Bitte um Hilfe


Hallo!

Ich bin nicht zu irgendeiner Religion zugehörig, respektiere sie aber sehr.
Deshalb , und es fällt mir nicht leicht, möchte ich um Hilfe bitten.

Ich bin 15 und habe eine daumengroße Operationsnarbe genau unter dem Schlüsselbein. Ich wurde früher immer sehr gehänselt und gemieden, wenn man sie sehen konnte. Ich hatte wenige Freunde damals. Jetzt muss ich immer aufpassen, was ich anziehe und schwimmen gehe ich fast nie. Und ungern, weil ich angestarrt werde.
Ich wäre echt froh, wenn ihr mir irgendwie helfen könntet. Mit Gebeten, oder ich weiß nicht...

Es macht mich echt fertig, dass ich darauf achten muss was ich anziehe, und dass mich anderenfalls alle anstarren und alle fragen was das ist.

Es mag sein dass ich eventuell nicht damit umgehen kann. Mit der Narbe meine ich, aber ich bitte euch , mir einfach zu helfen.

Liebe liebe Grüße

Anja
Hallo Anja!

Es tut mir leid, dass du unter deiner (eigentlich kleinen) OP-Narbe leiden musstest und auch noch leidest. Du bist nun auch gerade in einem Alter, in dem das Äußerliche einen (leider) sehr großen Stellenwert einnimmt und in dem man auch besonders empfindlich ist. Man ist halt immer irgendwie auf der Suche, auch zu sich selbst. Vielleicht sehen die anderen deine Narbe gar nicht als so schlimm an. Du empfindest es vielleicht nur so, weil sie dich selbst stört und du früher auch gehänselt wurdest. Du kannst dir nun vielleicht nicht vorstellen, dass andere sie gar nicht als schlimm ansehen. Die Nachfragen müssen ja nicht negativ gemeint sein Du musst einfach versuchen deine Einstellung zu die selbst zu ändern. Phil Bosmans schreibt zu diesem Thema in seinem Buch"Blumen des Glücks musst du die selbst pflanzen" :
Zitat:
Auch wenn deine Nase kurz oder lang, spitz oder plattgeraten ist. wenn du Falten oder Sommersprossen hast, wenn dein Haar grau geworden ist: Durch Lächeln leuchtet in dein Gesicht, und das macht dich schön für jeden.

Also, ziehe an, was du gerne möchtest. Liebe dich selbst, dann werden es auch die anderen tun. Versuche dich positiv zu sehen, dann werden es auch die anderen tun. (Ich spreche aus Erfahrung).
Auch Anselm Grün schreibt hierzu:
Zitat:
Glauben heißt, sich in einem neuen Licht zu sehen. Wie siehst du dich selbst? Von welchen Maßstäben her schaust du auf dich? Lass alle deine Vorurteile und Bewertungen, die dir dein wahres Wesen verstellen. Schaue dich im Licht Gottes an! Dann wirst du erkennen, wer du eigentlich bist, ein einmaliges Bild Gottes, in dem Gottes Schönheit auf einzigartige Weise in dieser Welt aufleuchtet.


Es ist wirklich so. Jeder ist einzigartig auf dieser Welt. Und auch du bist einzigartig und schön!!

Mit ganz lieben Gedanken für dich
Kiki
Danke!!!
Du weißt gar nicht, was du mir damit gegeben hast...
Ich bin dir tatsächlich unendlich dankbar!!!


Nur noch eins:

Meine Narbe ziept und sticht manchmal ziemlich. Das ist total unangenehm...

Hast du da noch einen Rat?



Lg


Anja
Leider weiß ich da auch keinen Rat. Ich nehme an, dass das eventuell noch mit dem Wachstum zusammenhängt. Aber es gibt da bestimmt was. Ich würde es mal homöopathisch versuchen, vielleicht kennst du ja jemand der sich gut damit auskennt. Ich habe mit der Homöopathie allgemein bei mir und meinen Kindern schon sehr gute Erfahrungen gemacht. Es gibt da bestimmt eine Creme, die die Haut geschmeidig macht, damit es nicht mehr so zieht und sticht.
Wenn mir noch was dazu einfällt schrein ich's di.
Alle Liebe für dich! Kerstin
Hallo Anja!

wenn eine OP-Narbe Probleme macht, würde ich auf jeden Fall den Arzt konsultieren -
kann sein dass da irgendwas zusammengewachsen ist, das nicht zusammenwachsen
sollte - und den kannst Du ja auch fragen, ob sich die Narbe nicht vielleicht optisch
verbessern lässt - wenn ich auch im Prinzip das Gleiche denke wie Kiki...
Liebe little_rose
Meine Vorredner haben ja schon Vieles in sehr schöne Worte gefasst. Dem Allen kann ich nur zustimmen. Mir fällt dazu spontan ein Baumstamm ein, den ich vor einigen Jahren fotografiert habe. Ich tat das deshalb, weil er mit Abstand der größte Stamm vom Durchmesser her war, der in einem riesigen Stapel von frisch geschnittenen Stämmen lag. Bei näherer Betrachtung erkannte ich einen zirka 2-Euro-großen dunklen Kern in der Mitte. Es schien der Einzige zu sein, der einen solchen kleinen Fleck in der Mitte hatte. Neugierig zählte ich die Jahresringe im Kern und war sehr erstaunt, denn es waren 30. Es war also eine Fichte die mir erzählte, dass sie 30 Jahre lang einen sehr unterdrückten Standort hatte. Dann war etwa geschehen, dass sie ihre lange Bedrängnis endlich abstreifen konnte und so konnte daraus der imposanteste Stamm des ganzen Waldes werden. Es kann sogar sein, dass der dünne Stamm gerade deshalb so groß wurde, weil die so eng aneinander liegenden Jahresringe ihn so enorm widerstandsfähig gemacht haben.
Mit dieser wahren kurzen Geschichte möchte ich Dir zeigen und wünschen, dass aus der kleinen Rose, mit der Zeit eine wunderbare große Rose entstehen kann. Du brauchst Dir nur Deiner Stärken bewusst zu werden und sie suchen und fördern.

Sicher begleiten Dich auch einige Gebete unserer Leser, meines eingeschlossen.
Alles Liebe
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"Die Erde ist nur ein Land und alle Menschen sind seine Bürger"
Bahà'u'llàh
Hallo little Rose !

Auch ich kann mich Kiki60 nur anschliessen.
Ich selbst habe seit meinem 10ten Lebensjahr eine Operationsnarbe von ungefähr gleicher Grösse unterhalb des Knies. Sie wurde mit der Zeit heller und weniger auffällig. Wenn ich sie heute jemandem zeige, aus welchem Grund auch immer, sagen die meisten "Ist mir vorher noch nicht aufgefallen" obwohl ich sonst auch immer dachte jeder würde sie sofort bemerken.
Sie hat anfangs auch öfters geziept, heute seltener. Ist ja auch schon zwanzig Jahre her. Mir ist bloss aufgefallen dass es bei mir mit dem Wetterumschwung zu tun hat, meist wenn ein Gewitter oder Sturm aufzieht.
Verlier' nicht den Mut. Mit etwas Zeit, wenn du selbst gelernt hast dich, und somit deine Narbe, so zu akzeptieren wie du bist wird dein Selbstvertrauen zurückkehren und du wirst dich dabei ertappen dass du deine Narbe fast vergessen hast.
Schicke dir liebe Grüsse. Dreamer
Ich bin wirklich gerührt!

Es gibt hier so viele Menschen, die mich unterstützen und aufbauen, dass ich gar nicht anders kann als mich zu lieben und mein Aussehen zu vergessen. Ich denke, dass ich dank euch allen jetzt auf dem Weg bin mich damit abzufinden und mich so zu mögen wie ich bin...

Ein riiiieeesiges Danke an euch!!!

Ganz liebe Grüße,

Anja

Liebe Anja!

Ich freu mich für dich!

Mach weiter so!

Alle Liebe für dich!
Kiki