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Die Goldene Regel in allen Religionen












Ich glaube, dass Religionen notwendig sind für die meisten Menschen. Denn sie geben Regeln vor, sie erklären, sie vermitteln zwischen dem großen Gott und mir kleinem Menschlein. Und sie zeigen Wege, wie man frei wird von Schuld durch Vergebung. Und das ist eine großartige Sache.

Weil Religionen Menschenwerk sind, deshalb leiden sie allerdings auch unter den vielen Absonderlichkeiten und Lieblosigkeiten, den Verbrechen, die sie begangen haben und die sie noch immer begehen.

Wenn Du selbst ein gebranntes Kind bist, was Religion angeht, so vergiß bitte nie, dass Gott und die Liebe zu Ihm unabhängig von jeder Religion ist. Gott ist. Liebe ist. Gott und Liebe, beides sind absolutes Sein.

Und wenn man dann tief hinunter fällt in die Dualität, dann wird man mit Religion konfrontiert. Von der man sich aber auch wieder frei machen kann.

Für meine Beziehung zu Gott brauche ich keine Religion, wenn ich bereit bin, ständig im Dialog mit Gott zu bleiben und die Verantwortung für das, was ich lebe, ganz zu übernehmen. Mich Ihm ganz auszuliefern, mit anderen Worten.

Und dazu fällt mir ein Spruch von C.G. Jung ein:

"Der schöpferische Mystiker war von jeher das Kreuz der Kirche. Aber diesen Menschen verdankt die Menschheit ihr Bestes."

Nein, bequem waren und sind Mystiker nicht. Sie sind so schrecklich unabhängig und - frei!

Inanna
Zitat:
Ich verstehe schon, warum die meisten Heiligen der Familie entsagten und in strenger Askese lebten, hier liegt ja auch die Wurzel des Zöllibates, und dennoch gibt es wirklich viele Geschichten über Priester, welche diesbezüglich nicht standhalten konnten.


Zölibat kam später. Die Kinder reicher Familien, besonders Adelsfamilien gabe ihr meist 10.Kind - der Zehnte Teil als Abgabe - an die Kirche ab. Damit die Kirche die Aussteuer nicht verlor, durften Mönche und andere der Kirche zugehörige Ordensleute nicht heiraten. So blieb das Geld der Kirche erhalten.

Zitat:
Dass davon auch Kinder betroffen waren, ist besonders tragisch, denn so vollkommen freiwillig taten die meisten das nicht
.

Sicher nicht. Aber die Kinder lernten auch etwas, denn das Analphabetentum im Mittelalter war grassierend hoch. Nicht einmal alle Adligen konnten lesen und schreiben. Verwechselt nicht die Zeit von damals mit heute. Keine Altersversicherung, keine sozialen Gesetze usw.

Zitat:
Was ich nicht OK finde, ist, dass Religionen, so wie sie in einigen Gegenden gelebt werden, vorschreiben, dass die Familie ein Kind ins Kloster gibt.


Das war das steuerpflichtige Zehntel.


Zitat:
Das war bis Mitte letztes Jahrhundert in der Innerschweiz Gang und Gäbe, in den katholischen Kantonen.


Zitat:
Eine Familie sollte nicht bestimmen, was das Kind zu lernen hat, ohne dass dieses mt reden kann und aus dem Kloster aus zu treten ist so weit ich gehört habe nicht sehr einfach, leichte drückt man sich um de Militärdienst als Junge.


Andere Zeiten, andere Gesetze. Können wir die Zeit von damals überhaupt verstehen oder nachvollziehen ?

Zitat:
Dazu kommt: SOOO viele katholische Nonnen und kaum eine Priesterin!
ist doch arg verschoben, von den Menschenrechten her gesehen.


Damals war`s.
Zitat:

Gut bin ich nicht katholisch, wäre wohl schwieriger gewesen aus zu treten als bei den Reformierten. Jetzt jedenfalls bin ich konfessionslos und annähernd stolz drauf.


So ändern sich die Zeiten.
Ach, Du denkst man ist heute weltweit viel weiter?

Da solltest Du Dich am besten einmal wirklich vor Ort orientieren.
Dazu rede ich nicht ausschließlich vom Christentum, in anderen Religionen sind diese Bedenken genau so angebracht, wenn nicht sogar mehr.

Außerdem ist es schlimm, dass es immer noch Initiationsrituale gibt, an denen Menschen sterben, z.B. werden Mädchen so beschnitten, dass sie an den darauf folgenden Infektionen sterben, hauptsächlich in afrikanischen Ländern, das ist aber nur etwas, was ich zufällig im Kopf habe, es gibt viel mehr.

Ja, betrifft Dich nicht, Du bist ja sicher Christ.
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