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In dem Beispiel mit den Nazis. Dazwischengehen ist wohl nicht gerade die beste Lösung. Du könntest für den Betroffenen nichts verbessern, nur für dich verschlechtern. Allerdings wäre es schon möglich, sich im Hintergrund zu halten, zu verschwinden und die Polizei zu rufen.
Bei einer sexuellen Belästigung kann man aber schon dazwischengehen. Vor allem, wenn sie mitten am Tag auf offener Straße passiert. Und trotzdem tun das nur die wenigsten!!
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Wir sind alle fähig, angenehme Situation anzunehmen, aber unangenehme und schmerzhafte Situation, die mögen wir alle nicht. Gerade die „Opfer-Täter“-Situationen sind ein immer wieder heiss diskutiertes Thema. Esoterisches Wissen spricht von „Seelenabmachungen auf höherer Ebene“ und die kausale Verständnisebene sieht darin ein Freibrief für jedermann, alles straflos tun zu können.
Hierzu ein paar Erläuterungen:
im kausalen Verständnis ist Getrenntheit ein Faktum. Das Ich ist getrennt vom Du. „Du“ ist jemand anders als „ich“. Dementsprechend wird eine Welt der Getrenntheit als Realität erlebt und erfahren; das „ich“ getrennt von allem anderen. Das esoterische Verständnis beruht darauf, dass Getrenntheit eine Illusion ist; dass heisst, dass alles in der letzten Wirklichkeit EINS ist.
In Bezug auf eine „Opfer-Täter“-Situation heisst das: für das kausale Verständnis sind Opfer und Täter etwas Getrenntes, das nichts miteinander zu tun hat. Hieraus ergeben sich alle Bewertungen, Lohn, Strafe, etc. Die Frucht der Getrenntheit ist das Abgetrennte, die Nicht-Liebe; hieraus kommen wiederum die nicht-liebenden Aktionen hervor. Allein der Gedanke, dass Opfer und Täter etwas miteinander zu tun haben könnten, hat im kausalen Verständnis blasphemische Ausmasse. Das kausale Verständnis kann nicht anders. Das esoterische Verständnis, von dem Gedanken ausgehend, dass alles EINS ist, sieht Opfer und Täter unmittelbar in Bezug zueinander. Der esoterisch Verständige weiss um des Eins-Seins-Willen, dass er alles, was er anderen tut, sich selbst antut. So gesehen kann jemand nach esoterischem Verständnis gesehen nur dann einem anderen etwas Leidvolles antun, wenn sich dieser nicht über das Alles-ist-Eins bewusst ist. Das Bewusstsein „wir sind alle eins“ ist eine Botschaft der Liebe und geleitet zu höchster Verantwortlichkeit was das eigene Tun und das Miteinander betrifft. Mir diesem Bewusstsein wissen wir: was wir anderen antun, tun wir uns selbst an. Es ist ein Freibrief in Liebe.
Was die besagten seelische Abmachungen betrifft und wie sie genau vonstatten gehen; wir können darüber lange und oft spekulieren, doch auf irgendeiner Ebene finden sie statt.
Die kausale Verständnisebene hat uns in Bezug auf Schuld und Unschuld, Bestrafung und Lohn, Gut und Böse nicht weitergebracht hat. Es hat sich, wenn man sich in der Welt (die wir dem esoterischen Verständnis nach selbst erschaffen haben) umsieht, nichts zum „Positiven“ entwickelt. Es wird trotz Moralvorstellungen und Bestrafung weiterhin getötet, gefoltert, gequält; ein Zeichen, dass wir mit dem Denken der Getrenntheit in einer Sackgasse sind. Wenn man aber davon ausgeht, das wir alle Eins sind, so impliziert dies, dass es nichts gibt, was wir einander antun, nicht auch auf bestimmter Ebene gemeinsam erschaffen haben. Wir tun uns gegenseitig nur dann Schaden an, wenn dies in Unbewusstheit über das Eins-Miteinander-Sein geschieht.
Tatsache ist, das die Botschaft von Richtig und Falsch, von Gut und Böse usw. eine Botschaft der Getrenntheit ist. Ebenso Tatsache ist, das die Botschaft der Liebe eine Botschaft des Eins-Seins ist.
Soweit mein (esoterischer) Kommentar.
Grüsse
Christian
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<<<Es wird trotz Moralvorstellungen und Bestrafung weiterhin getötet, gefoltert, gequält; ein Zeichen, dass wir mit dem Denken der Getrenntheit in einer Sackgasse sind. Wenn man aber davon ausgeht, das wir alle Eins sind, so impliziert dies, dass es nichts gibt, was wir einander antun, nicht auch auf bestimmter Ebene gemeinsam erschaffen haben. Wir tun uns gegenseitig nur dann Schaden an, wenn dies in Unbewusstheit über das Eins-Miteinander-Sein geschieht.>>>
...genau so sehe ich das auch....
Hallo Christian,
danke für Deinen kompletten Beitrag !
LG
Luna
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Im Moment beschäftigt mich eine Frage ganz stark und ich bin auch total verwirrt.
Es ist wirklich hart, aber ich möchte trotzdem schreiben, was mich beschäftigt: Warum führt sexueller Missbrauch sehr oft zu psychischen Schädigungen?
Ich habe mal gelesen, dass irgendeine Frau nicht mit ihrem Mann schlafen konnte. Ihr Onkel hatte sie früher mishandelt - doch das war nicht der Grund, warum sie nicht mehr mit ihrem Partner schlafen konnte, sondern der, dass alle Leute ihr eingeredet(?) haben, dass dies eine schlimme Tat ihres Onkels gewesen sei.
Gerne würde ich darüber mit einem Opfer sprechen oder mit jemandem der Opfer kennt und weiss, warum das so ist.
Ich bin momentan mal wieder in einer echt verwirrten, sehr ängstlichen und instabilen psychischen Verfassung.
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