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Mangel an Liebe












Liebe Shoshanan,
Zitat:
Ich denke, Deine Aussage entspringt dem leider ach noch so tief verwurzelten
'Konkurrenzdenken’ welches noch nie wirklich die Basis für fruchtbaren
Austausch gewesen ist.

'Konkurrenzdenken’ - mit wem oder was sollte ich hier konkurrieren [wollen]?
Wenn Du denkst nicht viel länger hier im Forum zu bleiben, da Du hier schon
genug geschrieben hast, sodass auch weiterer 'Einsatz' von Dir kaum mehr
'bewirken' würde' - was hast Du Dir denn vorgestellt
Du diskutierst nicht, Du belehrst, vom Standpunkt der Wissenden - ohne zu
berücksichtigen, dass Andere von ihrem Standpunkt aus ebenso wissen -
und wenn Du nicht auf hinreichendes Interesse stößt, gehst Du halt wieder
- wo ist da das Konkurrenzdenken zu orten
Joh. E. Keller
Bibliothek
Nr. 1594
Epheser 3
Inhalt: Der Wille und Ratschluß Gottes kommt zustande, indem die Kinder Gottes ihre Aufgabe erfüllen und ihren Dienst in den zukünftigen Zeiten ausrichten
Die darauf folgenden Zeiten, in denen der überschwengliche Reichtum seiner Gnade durch Güte gegen die Kinder Gottes von Gott gezeigt wird
Das Mahl des Herrn


Paulus hat nach seinem Zeugnis für die Heiden die Verwaltung der Gnade Gottes bekommen, deshalb nennt er sich im Brief an die Römer Kap.11,13 der Heidenapostel.
Im Ausrichten seines Dienstes wird der Inhalt dieses Briefes erklärt. Es muß im Hinblick darauf, daß er für die Heiden die Verwaltung der Gnade Gottes bekommen hat, darauf geachtet werden, wie er die Stellung der Heiden und des Volkes Gottes in seinem Evangeliumszeugnis erklärt. Es ist deshalb das Geheimnis Christi, weil der unausforschliche Reichtum Christi in dem Geheimnis liegt, das Gott von den Ewigkeiten her verborgen gehalten hat.
Das ist im Evangelium das Geheimnis, das die Apostel und Propheten verkündigt haben, daß die Heiden Miterben, Mitglieder und Mitgenossen der Verheißung in Christo sind. Soweit wie man dieses Geheimnis Christi, den wirklichen Inhalt des Evangeliums, unbeachtet gelassen hat, hat man es in Wirklichkeit unbeachtet gelassen, wie ein Geheimnis Christi besteht und was in diesem Geheimnis Christi enthalten ist. Es ist das, was Paulus erklärt, wenn er sagt, daß die Heiden Miterben seien und Mitglieder und Mitgenossen der Verheißung in Christo.
Die Verheißung in Christo ist als Geheimnis von Gott von den Ewigkeiten her bis zu der Zeit verborgen gehalten worden, da es die Apostel und die Propheten, denen es im Geiste geoffenbart wurde, verkündigten. Es ist der Vorsatz der Ewigkeiten, den Gott in Christo Jesu, unserem Herrn, gefaßt hat. Somit ist in Wirklichkeit das Geheimnis Christi in der Ordnung, daß die Heiden Miterben, Mitglieder und Mitgenossen der Verheißung in Christo durch das Evangelium sind, etwas vollkommen Neues.
Das Neue liegt darin, daß die Apostel durch die Verkündigung des Evangeliums den Fürstentümern und Gewalten in den himmlischen Regionen durch die Gemeinde die mannigfaltige Weisheit Gottes kundmachen müssen. Vorher ist in Eph.2,4-7 erklärt:
„Gott aber, der da reich ist an Erbarmen, hat durch seine große Liebe, damit er uns liebte, auch uns, die wir tot waren durch die Sünden, samt Christo lebendig gemacht - aus Gnaden seid ihr gerettet - und hat uns miterwecket und mitversetzet in das Himmlische in Christo Jesu, auf daß er erzeigete in den darauffolgenden Zeiten den überschwänglichen Reichtum seiner Gnade durch Güte gegen uns in Christo Jesu.“
In diesen Worten zeigt der Apostel, was Gott samt Christo durchgeführt hat und welchem Zweck sein Werk, das er in Christo Jesu geschaffen hat, dienen muß, nicht wie es nach der üblichen Meinung meistens nur dem Selbstzweck der Gläubigen, der Geretteten, der Kinder Gottes, dienen soll. Das ist die allgemeine Auffassung, Hier weist Paulus auf eine andere Bestimmung hin, die dem Gotteswerk, durch Jesus Christus zustande gekommen, dienen soll. Er zeigt diese Bestimmung darin, daß erst in den darauffolgenden Zeiten gezeigt werden soll, welchen überschwenglichen Reichtum seiner Gnade Gott durch Güte gegen uns in Christo Jesu bewiesen hat.
Was das bedeutet, erklärt sich aus Röm.8,20-21; da steht:
„Die Kreatur ist nämlich der Vergänglichkeit unterworfen, nicht freiwillig, sondern durch den, der sie unterworfen hat, auf Hoffnung hin, daß auch sie, die Kreatur, befreit werden soll von der Knechtschaft der Sterblichkeit zur Freiheit der Herrlichkeit der Kinder Gottes.“
Dann folgt die weitere Erklärung Vers 22-23:
„Denn wir wissen, daß die ganze Schöpfung mitseufzet und in Wehen liegt bis jetzt; und nicht nur sie, sondern auch wir, die wir des Geistes Erstlingsgabe haben, seufzen bei uns selbst, indem wir die Erhebung in die Sohnesstellung erwarten, die Erlösung unseres Leibes.“
Im Brief an die Epheser unterscheidet Paulus zwischen der Stellung der Heiden und dem Volke Gottes.
In Röm.8,22-23 ist unterschieden zwischen der Kreatur und den Kindern Gottes. Paulus nennt die Kreatur die ganze Schöpfung.
Von den Kindern Gottes sagt er, daß sie die Freiheit der Herrlichkeit erlangen, indem sie, die des Geistes Erstlingsgabe haben, in die Sohnesstellung erhoben werden und die Erlösung ihres Leibes erfahren. Das ist bekannt, daß für die Kinder Gottes die Freiheit der Herrlichkeit die Erlösung ihres Leibes ist.
Weniger bekannt ist, daß die Kreatur der Vergänglichkeit unterworfen ist, nicht freiwillig, sondern durch den, der sie unterworfen hat. Man geht darüber, daß die Kreatur im Zustande der Vergänglichkeit ist, im großen ganzen achtlos hinweg und sieht darin eine unabänderliche Tatsache. Weil Hebr.9,28 geschrieben steht, daß für den Menschen bestimmt ist, einmal zu sterben und hernach das Gericht, schließt man daraus, daß es auch für die Kinder Gottes von dem, daß die Kreatur der Vergänglichkeit unterworfen ist, keine Ausnahme gäbe. Man sieht es gerne so, daß für alle Zeiten auch die Kinder Gottes der Vergänglichkeit im Sterben den Tribut zu bezahlen haben. Natürlich anerkennt man die bekannten Zeugnisse, daß einmal der Herr kommt und als Retter vom Himmel den Leib der Niedrigkeit umwandelt, daß er dem Leibe seiner Herrlichkeit gleich wird, nach der Kraft, mit der er alle Dinge sich untertan machen kann. Dieser Erfahrung soll dann folgen, daß die Kinder Gottes nicht entkleidet, sondern überkleidet werden und das Sterbliche vom Leben verschlungen wird. Das Sterbliche soll dann plötzlich in einem Augenblick unsterblich, das Verwesliche unverweslich werden, so daß dann das Wort erfüllt ist:
„Tod, wo ist dein Stachel? Hölle, wo ist dein Sieg?“ (1.Kor.15,55)
Aber nebst dem will man es gewöhnlich nicht für wahr halten, daß sich auch etwas anderes in der Erfahrung der Kinder Gottes durchwirken könnte, als daß sie mit der gesamten Kreatur auch der Vergänglichkeit unterworfen sind so lange, bis der Herr kommt. Das ist nicht der Sinn des Zeugnisses an die Römer. Es ist hier gesagt, daß auf Hoffnung hin die Kreatur der Vergänglichkeit unterworfen ist. Das kann nur so verstanden werden, daß die Hoffnung in Gott liegt. Genauso wird den Ephesern Kap.3,9 erklärt, daß der Gott, der alles erschaffen hat, das Geheimnis Christi von den Ewigkeiten her verborgen hielt. Genauso hat der Gott, der alles erschaffen hat, seiner Hoffnung dadurch Ausdruck gegeben, daß er die Kreatur der Vergänglichkeit unterworfen hat. Aber diese Hoffnung, die Gott damit kundgetan hat, weist darauf hin, daß die von Gott der Vergänglichkeit unterworfene Kreatur befreit werden soll von der Knechtschaft der Sterblichkeit zur Freiheit der Herrlichkeit der Kinder Gottes.
In diesem Zeugnis liegt in erster Linie, daß die Freiheit der Herrlichkeit der Kinder Gottes dieselbe Freiheit der Herrlichkeit für die Kreatur ist. Sind die Kinder Gottes im Besitz der Freiheit der Herrlichkeit, so ist das nur dadurch möglich, daß sie zuerst die Erstlingsgabe des Geistes haben. Dann werden sie in die Sohnesstellung erhoben, und zuletzt erlangen sie die Erlösung ihres Leibes, das ist die Freiheit der Herrlichkeit der Kinder Gottes.
Gott hat die Hoffnung für die Kreatur, daß sie nicht immer der Vergänglichkeit unterworfen bleibt, sondern von der Knechtschaft der Sterblichkeit zur Freiheit der Herrlichkeit der Kinder Gottes gelangt. Seine Hoffnung ist darin begründet, daß durch die Kinder Gottes das der Kreatur übermittelt werden muß, was sie zuerst selbst als Freiheit der Herrlichkeit von der Knechtschaft der Sterblichkeit erlangt haben. Das ist die Aufgabe der Kinder Gottes.
Paulus sagt, daß die ganze Schöpfung mitseufzt und in Wehen liegt bis jetzt, und nicht nur sie, sondern auch die Kinder Gottes seufzen, die des Geistes Erstlingsgabe haben, aber noch nicht in die Sohnesstellung erhoben sind. Sie haben die Erlösung ihres Leibes zu der Zeit noch nicht erlangt. Deshalb sind auch sie verbunden mit dem Seufzen der ganzen Schöpfung. Somit seufzt die ganze Schöpfung, und mit der ganzen Schöpfung seufzen auch die Kinder Gottes um das gleiche. Damit ist aber bewiesen, daß die Kreatur, das ist die ganze Schöpfung, von Gott dazu bestimmt ist, gerettet zu werden.
Paulus hat auch geschrieben, daß Gott will, daß allen Menschen geholfen werde und sie alle zur Erkenntnis der Wahrheit gelangen, aber eigenartigerweise geht man über diese Schriftzeugnisse einfach hinweg, als ob man dafür blind wäre. Man kann in aller Seelenruhe die Meinung haben nach väterlicher Überlieferung, daß die Menschen, die die besonderen Lieblinge ihres Gottes sind, gerettet werden und alle andern werden ewig verdammt. Wenn aber Gott will, daß sie alle die Wahrheit erkennen sollen, sieht man dieses Zeugnis höchstens so, daß man ja diesen Menschen genug von der Wahrheit gesagt hat durch die Verkündigung des Evangeliums. Wenn sie es aber nicht annehmen, sollte es deshalb hinfällig sein, daß Gott will, daß allen Menschen geholfen werde und sie alle zur Erkenntnis der Wahrheit kommen. Man hält einfach die Meinung fest, daß, weil ihnen die Möglichkeit, die Wahrheit erkennen zu können, geboten wurde, sie dieselbe aber nicht gewollt haben, deshalb Gottes Strafgericht, ihre ewige Verdammnis, gerecht sei. Dagegen haben die Gläubigen die Wahrheit erkannt, und folgerichtig werden sie auch gerettet.
Liebe shoshana
Du schreibst

Kellers Erdenwandel war zwischen 1879 und 1953. Er hatte von sich selber nie behauptet, der Wiedergekommene Jesus Christus oder Messias zu sein, sondern er ist ein Bereiter des Weges, auf welchem Jesus wiederkommt! Jesus kommt nicht in EINER Person wieder,

Bis jetzt sind aber alle Offenbarer auch Jesus, als EINE Person gekommen. Wie kann man denn da mit Sicherheit behaupten wollen, dass der "Dieb" der vielleicht schon im Haus ist, nicht als Person kommen wird. Wie kann Herr Keller mehr wissen wollen als eine göttliche Manifestation? Selbst Paulus schreibt "unser Wissen ist nur bruchstückhaft" und der glaubte bei Gott, sehr viel zu wissen.

Liebe Grüße
Hallo -

wenn ich der Bibel glaube, dann kommt Jesus 'in Macht und Herrlichkeit' wieder,
also ohne Person schwer vorstellbar; im Islam ist es m.W. irgendwie ähnlich -
wenn ich Baha'u'llah, Abd-ru-shin, Sai Baba oder Züri-Heiland glaube, dann sind
jeweils sie selbst der wiedergekehrte Jesus, wenn ich Herrn Keller glaube, dann
kommt er nicht als Einzelperson wieder, glaube ich den Juden, dann kommt er
gar nicht wieder - ich denke, ich halte mich an Herrn Brendel, den 'Denker des
Klangs', wie ihn der SPIEGEL einmal genannt hat...

_________________
Bei fast allen Konfilkten dieser Welt,
wo Leute einander die Köpfe einschlagen,
geht es um einzige Wahrheiten.
Ich möchte Wahrheiten im Plural finden;
das versuche ich immer wieder...
Wie wäre es, wenn IHR alle Euch einmal überlegen würdet, ob IHR als Wohnung für seine Wiederkunft IN EUCH, bereit seid?

Zitat:
Lukas 18, 8 Doch wenn des Menschen Sohn kommt, wird er auch den Glauben finden auf Erden?
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