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Es gibt keinen Beweis für Gott, weil es mangels Existenz eines solchen keinen Beweis geben kann.
Was uns an Gottesbeweisen angedient wird, sind Zirkelschlüsse mit denen jeder Unsinn "bewiesen" werden kann.
Mir konnte noch niemand auch nur ein einziges wirklich vernünftiges Argument dafür liefern, warum ich an einen Gott oder was auch immer glauben soll. Und eine andere Ebene als die Vernunft kann nicht als Grundlage dienen, weil es die einzige Ebene ist, auf der Menschen sinnvoll handeln können. Wenn der allmächtige Gott uns die Vernunft geschenkt haben soll, ist ziemlich unklug von ihm, sich dieser rationalen Ebene zu entziehen und ins Mystische abzutauchen.
Drollig wir des dann, wenn die Schriftgäubigen kommen und die Wahrheit aus der Bibel, dem Koran onder sonstiger heiligen Schriften ableiten.
Zugegeben ist es natürlich einfach daran zu glauben, weil man für nichts mehr eine Erklärung suchen muss, weil sich letzlich alles auf den Schöpfer abschieben lässt. Eine Schöpfungstheorie erklärt also gar nichts, sie vernebelt und hemmt den Gewinn von Erkenntnis.
Diese Schriften sind aber natürlich auch kein Wort Gottes, es Zeugnisse menschlichen Schaffens, geboren aus den damals kursierenden Mythen.
Gäbe es einen Beweis für die Existenz eines wie auch immer geschaffenen höheren Wesen, kein Gläubiger würde auch nur eine Sekunde zögern, sie zu verbreiten.
Zutreffend ist hier schon von einigen Forenmitgliedern auf die weitverbreitete Wissenschaftsfeindlichkeit hingewiesen worden und auch auf die immer häufiger anzutreffende Tatsache, dass seitens Teilen der Gläubigenfraktion "Zeugen" in Beschlag genommen werden, die sich hiergegen nicht oder nicht mehr wehren können. Einstein ist ein sehr populäres Beispiel. Dieser wird gerne als Zeuge bzw. Beispiel dafür genommen, dass er trotz seiner bahnbrechenden wissenschaftlichen Erkenntnisse ein Gläubiger Mensch gewesen sei. Auf die Unwahrheit dieser Behauptung ist schon von anderen hingewiesen worden.
Da kein Beweis existiert, wird häufig versucht den Glauben durch Furcht zu verbreiten. Furcht vor der Hölle, dem Verlust des "ewigen Lebens". Der Rache des Schöpfergottes. Diese Erpressungsszenarien sind vielen Religionen immanent und bei Lichte betrachtet doch eigentlich eine Zumutung.
Der fehlende Gottesbeweis wird gerne auch mit dem Argument gekontert, dass seine Nichtexistenz ebenfalls nicht bewiesen sei. Dem ist denknotwendig so. Nichttatsachen kann man nicht beweisen. Im Übrigen liegt die Beweislast bei demjenigen, der die Existenz eines Phänomes behauptet.
Wir brauchen auch keinen Gott, der uns vorgibt was gut oder böse ist.
Der doch angeblich allmächtige und allwissende Schöpfergott, wahlweise ist er auch mal gütig mal rachedürstig, ist ein ziemlich eiteles und eifersüchtiges Wesen. Man könnte auch von niedrigen Instinkten sprechen, die ihn beherrschen und antreiben. Und seine Schöpfung ist ein einziger Gewährleistungsfall.
Wenn die Erde und das auf ihr wuselnde Leben alles ist, was der Allumfassende zustande gebracht haben soll, ist das schon enttäuschend genug.
Für mich wäre seine Existenz daher auch nicht wünschenswert, da ich ihm schon aus vernünftigen Gründen trotz seiner Existenz nicht folgen könnte.
Es zeugt doch eher von der überheblichen menschlichen Neigung sich selbst als so wichtig zu erachten, dass irgendein allmächtiger Gott sich mit etwas, im Kontext des Universums völlig unerheblichem, wie der Menschheit befassen sollte. Unsere Spezies wird ziemlich sicher irgendwann verschwinden und mit ihr sämtliche Götter des Planeten und es wird nicht einmal mehr jemand da sein, der den Verlust bemerken könnte.
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@nekilotte
Guten Tag. Es freut mich, dass Du zu uns gefunden hast. Sei willkommen.
Dein Zitat.
| Zitat: |
| Es zeugt doch eher von der überheblichen menschlichen Neigung sich selbst als so wichtig zu erachten, dass irgendein allmächtiger Gott sich mit etwas, im Kontext des Universums völlig unerheblichem, wie der Menschheit befassen sollte. Unsere Spezies wird ziemlich sicher irgendwann verschwinden und mit ihr sämtliche Götter des Planeten und es wird nicht einmal mehr jemand da sein, der den Verlust bemerken könnte. |
Da könntest Du Recht haben.
Der Beweis, dass es eine erste - und vielleicht auch letzte - Ursache gibt, weshalb es Leben und Dich gibt, ist nicht ganz möglich.
Deshalb wird es ja "Glauben" genannt und nicht "Wissen".
Vernunftsbegabte Wesen können - und vielleicht auch dürfen - nicht einfach Glauben. Das widerspricht der Vernunft.
Wie wird man an aber Vernünftig? Es ist nicht selbstverständlich, dass ein Wesen mit einer "Begabung" auch (Vernünf-) "tigt" wird.
Als eine Brücke und eine Hilfe auch "als eine Leiter" gibt es dazu den Glauben.
Leiter im Sinne von "Erhöhung" der Erkenntnis.
Brücke im Sinne von "Erweiterung" der Erkenntnis.
Hilfe in Sinne von "Hilfe in der Not auf dem Weg" zur Erkenntnis.
Hast Du nun die Erkenntnis?
Dann sei doch mit den Gläubigen nachsichtig.
Sie sind ja dort wo Du auch mal warst.
Sei ihr sicherer Weg. Auf dem mühevollen und mit Fallen bestückten Pfad.
Werde Ihre neue Leiter. Auf dass Sie erklimmen, ohne die morschen Tritte der alten Leitern , die Höhen zu Dir.....
Werde Ihre Hilfe in der Not. Das brauche Sie gewiss...
Gott kann nicht durch Menschen bewiesen werden.
Gott kann nur erkannt werden.
Wer Gott erkennt. Der braucht auch das Wort nicht mehr.
Wer das Wort nicht mehr braucht hat Ihn erkannt.
Nur das Eine ist, war und wird immer sein.
Es ist ( hier und jetzt! Im Diesseits und Jenseits).
Es ist nicht (ewiglich im Diesseits.)
Es ist das Eine.
Was ist das Eine.
Weiss er's oder weiss er's nicht...
Ich weiss es nicht....
Gruss
Nasruddin
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@Nasruddin
Letze Ursache für meine Existenz waren meine Eltern.
Es gibt denknotwendig natürlich auch ein erstes Glied in einer langen Kausalkette, was aber wohl sehr wahrscheinlich nicht göttlich gewesen ist.
Da diese Frage naturwissenschaftlicher Erkenntnis zugänglich ist, bin ich durchaus zuversichtlich, dass die Frage auch irgendwann geklärt wird.
Schade ist, dass ich es sicher nicht mehr erleben werde. Da ich mir auch keine Erkenntnis im Jenseits erwarte, werde ich es leider nicht mehr erfahren.
Vernunftbegabte Wesen dürfen und können glauben. Es sollte aber wenigstens ein paar rationale Anknüpfungspunkte bestehen, die wenigstens im Ansatz nachvollziehbar machen, warum an etwas bestimmtes geglaubt wird.
Problematisch sehe ich aber ohnehin regelmäßig weniger Gläubige an sich, sondern dogmatischen und institutionalisierten Glauben, der auch noch den Anspruch erhebt, besonderen Respekt zu verdienen und Grundsätze zu haben, die allgemeingültig sind.
Hätte man immer mit Nachsicht auf die Kirche gesehen, würden wir heute darüber nicht frei diskutieren, sondern eher über die Frage, ob neue pyrotechnische Erkenntnisse Anwendung bei der Hexenverbrennung finden sollten, oder ob weiterhin klassisch der Scheiterhaufen eingesetzt werden soll.
Ich habe auch keine besonderen Erkenntnisse. Ich lasse mich nur gern von guten Argumenten überzeugen. Glaube hat aber keine Argumente zu bieten.
Den Schluss deines Postings habe ich leider nicht verstanden. Da ich nicht an Gott glaube, kann ich ihn naturgemäß nicht erkennen. Ich bin auch überzeugt, dass nichts außer dem Universum als Ganzem ewig sein wird.
Unsere Existenz ist irgendwann beendet und es wird sein, als wären wir nie gewesen.
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Letztendlich scheitert jegliche Rationalität an der Liebe. Aus Liebe tun wir Dinge, die von einem rationalen (vernünftigen) Standpunkt aus, überhaupt keinen Sinn ergeben. Und das ist auch gut so... denn wenn es umgekehrt wäre...
Vernunft ist schön und gut, aber sie ist nichts, was uns tief im Inneren berührt und bewegt. Die Welt ist nicht sinnvoller geworden im Zeitalter des Rationalismus.
Die Menschen, die ihr Leben vernünftig gelebt haben, stellen sich zwischendurch die Frage, ob sie überhaupt noch leben oder nur noch funktionieren.
Man braucht keinen Gott und keinen Glauben um zu sehen, dass 'Aufklärung' nicht das Ende der Fahnenstange ist...
LG
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@Nekilotte
| Zitat: |
| Den Schluss deines Postings habe ich leider nicht verstanden. Da ich nicht an Gott glaube, kann ich ihn naturgemäß nicht erkennen. |
Nur Vernunftbegabte Wesen können Gott erkennen.
Du berufst Die auf die Vernunft.
Wenn Du an Gott nicht glaubst, aber Vernunftbegabt bist, dann wirst Du Ihn/Sie/Er/es oder das Eine erkennen.
Glauben hindert das Erkennen. Vernunft fördert das Erkennen.
Deine überzeugung hast Du hier formuliert:
| Zitat: |
| Ich bin auch überzeugt, dass nichts außer dem Universum als Ganzem ewig sein wird. |
Meine Aussage:
| Zitat: |
| Nur das Eine ist, war und wird immer sein. |
Ich könne das Eine wie folgt bezeichnen als:
- All und Alles (Dies ist meine Version)
- Wort
- Atem
- Licht
- Gott
- Buddha
- Jehova
eben irgendeine Bezeichnung. Es spielt keine Rolle wie Du das Eine nennst.
Deshalb habe ich auch so geschrieben:
| Zitat: |
Es ist ( hier und jetzt! Im Diesseits und Jenseits).
Es ist das Eine. |
Das Diesseitige unsere Existens hast Du wie folgt beschrieben:
| Zitat: |
| Unsere Existenz ist irgendwann beendet und es wird sein, als wären wir nie gewesen. |
Und ich sage:
| Zitat: |
| Es ist nicht (ewiglich im Diesseits.) |
Und:
| Zitat: |
| Weiss er's oder weiss er's nicht ?... |
als Pendent zu Deinem Part:
| Zitat: |
| und es wird sein, als wären wir nie gewesen. |
Das sind aber alles meine Persönlichen Überzeugen. Es soll keine Richtline und in Stein gemeisselt sein...
Das Adjektiv von Es zu Er habe ich wohl verscheissert. Ich wollte eben keine männlichen oder personifiziert geschlechtlichen Gott nennen.
Vielleicht tönt es so besser?
Was ist das Eine?
Weiss er's oder weiss er's nicht ?...
Als
Weiss Gott es oder weiss Gott es nicht?
Ich habe dann für mich gesprochen als sich schrieb:
| Zitat: |
| Ich weiss es nicht.... |
Gruss
Nasruddin
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