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Liebe Umay
ich habe Deinen anderen Beitrag nicht überlesen - ich habe für mich akzeptiert, das dies Deine Meinung ist.
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| was genau daran respektlos oder unfair ist? |
Respektlos, weil jeder Mensch ganz gleich welchen Glauben er auch sei das Recht hat zu glauben was ihm belieb - ob nun eine Fälschung oder nicht ist hier irrelevant. In diesen Aussagen hier stecken aber nun mal die Behauptungen dieser Glauben läge einer Fälschung zu Grunde, somit beschwört man Unverständnis, Gram und Feindseeligkeit gegen sich selbst herrauf und wundert sich dann noch wieso man mit seiner Meinung nicht akzeptiert und angegriffen wird. Es ist ein unfreundliches Verhalten gegenüber Andersgläubigen - unfreundlich ihnen zu unterstellen sie können Wahrheit nicht von Fälschung unterscheiden. Solange ich daher laufe und anderen dies vor die Nase schmeisse, solange ist es in meinen Augen respektlos. Und unfair in dem Punkt, da ich in dem Verlauf des Threads noch nicht einen Beitrag finden konnte der genau mit der gleichen Behauptung gegen den Anspruch auftritt das einzigst 'wahrste' Schriftstück in Händen zu halten.
Wir drehen uns doch im Kreis, liebe Umay, wenn wir uns so gegenseitig versuchen aufzuspiessen.
Lieben Gruss
Dir Umay
Gaby
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Liebe Gabi,
mag sein, dass man sich im Kreis dreht (aber das ist wohl leider ziemlich oft bei religiösen Diskussionen).
Ich habe dich diese Frage gestellt, da ich es persönlich eher als ehrlich (mag sein sehr direkt), weniger als respektlos, noch unfair empfinde.
Der Islam hat einen Absolutheitsanspruch, sprich, wenn Iman bedeutet, dass man WISSEN verinnerlichen soll/ viel mehr muss, ist es weniger eine reine Glaubensangelegenheit, sondern es ist Verinnerlichung der WAHRHEIT.
Zumindest für Muslime
Nun, der Muslim beruft sich also nicht auf glauben, sprich, spekulieren, sondern auf wissen, also auf Fakten, welche dann zur Wahrheit führe.
ABER...natürlich hat jeder Mensch das Recht zu glauben, was ihm/ ihr beliebt.
Denn Glauben ist wohl eines der uns wenigen zustehenden Mittel um Freiheit zu leben.
Zunge und Herz müssen nicht im Einklang stehen
Ich glaube auch nicht, dass man mit obigen Behauptungen Feindseligkeit herauf beschwört, es liegt an dem Angesprochenen selber, wie er damit umzugehen weiss.
Sich seines Glaubens bewusst zu sein, diesen aus tiefstem Herzen zu lieben, ist die beste Mauer gegen Gram, Feindseligkeit und Unverständnis.
Ich kann verstehen, wenn ein anderer meinem Glauben mit Unverständnis begegnet, da er ebenso von seinem Standpunkt heraus, meinen Weg für unsinnig, unlogisch, fehlerhaft empfinden mag.
Er betrachtet die Welt doch aus ganz anderen Blinkwinkeln, mögen diese auch ebenso so schön sein, wer weiss
Ja, es mag unfreundlich klingen, wenn man vor den Kopf gestossen bekommt, man würde ein "verlorenes Schaf" und von der Herde getrennt sein, es mag auch unfreundlich sein, jmd als "treu-doof" hinzustellen.
Es kann aber auch einfach der Wunsch sein, jmd den "richtigen Weg" zu zeigen (denn wie gesagt, man muss bedenken, dass der Gegenüber die Welt aus anderen Blinkwinkeln betrachtet und überhaupt keine bösen Absichten hegt.).
Es ist mit Sicherheit angenehmer, wenn jmd trotz Nicht- Anerkennes gewisser Glaubensinhalte, den anderen nicht direkt vor den Kopf stösst mit Aussagen: "Das ist falsch!"; "Das ist dumm"; "Das ist unlogisch"! etc.
Aber Ehrlichkeit hat nicht immer Begleiterscheinungen wie "Respekt" oder" Fairness".
Ich denke ein Dialog, KEIN MONOLOG, muss in erster Linie ehrlich sein, natürlich auch mit Feingefühl und Verständnis.
Aber nicht jeder vermag sich wie z. B. Yoyo auszudrücken, nicht jeder ist ein Herzmensch, viel mehr Verstand- bezogen (und gerade trockene Sachlichkeit, gepaart mit Logik kann schmerzen ).
Ebenso gibt es natürlich auch Menschen, die keinen Dialog führen möchten, sprich, sie möchten im Grunde garnicht hören, was der andere zu sagen hat, wie dieser die sache sieht.
Wir könnten weiterkommen, liebe Gabi, wenn wir uns nicht aufgespiesst fühlen.
Ein kleines Beispiel.... ich hatte mal in einem anderen Forum einen anderen Nick --> Minnat Allah.
Dieser bedeutet "Dankbarkeit, welche man Gott schuldet".
Ständig wurde ich "Frau Allah" (estaghfirullah) angesprochen.... selbst wenn ich das jetzt schreibe, bekomme ich ein unwohles Gefühl.
Ich habe sehr oft gebeten, man möge doch bitte respektieren, (nicht mal akzeptieren), dass mich dies in eine prekäre Lage bringt.
Das war aber völlig unerheblich.
Naja...was ich damit nur zeigen möchte ist, man muss unterscheiden lernen, zwischen Glaubenseiferern und wirklich respektlosen Monologpartnern.
Eventuell konnte ich nicht ganz klar darstellen, was ich sagen wollte, aber vielleicht hast du es dennoch verstanden.
Liebe Grüse
Umay
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Liebe Umay,
| Umay Hatun hat folgendes geschrieben: |
| [..]Verinnerlichung der WAHRHEIT[..] |
..das Streben nach Wahrheit/en... nicht immer hat es auch die Wahrheit zum Ziel wie sie ein anderer empfindet. Es gibt Gruppen die sich einer Wahrheit annehmen, aber auch Einzelgänger die das tun. Die Wahrheit findet jeder für sich selbst und verinnerlicht sie oder nicht. Ich für meinen Teil versuche jedem den seinen Weg gehen zu lassen. Ich sage nicht "der hat Recht, der spricht wahr" und "der dort drüben nicht, er ist ein Lügner".
Verinnerlichen heisst für mich zu fühlen was wahr ist und solange ich Worte nicht fühlen kann, solange gelten sie für mich als tot. Ein gemeinsamer Weg kann dennoch beschritten werden - keine Frage.
Liebe Umay,
für Euch, für Euren Glauben habt ihr Wahrheit/en gefunden durch tiefes Studium - überlasst den Weg der Anderen zur Wahrheit zu finden ihrem eigenen Gefühl und ihren Erfahrungen; denn nur so festigt sich das eigene Glaubensbild bis in die tiefsten Adern ihrer Herzen. Stützt sie wenn sie Hilfe benötigen, aber drescht nicht mit dem Knüppel auf sie ein.
Lieben Gruss
Gaby
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| girl hat folgendes geschrieben: |
Liebe Umay,
..das Streben nach Wahrheit/en... nicht immer hat es auch die Wahrheit zum Ziel wie sie ein anderer empfindet. |
Genau das habe ich gemeint, wenn ich schrieb: "Er betrachtet die Welt doch aus ganz anderen Blinkwinkeln, mögen diese auch ebenso so schön sein, wer weiss"
Und ich wollte dir nur aufzeigen, dass es den Begriff "Glaube" bezogen auf den Islam so im islamischen Sprachgebrauch nicht gibt.
"Iman" wird zwar oft mit "Glauben" übersetzt, was aber nicht korrekt ist.
Siehe dazu vorherige Beiträge.
Deswegen kommen Muslime und Nicht- Muslime hier oft nicht auf einen Nenner.
Ich kann verstehen, dass es für jmd Aussenstehenden schwer ist nachzuvollziehen.
| Zitat: |
Ich für meinen Teil versuche jedem den seinen Weg gehen zu lassen. Ich sage nicht "der hat Recht, der spricht wahr" und "der dort drüben nicht, er ist ein Lügner". |
Wie schon gesagt, man kann niemanden zwingen, "Glauben" ist eine fast zwanglose Freiheit.
Du erklärst hier verständlich, wie deine Gedankenwelt diesbezüglich strukturiert ist.
Aber du musst, wenn du wirklich verstehen möchtest, wie Muslime oder andere fühlen, versuchen umzudenken.
Deswegen beharre ich so auf die Bedeutung von Iman im Islam.
Wir blicken von völlig verschiedenen Seiten auf den Glauben.
Sieh dir dieses Bild an:
Es zeigt zwei verschiedene Sichtweisen (eine alte Dame und eine junge Frau).
Ich habe lange Zeit nur die junge Frau erkennen können.
Genauso verstehe ich auch den Dialog.
Man muss versuchen anzuerkennen, das man nicht immer dasselbe sieht, fühlt und versteht.
Während du jeden seinen Weg gehen lassen möchtest, sieht ein anderer es als seine Pflicht an, dich wiederum auf den "wahren" Weg zu führen.
Nicht aus Böshaftigkeit oder Respektlosigkeit heraus, sondern aus dem Wunsch, seine/ ihre Pflicht zu erfüllen und dir zu helfen, zu deinem Ursprung zurück zu finden (das ist nur ein Beispiel, bzw. ein Erklärungsversuch, wie jmd anderes mit Glauben umgehen könnte).
| Zitat: |
| Verinnerlichen heisst für mich zu fühlen was wahr ist und solange ich Worte nicht fühlen kann, solange gelten sie für mich als tot. |
Ja, das geht wohl vielen anderen ebenso
Nur ist es im Islam mehr als lediglich "fühlen".... (z. B. gehe ich gerade lediglich nur von der Lehre aus und lasse meine persönlichen Ansichten aussen vor, während du von deinem persönlichen Empfinden sprichst ....).
| Zitat: |
Ein gemeinsamer Weg kann dennoch beschritten werden - keine Frage.  |
Na hoffentlich
| Zitat: |
Liebe Umay,
für Euch, für Euren Glauben habt ihr Wahrheit/en gefunden durch tiefes Studium - überlasst den Weg der Anderen zur Wahrheit zu finden ihrem eigenen Gefühl und ihren Erfahrungen; denn nur so festigt sich das eigene Glaubensbild bis in die tiefsten Adern ihrer Herzen. Stützt sie wenn sie Hilfe benötigen, aber drescht nicht mit dem Knüppel auf sie ein.  |
Wie gesagt, ich habe hier nicht meine persönliche Meinung kund getan (ich gehe nicht mit allen Dingen ---> leider--> gänzlich konform, habe Unsicherheiten und abweichende Meinungen), sondern versucht dir die islamische näher zu bringen!!!
Wenn ich aber umdenke, kann ich verstehen, wenn jmd "mit dem Knüppel auf andere eindrescht"!
Er/ sie könnte aus (zwar nicht immer zutreffend) aus Liebe und Pflichtbewusstsein heraus handeln.
Zurück zum Thema:
Wenn wir die Thematik "Jesus und andere Propheten waren Muslime" und das denken und Handeln, was sich hier in der Diskussion zeigt, als Bild verstehen, erkennen wir, dass man versuchen muss, von der anderen Sichtweise (alte Frau- junge Frau) auszugehen.
Hast du schon mal versucht, mit dem islamischen Verständnis von Iman die Sache zu betrachten?
Liebe Grüsse
Umay
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Liebe Umay!
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Es kann aber auch einfach der Wunsch sein, jmd den "richtigen Weg" zu zeigen
...
Aber Ehrlichkeit hat nicht immer Begleiterscheinungen wie "Respekt" oder" Fairness". |
Hm - aber was bringt eine 'respektlose' oder 'unfaire' Ehrlichkeit - außer dass sich der 'Ehrliche' dann 'gerecht' fühlt Wenn ich jemand auf diese Weise 'den richtigen Weg zeigen' möchte, verhindere ich das ja doch gleichzeitig durch mein selbstgerechtes Auftreten...
(Nachtrag: ein 'schönes' Beispiel dafür wurde inzwischen wieder hier gepostet... )
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| Aber nicht jeder vermag sich wie z. B. Yoyo auszudrücken, nicht jeder ist ein Herzmensch, viel mehr Verstand- bezogen (und gerade trockene Sachlichkeit, gepaart mit Logik kann schmerzen). |
Da fühle ich mich natürlich angesprochen - dieses Thema hatten wir ja schon anderswo - wenn ich Religion ausschließlich als Frage des Herzens sehe und mit dieser Grundlage auf eine sachliche Aussage oder Frage antworte, wie hilfreich ist das dann wirklich - für den Betreffenden und für die Mitleser
Wenn ich z.B. mit der Behauptung konfrontiert bin 'Dies und Jenes ist Lüge' - was bringt es irgendjemandem, wenn ich als Reaktion darauf den festen Glauben und die tiefe Überzeugung des Behauptenden lobe - obwohl mir klar ersichtlich ist, dass seine Behauptung auf schwachen Beinen steht?
In einer Diskussion geht es nun mal um Meinungstaustausch - d.h. ich kann (muss aber nicht) mich mit der Meinung Anderer auseinandersetzen. Wenn jedoch dieser Andere nicht sagt "Das ist meine Meinung", sondern "Deine Meinung (die ich besser kenne als Du) ist falsch!" - dann würde ich ihm durch mein Nicht-Reagieren doch nur recht geben
Eine ähnliche Geschichte wie bei Deinem Nick ist mir auch einmal begegnet - ich habe Buddhisten gegenüber manchmal mit metta bhavana und meinem Namen unterzeichnet, d.h. so viel wie 'Meditation der Liebe' - bis ich einmal eine Antwort bekam, die anfing mit "Sehr geehrte Frau Bhavana..."
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