst du bei "deinem" Offenbarer nachlesen. Jesus hat die Sünder nicht ausgegrenzt, sondern mit ihnen gegessen.

Ich habe doch nie behauptet, dass es sich um entweder eine Tätowierung oder eine Brandmarkung handelt, sondern dagegen argumentiert.
Bei Bahaullah kann ich nachlesen, dass er Mitleid voraussetzt. Sonst würde er ja nicht ein Gesetz empfehlen, das eben nicht Mitleid zur Grundlage hat.

Ausgrenzen und mit jemandem essen kann verschiedene Bedeutungen haben.

Vor kurzem habe ich 'Korruption und Sünde' von dem ehemaligen Bischof von Buenos Aires, heute als Papst Franziskus bekannt, gelesen.
Ich glaube nicht, dass er in seiner Zeit als Erzbischof dafür bekannt war, dass er sich in gesellschaftliche Manipulationen hat miteinbeziehen lassen.