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Beweis für Gott












Kapitel 19

Der Geist und die Seele

Die Entfaltung der Seele wird vom Drang zur Entwicklung vorangetrieben. - Der Drang zur Entwicklung ist die Folge des Bestrebens der Seele, dorthin zurückzukehren, von wo sie ausgegangen ist: zu Gott.

Es ist die Sehnsucht nach Gott, welche die Seele motiviert, zu Gott zurückzukehren. Damit aber die Seele zu Gott gelangen kann, muß sie sich entwickeln.

Denn die Sehnsucht allein genügt nicht. Es genügt ebenso wenig, im Erdenleben den bloßen Wunsch zu haben, von einem Ort zu einem anderen , weit entfernten Ort zu gelangen. Will jemand tatsächlich hinkommen, so muß er sich der Mühe einer Reise unterziehen. Und er muß auch wissen, wie er dorthin gelangen kann.

Die Sehnsucht muß verwirklicht, muss in die Tat umgesetzt werden. Die Seele muß den Drang der Entwicklung nicht nur verspüren, sie muß diesem Drang auch nachgeben, und sie muß wissen, was sie tun soll, damit sie die Entwicklung tatsächlich vollziehen kann.

Gott freilich erweckt in der Seele nie einen Wunsch, nie eine Sehnsucht, ohne dafür zu sorgen, daß die Seele erfährt, wie sie den Wunsch verwirklichen , ihre Sehnsucht stillen kann. er legt in sie auch das Wissen, wie sie das ihr Aufgetragene ausführen kann , und er gibt ihr die nötigen Impulse und die erforderliche Kraft.

Es ist der Geist, den Gott in der Seele nach und nach erweckt und durch den er die Seele auf ihrem langen Entwicklungsweg führt. "

nächster Abschnitt: Der Unterschied zwischen Geist und Seele
Kurzer Anriß aus Der Ursprung von Geist, Seele und Geistigkeit

Die Seele ist ein "Funke" aus Gottes Seele. Woher kommt aber der Geist in die Seele des Menschen ? Und wo liegt die Quelle seiner Geistigkeit?
Der Mensch ist ein Abbild Gottes (Gen. 1,27) . Seine Seele spiegelt in allen Einzelheiten den Kosmos. Und da der Kosmos in einem gewissen Sinne eine Erscheinungsweise Gottes ist, spiegelt die Seele des Menschen Gottes Wesen. "

Anriß Der Geist

Es gibt nur einen einzigen Geist: den Geist Gottes. Gott ist Geist , an seinem Geist hat jede Wesenheit Anteil.
Anteil haben an Gottes Geist bedeutet: das Göttliche in sich zu haben. Es ist der Göttliche Kern, der in jeder Seele - der Seele einer Wesenheit oder einenr Seelengruppe - vorhanden ist und diese überhaupt lebensfähig macht. Da in jeder Seele das Göttliche enthalten ist, ist in ihr auch ein Funken von Gottes Geist vorhanden. Auf diese Weise hat jede Wesenheit Anteil am Geist.
Gott ist allmächtig. Sein Geist ist machtvoll. Er äußert sich als Kraft: als Willenskraft , die erschafft. "
Das Licht im Dunkeln - Ausschnitt


"Ähnlich ist es mit dem Menschen, wenn er seine irdische Entwicklung antritt: Seine Seele "zerfällt" allmählich in eine helle und in eine dunkle Seite. - Er kann gar nicht anders zu Gott gelangen, als daß er vorher sämtliche Anlagen seiner Seele vollkommen entfaltet. Entfalten heißt: sie restlos ausleben. Lebt er aber seine Anlagen aus, so verursacht er auf den unteren Entwicklungsstufen , wo die Anlagen noch "Rohstoff" sind, viel Not und Leid. Er tut da also Böses.

Der Weg, der zu Gott führt, führt durch sämtliche Erfahrungen. Er führt ebenso durch die Erfahrung des Guten wie durch die Erfahrung des Bösen. - Dieser Weg wurde von Gott mit Bedacht festgelegt. Es ist gottes Weg, und das ist der Grund, warum der Mensch den Weg seiner Entwicklung nie verlassen kann.

Scheint dem Menschen der Weg noch so unwegsam zu sein, gerät er auf Abwege, so daß er meint, er hätte den Weg Gottes verlassen, so wandert er dennoch und immer noch auf jenem Weg, der ihn zu Gott führt. Und oft ist er gerade dann, wenn er auf krummen Wegen geht, erst recht auf dem Weg zu ihm. Er macht besonders auf Abwegen jene wichtigen Erfahrungen, die in ihm die Sehnsucht nach Gott erwecken und ihm ermöglichen, Gott näher zu kommen.

Der Mensch kann tun, was er will, er tut immer nur das, was - letzten Endes - Gott gewollt hat. Ohne Gottes Hilfe kann er nichts tun , nicht einmal das Böse.

Wenn er aber einmal begriffen hat, daß er auch dann, wenn er das Böse tat, zu Gott unterwegs war, wird er mit absoluter Gewißheit wissen, daß er Gott einst unfehlbar erreichen wird. - Und dafür, daß er dessen gewiss sein kann, besteht ein weiterer Grund."
Wie war das noch? Wer hatte mich gebeten, Quellenangaben zu machen?
Warst Du das Gabriele?

Jedenfalls habe ich bei Deinen letzten Beiträgen keine gefunden, - hast Du das aus Dir geschrieben?
Hallo Shoshana!

Zitat:
Bring mir einen einzigen absolut guten Menschen, dann will ich Dir glauben!


Gottes Güte zeigt sich nicht alleine durch das, was wir vollkommen nennen, sondern auch durch das, was wir unvollkommen nennen. Gott ist Vergebung. Indem wir das Unverzeihliche verzeihen, sind wir Gott sehr nahe. Gott ist bedingungslose Liebe. Indem wir einen unliebenswerten Menschen lieben, sind wir Gott sehr nahe. Und indem wir hinter der Fassade der Unvollkommenheit die Vollkommenheit erblicken, erblicken wir die Welt durch Gottes Augen.
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