Dreieinigkeit


Argumente für die Trinität

Alle Bibelstellen aus der Einheitsübersetzung. Die angebenen Quellen sind mehrheitlich Kirchenväter, die von allen drei grossen christlichen Traditionen anerkannt sind.

Trinität:

Basilius von Caesarea, Gregor von Nazianz, Gregor von Nyssa, Ambrosius von Mailand und Cyril von Jerusalem führen insbesondere den Missionsbefehl Jesu auf: Darum geht zu allen Völkern und macht alle Menschen zu meinen Jüngern; tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes (Mt 28,19) - da Name hier Einzahl ist wird das als gemeinsamer Name von im gleichen Rang stehenden Vater, Sohn und Heiligem Geist ausgelegt. Andernfalls würde ja, so Athanasius, im Namen Gottes und im Namen von zwei Geschöpfen getauft.

Gregor von Nyssa und Ambrosius führen den apostolischen Segen vonl Paulus im 2. Korintherbrief auf: Die Gnade Jesu Christi, des Herrn, die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen! (2Ko 13,13)

Augustinus von Hippo führt auf, dass es nur durch die Trinität möglich sei, dass Liebe ein ewiger Wesenszug Gottes sein kann.(1. Joh 4,8 "Gott ist Liebe".) Liebe braucht immer ein Gegenüber - ein nichttrinitarischer Gott könnte also erst lieben, nachdem er ein Gegenüber erschaffen hat, dass er lieben kann. Der dreieinige Gott hat jedoch von Ewigkeit her das Gegenüber der Liebe in sich selbst, wie Jesus es in Joh 17,24 beschreibt: "Vater, ich will, dass alle, die du mir gegeben hast, dort bei mir sind, wo ich bin. Sie sollen meine Herrlichkeit sehen, die du mir gegeben hast, weil du mich schon geliebt hast vor der Erschaffung der."

Gottheit von Jesus Christus

Athanasius, Gregor von Nazianz, und Ambrosius verweisen auf Bibelstellen, wo Jesus in ihrer Sicht als einziger dem Schöpfer gleichgesetzt wird, z.B. Joh 1,1ff oder Phil 2,5ff. und auf das Wort kyrios (Herr) zu beachten, das in der Septuaginta für Adonai (Gott) verwendet wird, und im Neuen Testament für sowohl für Gott und als auch für Jesus, wobei kyrios (Jesus) im Neuen Testament öfters im gleichen Kontext steht wie kyrios (Gott) im Alten Testament (vgl. Jes 45,23 und Phil 2,10, Joel 2,32 und Röm 10,13, Jes 8,13 und 1 Petr 3,15).

Weitere Bibelstellen, die in in der Auslegung klassischer Exegeten wie Athanasius oder Augustinus deutlich auf die Gottheit von Jesus Christus hinweisen sind: "Ehe Adam wurde, bin ich." (Joh 8,58) mit einem von den Zuhörern verstandenen klaren Bezug auf das "Ich bin" von 2 Mo 3,14, und "Ich und der Vater sind eins" (Joh 10,30), was von den Zuhörern in 10,33 so verstanden wurde, dass er sich selbst zu Gott machte, worauf sie ihn wegen Gotteslästerung zu steinigen suchten. Thomas nennt ihn in Joh 20,28 "Mein Herr und mein Gott".

Das oft als Gegenbeleg verwendete Mt 27, 43 Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen ist ein wörtliches Zitat des Anfangs von Psalm 22 und somit kein Beleg dafür, dass Jesus nicht Gott ist.

Augustinus oder Bullinger im Zweiten Helvetischen Bekenntnis sehen die Unterordnung von Jesus unter den Vater als freiwillige Unterordnung (Philippet 2,5) nicht als qualitativen Unterschied.Daraus folgend sind Aufträge, die Jesus vom Vater erhält und ausführt ein Hinweis auf eine unterschiedliche Funktion, nicht einen unterschiedlichen Rang.

Die nichttrinitarische Sicht beispielsweise der Arianer, dass Jesus ein Beinah-, Halb- oder Unter-Gott" sei, ist aus der Sicht von Trinitariern, beispielsweise Athanasius, nicht mit dem biblischen Monotheismus zu vereinbaren.

Athanasius sieht in der Ablehnung der Trinität auch die Ablehnung der Gottheit Jesu Christi. Sie vertreten die Ansicht, dass der Erlöser Jesus Christus selbst Gott sein müsse, da nach Kol 1,17ff Gott die Welt mit sich versöhnen wird.

Gottheit des Heiligen Geists

Basilius von Caesarea, Gregor von Nazianz, Athanasius, Calvin und Wesley führen Bibelstellen auf, wo er als Person handelt und mit andern Personen in Beziehung tritt:Besonders deutlich sehen sie das z.B. in Joh 16,13f, wo sich ein männliches Pronomen auf das im Griechischen neutrale Wort πνευμα pneuma (Geist) bezieht. In Röm 8,26 tritt der Geist für uns ein, in Apg 8,39 wirkt er Wunder, in Joh 16,8 überführt er von der Sünde. Er kann belogen werden (Apg 5,3), betrübt werden Eph 4,30), gelästert werden (Mt 12,31). Die Apostel verwenden ihn in Apg 15,28 zusammen mit sich selbst als Subjekt des Satzes ("Der Heilige Geist und wir haben entschieden..."). Basilius führt Beispiele von Typologien und Personifizierungen von Abstrakta in der Bibel auf, unterscheidet sie aber klar von der Beschreibung des Heiligen Geists im Neuen Testament.

Gregor von Nazianz in den theologischen Reden, Athanasius und Augustinus, betonen die absolute Geistigkeit Gottes. Jesus ist für sie jedoch sowohl Gott als auch Mensch - als Gott absolut geistig, als Mensch körperlich. Hebr 13,8 schreibt Jesus die göttliche Eigenschaft Unwandelbarkeit zu: "Jesus Christus ist derselbe, gestern, heute und in Ewigkeit". (Einheitsübersetzung) Und der zitierte Hymnus aus Phil 2,4-11 spricht für Trinitarier besonders deutlich von der Gottheit Jesu Christi.

Athnanasius, Hilarius von Poitiers, Augustinus, Ambrosius von Mailand und Tertullian führten Stellen aus dem Alten Testament auf, die aus ihrer Sicht prophetisch auf die Trinität gesehen hinweisen:
" Dann sprach Gott: Lasst uns Menschen machen als unser Abbild, uns ähnlich. (1 Mose 1,26).
Im Hain Mamre erscheint der HERR (Jahwe) Abraham in der Gestalt dreier Männer (1.Mose 18,1+2). Er spricht diese drei Männer zunächst im Singular an: Mein Herr, wenn ich dein Wohlwollen gefunden habe, geh doch an deinem Knecht nicht vorbei! (Vers 3), wechselt dann jedoch unvermittelt in den Plural: Man wird etwas Wasser holen; dann könnt ihr euch die Füße waschen und euch unter dem Baum ausruhen. (Vers 4). Die drei Männer antworten Abraham zunächst im Plural: Sie fragten ihn: Wo ist deine Frau Sara? Dort im Zelt, sagte er. (Vers 9) Da sprach der Herr: In einem Jahr komme ich wieder zu dir, dann wird deine Frau Sara einen Sohn haben. Sara hörte am Zelteingang hinter seinem Rücken zu. 1 (Vers 10)

*Das dreifache "Heilig!" in Jesaja 6,3 wurde ebenfalls als ein Hinweis auf die Trinität verstanden und gelehrt.
*Ebenso sah man in der Bezeichnung Gottes als "Gott Abrahams (Gott offenbart sich als Vater), Gott Isaaks (Gott offenbart sich als Sohn) und Gott Jakobs-Israels (Gott offenbart die verwandelnde Kraft seines Geistes) einen Hinweis auf die Dreieinigkeit Gottes.

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Argumente gegen die Trinität
(Alle Bibelstellen aus dem Konkordanten Neuen Testament)

Nichttrinitarier sagen, "Gott" werde in der Auslegung der christlichen Bibel als Titel verwendet (im Sinn von Unterordner) und habe verschiedene Träger wie Jesus (Heb 1,8, Joh 20,28), Mose (2 Mose 4,16), andere Menschen (Ps 82,8; Joh 10,34), z.B. Richter (2 Mose 21,6) oder der eigene Körper (Phil 3,19). Nicht alle Träger des Titels seien also gleichzusetzen, wie es das Dogma meine, das ja eigentlich von drei gleich großen Göttern spreche. In absoluter Form ohne Einschränkung (also als Gott über alle und alles) sei dagegen mit Gott in der Bibel immer nur der Vater gemeint: Gott sei nicht teilbar, Er sei Einer (Röm 3:30), ein Gott und Vater aller (Eph 4,6). Für uns ist nur einer Gott, der Vater (1. Kor 8,6).

Nichttrinitarier erklären, der Heilige Geist sei in der Bibel nicht genauso unabhängig vom Vater wie der Sohn und dürfe nicht als eigenständige "Person" betrachtet werden. Der Heilige Geist werde auch nie Gott genannt. "Geist" werde in der Bibel zwar des Öfteren personifiziert (Gottes Geist, also der Heilige Geist: Römer 8:9, 14; Christi Geist: 1. Petrus 1:11 und selbst Marias Geist: Lukas 1:47), Personifizierung beweise aber nicht Persönlichkeit. Auch die Weisheit müsste so nach Sprüche 1:20-33; 8:7-15, Mat. 11:19 und Lukas 7:35 eine Person sein. Ebenso wie die Sünde (Römer 5:14, 17, 21; 6:12), der Tod oder die Liebe (nach 1. Kor.13). Die Verwirrung entsteht ihrer Meinung, weil nicht gesehen wird, dass hier Sprachfiguren vorliegen. Gott wirkt mit Hilfe Seines Geistes (also des Heiligen Geistes) in den Herzen der Gläubigen, damit sie durch Gott verändert werden können (z.B. Eph. 3:16ff). Dem Heiligen Geist, also dem Geist Gottes, den gleichen Stellenwert wie dem Vater oder dem Sohn zuzurechnen, kann mit der Bibel also ihrer Meinung nach nicht unterstützt werden. Die Bibel sage auch ganz klar, dass der Geist Gottes, der Heilige Geist, in der selben Verbindung zu Gott steht wie der Geist eines Menschen in Verbindung zum Menschen steht: "Denn wer unter den Menschen weiß, was im Menschen ist, außer dem Geist des Menschen, der in ihm ist? Also hat auch niemand die Tiefen Gottes erkannt außer dem Geist Gottes. (1. Kor. 2:11)". Also: Wenn jemand den Heiligen Geist, die Kraft Gottes betrübt, wird Gott, der Vater betrübt und niemand anderer.

Nichttrinitarier meinen, Jesus Christus sei nicht genauso "Gott" wie sein Vater und ihm damit gleichrangig. Schon mit dem Ausspruch Jesu ";Der Vater ist größer als Ich" (Joh. 14:28) sehen Nichttrinitarier die Annahme der Gleichrangigkeit zwischen dem Vater und seinem Sohn widerlegt. Gott, der Vater, hat Seinen Sohn mit einem Auftrag auf die Erde gesandt, aber Er wird nicht gesandt. Der Sohn wird gesandt, Er aber sendet niemals Seinen Vater. Das ist nicht umkehrbar und ein klares Zeichen von Unterordnung. Wer wäre da, um Gott zu schicken? Mehrfach bezeugt Jesus, dass der Vater Ihn gesandt hat (Joh. 5:39, 6:29, 38, 44; 17:3, 8, 18, 21), und Er stellte fest, dass ein Sklave nicht größer ist als der, der ihn gesandt hat (Joh. 13:16). Auch Paulus schreibt, dass Jesus von Gott gesandt wurde (Römer 8:3). Christus hat einen Gott (Unterordner) und Vater. Er rief Ihn an "Mein Gott, mein Gott!" (Mat. 27:43). Paulus und Petrus schrieben "Gesegnet sei der Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus!" (2. Kor. 1:3,16; Eph. 1:3; 1. Pet. 1:3). Auch Paulus bezeugt deutlich "Das Haupt des Christus ist Gott" (1. Kor. 11:3). "[Da ist] ein Gott und Vater aller, der über allen ist und durch alle und in allen wirkt" (Eph. 4:6). Unbestritten ist die besondere Harmonie zwischen dem Vater und Seinem Sohn, sie sind eines Geistes (Joh. 10:30), also eins, aber nicht Einer, sondern unterscheidbar mit klarer Rangfolge. Für uns ist nur einer Gott, der Vater (1. Kor. 8:6).

Aus Sicht der Nichttrinitarier ist auch die absolute Geistigkeit Gottes zu betonen (Jes. 31:3, Joh. 4:24, Kol. 1:15). Geist ist aber weder sichtbar noch hörbar. So sagte Jesus auch "Weder habt ihr jemals des Vaters Stimme gehört, noch Sein Aussehen wahrgenommen" (Joh. 5:37). "Niemand hat Gott jemals gesehen" (Joh. 1:18). Gott ist unwandelbar (Jes. 41:4b; Jak. 1:17): Er war immer Geist, ist Geist und wird immer Geist bleiben. Allein das schließt schon die Vorstellung aus, dass Gott Mensch wurde. Damit Gott mit Seiner Schöpfung kommunizieren kann, ist also ein Mittler nötig. Dieser Mittler, auch symbolisch "das Wort" genannt (Joh. 1:1), ist mit Gott, dem Vater eins, aber nicht einer (Joh. 10:30), "denn Gott ist einer, ebenso ist einer auch Mittler zwischen Gott und den Menschen, der Mensch Christus Jesus" (1. Tim. 2:5). Sie sind also zwei, aber in vollkommener Vertrautheit, weil, so wie Jesus sagt, "ich von Ihm bin und derselbe mich ausgesandt hat" (Joh. 7:29). Ein Mittler ist von dem zu unterscheiden, der vermittelt werden soll, er dem Vermittelnden also unterordnet. Nur der Sohn Gottes konnte also seine Gestalt ändern, von der Gestalt Gottes (also Geist) wurde er dem Menschen gleich: "Denn diese Gesinnung sei auch in euch, die auch in Christus Jesus ist: der, als Er in der Gestalt Gottes war, es nicht als ein Rauben erachtete, ebenso wie Gott zu sein; sondern Er entäußerte Sich Selbst, nahm die Gestalt eines Sklaven an, wurde den Menschen gleich gestaltet." (Phil. 2:6-7). Zu beachten ist auch, dass der Vater zuerst da war und Jesus Christus von Ihm gezeugt wurde (Joh. 1:18, 8:42, Sprüche 8:22-24, 30), vor aller anderen Schöpfung, die Gott dann durch Seinen Sohn schuf (Joh. 1:1-3, 10, siehe auch Kol. 1:16; 1. Kor. 8:6; Heb. 1:2). Wird der Gottesbegriff im Plural verwendet, wie mit "Elohim" in 1. Mose 1:1, ist dieses gemeinsame Handeln betont.

Nichttrinitarier legen die folgenden Bibelverse dahingehend aus, dass der Vater zuerst dagewesen sei und Jesus Christus von ihm gezeugt worden sei vor aller anderen Schöpfung, die Gott dann durch seinen Sohn geschaffen habe. Der Herr hat mich geschaffen im Anfang seiner Wege, vor seinen Werken in der Urzeit; in frühester Zeit wurde ich gebildet, am Anfang, beim Ursprung der Erde. Als die Urmeere noch nicht waren, wurde ich geboren, als es die Quellen noch nicht gab, die wasserreichen. (Sprüche 8,22ff) Niemand hat Gott je gesehen. Der Einzige, der Gott ist und am Herzen des Vaters ruht, er hat Kunde gebracht. (Johannes 1,18) Wenn Gott euer Vater wäre, würdet ihr mich lieben; denn von Gott bin ich ausgegangen und gekommen. (Johannes 8,42). Wenn der Gottesbegriff im Alten Testament im Plural gebraucht werde, legen Nichttrinitarier das als Betonung des gemeinsame Handelns von Gott und Jesus Christus aus.
Nichttrinitarier meinen, dass durch das Dogma der Trinität unnötige Unklarheiten und Mißverständnisse geschaffen worden seien, die die einfache Botschaft vom allmächtigen Gott und von Seinem einziggeborenen Sohn, der den besonderen Auftrag bekommen hat, die Welt zu retten (Joh. 3:17), verschleiert. Unwahr ist so nach ihrer Sicht der Bibel, dass der Gott und Schöpfer des Alls hilfloser Mensch wurde und am Kreuz gestorben sei (wenn Jesus Gott gewesen wäre, hätte er auch nicht sterben können, denn Gott ist unsterblich - nach 1. Tim. 6:16).
Die Anbetung von Jesus Christus und dem Heiligen Gott als Gott ist in der Sicht von Nichttrinitariern eine Verneinung des Monotheismus, der nur den Vater als Gott ansieht.

Nichttrinitarier sehen die Trinitätslehre als ein altes heidnisches Konzept an, das die einfache Botschaft vom allmächtigen Gott und von Seinem einziggeborenen Sohn, der den besonderen Auftrag bekommen hat, die Welt zu retten (Joh. 3:17), verschleiere.
Zitat:
Nichttrinitarier sehen die Trinitätslehre als ein altes heidnisches Konzept an, das die einfache Botschaft vom allmächtigen Gott und von Seinem einziggeborenen Sohn, der den besonderen Auftrag bekommen hat, die Welt zu retten (Joh. 3:17), verschleiere.

Alle Nichttrinitarier haben ein wesentliches dogmatisches Problem: Die sog. "Präexistenz" Christi, das heißt die Tatsache, dass Er nach Seinen eigenen Worten bereits vor der Erschaffung der Welt existiert hat. Die Frage ist, was war Er vor seiner Inkarnation als Mensch auf der Erde? Die Antwort "Gott" fällt für die Nichttrinitarier ja definitiv weg. Aber was Er dann? So eine Art "Halbgott", eine gottähnliche oder sonstige übermenschliche Wesenheit? Das ist ja eigentlich pures Heidentum, von solchen auf einer Ebene zwischen Gott und Mensch stehenden Wesenheiten auszugehen. Die Frage nach der Präexistenz bleibt von ihnen daher zumeist gänzlich unbeantwortet oder wird sehr abstrakt und verwässert beantwortet.

"Vater, verherrliche du mich jetzt bei dir mit der Herrlichkeit, die ich bei dir hatte, bevor die Welt war." Joh 17,5
Burkl hat folgendes geschrieben:
Zitat:
Nichttrinitarier sehen die Trinitätslehre als ein altes heidnisches Konzept an, das die einfache Botschaft vom allmächtigen Gott und von Seinem einziggeborenen Sohn, der den besonderen Auftrag bekommen hat, die Welt zu retten (Joh. 3:17), verschleiere.

Alle Nichttrinitarier haben ein wesentliches dogmatisches Problem: Die sog. "Präexistenz" Christi, das heißt die Tatsache, dass Er nach Seinen eigenen Worten bereits vor der Erschaffung der Welt existiert hat. Die Frage ist, was war Er vor seiner Inkarnation als Mensch auf der Erde? Die Antwort "Gott" fällt für die Nichttrinitarier ja definitiv weg. Aber was Er dann? So eine Art "Halbgott", Geistwesen oder sonstige übermenschliche Wesenheit? Das ist ja eigentlich pures Heidentum, von solchen Wesenheiten auszugehen. Diese Frage bleibt von ihnen zumeist unbeantwortet oder wird sehr abstrakt und verwässert beantwortet.

"Vater, verherrliche du mich jetzt bei dir mit der Herrlichkeit, die ich bei dir hatte, bevor die Welt war." Joh 17,5


Ich habe den Teil deines Beitrags, den ich jetzt nicht verstehe, markiert.
In einem anderen Zusammenhang hast du vor kurzem geschrieben:
Zitat:
"Die Luft" oder an anderen Bibelstellen "der Himmel" steht im betreffenden Zusammenhang sicherlich nicht für ein physikalisches Phänomen, sondern für die geistige Sphäre, die unsichtbare Welt, die Gott nach christlichem Glauben genauso geschaffen hat wie die sichtbare, und in der sich der eigentlich entscheidende Kampf zwischen Gut und Böse - Engel und Dämonen, Teufel und Gott - abspielt. Die geistige Machtsphäre steht in ständiger Interaktion mit der sichtbaren Wirklichkeit. Jedesmal wenn eine böse Tat gesetzt wird oder auch nur ein schlechter Gedanke gefasst wird hat ein Dämon ein Scharmützel gegen unseren Schutzengel gewonnen.

Wieso wäre das dann kein Heidentum? Du gehst doch auch von übermenschlichen Wesen aus, oder?
ziraki hat folgendes geschrieben:

Wieso wäre das dann kein Heidentum? Du gehst doch auch von übermenschlichen Wesen aus, oder?

Die Engel stehen nicht auf einer übermenschlichen Stufe zwischen Gott und Mensch. Sie sind als nicht gottesebenbildliche Geschöpfe von ihrer Stufe sogar unter dem Menschen.

"Wisst ihr nicht, dass wir über Engel richten werden? Also erst recht über Alltägliches." 1 Kor 6,3

P.S.: Ich die diesbezügliche Formulierung im vorigen Post noch nachgeschärft.
Ich bin sicherlich nicht geeignet, um über die Stufe von Engeln im katholischen Glauben zu diskutieren.
In der Bibel gibt es, denke ich schon ein paar Aussagen, die Engel als dem Menschen übergeordnet beschreiben.
Aber dass sie Geistwesen sind, die vor der Erschaffung der Welt existiert haben, finde ich im Katechismus und so habe ich auch deine bisherigen Aussagen dazu verstanden.
Wieso sollte also eine Präexistenz als Geistwesen für Jesus ausgeschlossen sein, oder heidnisches Gedankengut wiederspiegeln?
Ich sehe das mit der Trinität auch so, dass im Grunde genommen letztlich der Vater allein Gott ist! Was Präexistenz betrifft: Da Gott alle und alles grenzenlos ist, und da logischerweise schon aus naturwissenschaftlicher Sicht davon ausgegangen wird, dass Energie/Materie, was auch immer besteht, schon immer auf irgendwelche Weise da war und immer auf irgendwelche Weise da sein wird, schließe ich daraus, dass wir alle letztendlich schon irgendwie irgendwo immer existiert haben und weiter existieren werden.
Das grundlegende Problem ist, daß die Christliche Kirche aus ihrer Lehre das Karma, und die Wiedergeburt herausgenommen (gelöscht) hat. (In allen anderen Religionen ist dieses Wissen vorhanden).
Würde es tatsächlich nur EINE Geburt und EINEN Tod geben, dann hätten wir doch einen sehr ungerechten Gott!
Denn aus welchem Grund sollten Menschen in unermesslichen Reichtum, und Andere in unermessliche Armut hineingeboren werden? Wo währe da eine Gerechtigkeit?

Selbstverständlich hat JEDER schon „unzählige“ Geburten und körperliche Tote hinter sich.
Woher sonst, sollte eine geistige (natürlich auch Materielle, Wissenschaftliche und Technische) Entwicklung kommen?
Das währe sinnbildlich so, wie wenn immer nur LEERE Blätter geboren werden würden, und beim Verbrennen der Blätter währen wieder alle gesammelten Erfahrungswerte weg!
So gibt es weder einen Fortschritt im Materiellen, und schon garnicht im Geistigen.
Bei jeder Geburt bringt das neue Leben alle Zuneigungen und Abneigungen, alle Talente und Fähigkeiten, alle Interessen, usw. mit, und macht auf dieser Basis weiter. Auch wird er in die entsprechende Situation (Familie, Umfeld) hineingeboren, damit er da weiter machen kann (Lernprozess), wo er im früheren Leben aufgehört hat.

Das Leben ist ein kontinuierlicher Lernprozess. Beim körperlichen Tot stirbt nur der Körper (Materie). Aber jede Erfahrung, die gewonnen wurde, bleibt im Geist und Bewusstsein erhalten, und auf dieser Basis, wird ein neuer Körper geboren – damit er da weiter machen kann, wo er im früheren Leben aufgehört hat.
© Demetrius
http://www.demetrius-degen.de/index.htm
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Auf der Erde gibt es seit jeher den Kampf zwischen Egoismus und Selbstlosigkeit.
Die Egoisten werden reich, die Selbstlosen schaffen große Werke.
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Was nun die Trinitätslehre betrifft:
Das, was wir Gott nennen, ist die EINHEIT von Geist und Seele – in einem ruhenden Zustand.

Dann gibt es ja die bekannte Aussage: Am Anfang war das „Wort“!
Nennen wir das der heutigen Zeit entsprechend: Eine geistige Vorstellung!
Diese Vorstellung war in Gott, und in Gott war diese Vorstellung.
Dann kommt: „Und das Word ward Fleisch geworden“
Das muß dann heißen: „Und die geistige Vorstellung ist materialisiert“!
Denn Fleisch bedeutet Körper, und Körper bedeutet Materie.

So, und jetzt haben wir diese DREIEINIGKEIT:
Geist, Seele und Materie.
Diese Dreiheit ist ein göttliches PRINZIP.
So haben wir zunächst Pflanzen, dann Tiere, dann Menschen.
Dann haben wir die Polarität männlich und weiblich (was Geist und Seele entspricht).
Diese beiden zeugen Kinder – und so haben wir wieder die Dreiheit.
Dem Prinzip entsprechend ist der Mensch auch ein Kind Gottes.

Nur, dann wäre die Materie noch TOT!
Wer diese tote Materie belebt ist der lebendige Geist. Darum muß der Geist sich von der Einheit trennen, und einen materiellen Körper BELEBEN.
Bei diesem Vorgang VERGISST der Geist, woher er kommt, und identifiziert sich mit dem jeweiligen Körper. Das ist das eigentliche Übel an dieser ganzen Sache.
Jetzt lebt der Geist so lange seine Vorstellungen (Begehren, Wünsche und Ängste) in unzähligen Leben aus, bis er das ganze satt hat, das Spiel des Lebens durchschaut, sich seiner Ursprungs BEWUSST wird, und wieder „nach Hause“ will – in die EINHEIT zurück will.

© Demetrius
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ziraki hat folgendes geschrieben:

In der Bibel gibt es, denke ich schon ein paar Aussagen, die Engel als dem Menschen übergeordnet beschreiben.

Sind sie gegenüber dem gefallenen Menschen auch in gewisser Weise, nämlich was ihre geistige Wirkmacht anbelangt.

Aber auf Ebene der Rangfolge der Wertigkeit der Kreaturen nicht - denn die Gottesebenbildlichkeit (vgl. Gen 1,27) haben sie nicht - oder hast du eine Bibelstelle gefunden, wo diese Eigenschaft einem anderen Geschöpf als dem Menschen zugesprochen wird?
Der Mensch ist das einzige Geschöpf, das Gott um seiner selbst Willen gewollt und erschaffen hat - das ist die wesentliche Grundeigenschaft Gottes, die der Mensch mit Ihm teilt, einfach "da zu sein" (Ex 3,14).

Unter dem Menschen kommen in der kreatürlichen Rangfolge die Engel, die zwar mit freiem Willen ausgestattet (und dadurch Person) sind, aber nicht um ihrer selbst Willen erschaffen wurden - sondern mit der "Zweckwidmung" der Angehörigkeit zum göttlichen Hofstaat, Seiner permanenten Anschauung und Seines Lobgesanges (vgl. z.B. Jes 6,3, Mt 18,10). Dann kommen in der Rangfolge die Tiere, die "programmierte Intelligenz" haben, in die Biologie zweckgebunden hineingestellt sind, keinen freien Willen haben und daher keine Personen sind.

Zitat:

Aber dass sie Geistwesen sind, die vor der Erschaffung der Welt existiert haben, finde ich im Katechismus und so habe ich auch deine bisherigen Aussagen dazu verstanden.
Wieso sollte also eine Präexistenz als Geistwesen für Jesus ausgeschlossen sein, oder heidnisches Gedankengut wiederspiegeln?

Für mich ist in meinem persönlichen Glaubensempfinden die Vorstellung irgendeiner Kategorie an Wesenheiten, die auf einer Stufe zwischen Gott und Mensch stehen - eben Halbgötter wie Herkules oder Minas oder sonstige gottähnliche Wesenheiten - heidnisch. Darum auch die diversen Irrlehren, die in Christus irgendetwas in diese Richtung sehen. Das gab es ja bereits früh im christlichen Bereich (z.B. Arianismus) und gibt es naturgemäß auch im außerchristlichen.

Es gibt zwischen Gott und dem Menschen nichts "Eingeschobenes". Jesus ist sowohl Mensch als auch Gott - nichts "dazwischen", sondern beides.

"Zum ewigen Heil ist es nötig, auch an die Fleischwerdung unseres Herrn Jesus Christus aufrichtig zu glauben.
Der richtige Glaube ist nun dieser: Wir glauben und bekennen,
dass unser Herr Jesus Christus, der Sohn Gottes,
Gott und Mensch ist.
Gott ist er aus der Wesenheit des Vaters, vor den Zeiten gezeugt,
und Mensch ist er aus der Wesenheit der Mutter, in der Zeit geboren.
Vollkommener Gott, vollkommener Mensch,
bestehend aus einer vernünftigen Seele und menschlichem Fleisch.
Dem Vater gleich der Gottheit nach,
geringer als der Vater der Menschheit nach.
Doch obwohl er Gott und Mensch ist,
sind es nicht zwei, sondern ein Christus.
Einer aber nicht dadurch, dass die Gottheit in Fleisch verwandelt worden wäre,
sondern dadurch dass Gott die Menschheit angenommen hat.
Er ist ganz und gar einer nicht durch eine Vermischung der Wesenheit,
sondern durch die Einheit der Person.
Denn wie vernünftige Seele und Fleisch einen Menschen ergeben,
so ergeben Gott und Mensch einen Christus."

aus dem Athanasianischen Glaubensbekenntnis