angst vor dem tod


Pommes hat folgendes geschrieben:
Was für eine grausame Sicht auf die Welt. Ich möchte nicht mit dir tauschen.


Nun, ich denke auch, dass wir Menschen nie vollkommen und reif für die Gegenwart Gottes sein können.
Ein ganz lieber, inzwischen verstorbener Baha'i-Freund hat einmal zu mir gesagt, dass er sich vorstellt, dass man sich, wenn man in Gottes Nähe käme, so ähnlich fühlen würde, als würde man hier splitternackt in eine seriöse Versammlung platzen.
Ich meine aber, dass wir durchaus nach unseren Taten und dem Glauben hier 'bewertet' werden, sodass uns eine Stufe in der geistigen Welt zugeteilt wird, die wir verdient haben. Ich sehe darin schon eine Art Lohn/Strafe.
Allerdings glaube ich, dass wir uns von unserer Stufe aus weiter entwickeln können in unzähligen Welten Gottes.

Alles Liebe,
Minou
_________________
»Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt«
Dies ist das höchste und größte Gebot.
Das andere aber ist dem gleich: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst«.
In diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten
ich habe keine Angst vor dem Tod, nur vor (langem) Sterben und Siechtum. Sicher liegt das auch daran, dass ich auch Zeit meines Lebens immer nur traurig und unglücklich war, damit habe ich mich arrangiert, aber der Tod ist dann auch nur eine Tür, durch die man geht. Und vielleicht sogar eine Erlösung von diesem schweren Leben hier. Ich empfand mein Leben schon immer als schwer und empfinde das auch jetzt noch so. Und wenn ich mir dann vorstelle, wie soll das erst werden, wenn ich alt bin? Nein, der Tod hat für mich etwas friedvolles, so wie einschlafen. Ich glaube zb daran, dass böse Menschen, die Tiere oder Kinder oder Menschen im allgemeinen, gequält haben, in ein schlechtes Leben wieder geboren werden. Vielleicht als Hund an der Kette, als Schlachtvieh oder als Tier das im Tierversuch gequält wird. Vielleicht arm und krank in den dreckigsten Slums dieser Erde.

Ich glaube daran, dass wir immer wieder geboren werden und auch schon mehrmals gelebt haben und das unser Leben, so wie es jetzt ist, eben das Ergebnis oder die Konsequenz des vorigen Lebens ist. Je reiner unsere Seele im vorigen Leben war, desto glücklicher dürfen wir im Jetzt leben. Jede Seele lebt mehrere Leben und zwar solange, bis seine Seele gut und rein ist-, das heisst diese Seele kann Liebe, Mitleid und Mitgefühl empfinden und sich für andere aufopfern und dabei glücklich sein. Und erst dann dürfen wir in eine Art Paradies einziehen, wo uns Wesen empfangen werden, die so schön und freundlich zu uns sind, und uns unendlich lieben, eine Liebe, die wir noch nie zuvor gespürt haben. Diese Schönheit und Liebe liegt jenseits unserer menschlichen Vorstellungskraft und kann mit dem menschlichen Verstand nicht erfasst werden (und deshalb zeigt Gott sich uns auch erst dann, wenn wir eine reine Seele haben, weil wir es auf Erden, also als Mensch, gar nicht begreifen könnten und uns vor lauter Glück wohl umbringen würden, wenn wir wüssten wie schön es im "Himmel" (oder wo auch immer dieser magische Ort dann ist.) ist.
Minou hat folgendes geschrieben:

Ich meine aber, dass wir durchaus nach unseren Taten und dem Glauben hier 'bewertet' werden, sodass uns eine Stufe in der geistigen Welt zugeteilt wird, die wir verdient haben. Ich sehe darin schon eine Art Lohn/Strafe.
Allerdings glaube ich, dass wir uns von unserer Stufe aus weiter entwickeln können in unzähligen Welten Gottes.


Da bleibt nur noch die Frage: Wofür?
Isabella14 hat folgendes geschrieben:
ich habe keine Angst vor dem Tod, nur vor (langem) Sterben und Siechtum. Sicher liegt das auch daran, dass ich auch Zeit meines Lebens immer nur traurig und unglücklich war, damit habe ich mich arrangiert, aber der Tod ist dann auch nur eine Tür, durch die man geht. Und vielleicht sogar eine Erlösung von diesem schweren Leben hier. Ich empfand mein Leben schon immer als schwer und empfinde das auch jetzt noch so. Und wenn ich mir dann vorstelle, wie soll das erst werden, wenn ich alt bin? Nein, der Tod hat für mich etwas friedvolles, so wie einschlafen. Ich glaube zb daran, dass böse Menschen, die Tiere oder Kinder oder Menschen im allgemeinen, gequält haben, in ein schlechtes Leben wieder geboren werden. Vielleicht als Hund an der Kette, als Schlachtvieh oder als Tier das im Tierversuch gequält wird. Vielleicht arm und krank in den dreckigsten Slums dieser Erde.

Ich glaube daran, dass wir immer wieder geboren werden und auch schon mehrmals gelebt haben und das unser Leben, so wie es jetzt ist, eben das Ergebnis oder die Konsequenz des vorigen Lebens ist. Je reiner unsere Seele im vorigen Leben war, desto glücklicher dürfen wir im Jetzt leben. Jede Seele lebt mehrere Leben und zwar solange, bis seine Seele gut und rein ist-, das heisst diese Seele kann Liebe, Mitleid und Mitgefühl empfinden und sich für andere aufopfern und dabei glücklich sein. Und erst dann dürfen wir in eine Art Paradies einziehen, wo uns Wesen empfangen werden, die so schön und freundlich zu uns sind, und uns unendlich lieben, eine Liebe, die wir noch nie zuvor gespürt haben. Diese Schönheit und Liebe liegt jenseits unserer menschlichen Vorstellungskraft und kann mit dem menschlichen Verstand nicht erfasst werden (und deshalb zeigt Gott sich uns auch erst dann, wenn wir eine reine Seele haben, weil wir es auf Erden, also als Mensch, gar nicht begreifen könnten und uns vor lauter Glück wohl umbringen würden, wenn wir wüssten wie schön es im "Himmel" (oder wo auch immer dieser magische Ort dann ist.) ist.


Was ich so von dir gelesen habe, warst du laut deiner Logik in deinem hervorgehenden Leben auch kein Unschuldsengel?
luschn hat folgendes geschrieben:
Minou hat folgendes geschrieben:

Ich meine aber, dass wir durchaus nach unseren Taten und dem Glauben hier 'bewertet' werden, sodass uns eine Stufe in der geistigen Welt zugeteilt wird, die wir verdient haben. Ich sehe darin schon eine Art Lohn/Strafe.
Allerdings glaube ich, dass wir uns von unserer Stufe aus weiter entwickeln können in unzähligen Welten Gottes.


Da bleibt nur noch die Frage: Wofür?


M.E. um einmal in die Gegenwart Gottes gelangen zu können.

Alles Liebe,
Minou
_________________
»Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt«
Dies ist das höchste und größte Gebot.
Das andere aber ist dem gleich: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst«.
In diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten
*gelöscht*
Hallo zusammen,
Der Geist ist das LEBEN SELBST und kann nicht sterben.
Der Körper hat NIE gelebt, sondern wird durch den Geist belebt. Also kann er auch nicht sterben.
Es gibt also keinen Tod! Weder für den Geist – der ewig lebt, noch für den Körper – der nie gelebt hat!
Hier eine kleine Fabel zu diesem Thema, die einiges verdeutlicht:
Wer bin ICH, was bin ICH?
Oder die Fabel vom Fahrer und dem Auto:

http://www.demetrius-degen.de/geistesschule/Fabel.htm

Grüße,
Demetrius Degen
_________________
Auf der Erde gibt es seit jeher den Kampf zwischen Egoismus und Selbstlosigkeit.
Die Egoisten werden reich, die Selbstlosen schaffen große Werke.
www.demetrius-degen.de
Hallöchen ihr Lieben,

da wir nun Burkls und Demetrios Variante gelesen haben, möchte ich auch noch meine vorstellen.

Ich denke nicht, dass ich sterben muss, ich darf und empfinde dies nicht als Strafe.

Die Seele ist nicht im Körper wie ein Gegenstand in einem Gefäß sondern wie die Sonne im Spiegel.

Der Tod ist eine Zustandsänderung

"Wenn nun der Körper einen Wandel durchmacht, so braucht dadurch nicht auch der Geist berührt zu werden. Wenn ihr ein Spiegelglas zerbrecht, auf das die Sonne schien, so ist das Glas zerbrochen, die Sonne aber scheint noch immer ... Wenn ein Lampenzylinder springt, kann doch die Flamme noch hell weiterbrennen. Das gleiche gilt für den Geist des Menschen. Wenn auch der Tod seinen Körper zerstört, so hat er doch keine Macht über seinen Geist....."
'Abdu'l-Bahá in dem Buch -Ansprachen in Paris- 1911


und Bahá'u'lláh sagt:

"Der Tod bietet jedem vertrauenden Gläubigen den 2 Kelch dar, der in Wahrheit Leben ist. Er schenkt Freude und ist ein Bote des Frohsinns."

Von daher kann mich der Tod nicht schrecken.

Liebe Grüße
Linde


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Befasst euch gründlich mit den Nöten der Zeit, in der ihr lebt, und legt den Schwerpunkt eurer Überlegungen auf ihre Bedürfnisse und Forderungen.
Bahá'u'lláh
Linde hat folgendes geschrieben:
Von daher kann mich der Tod nicht schrecken.


Mich auch nicht; bin schon neugierig, was nachher kommt.
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»Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt«
Dies ist das höchste und größte Gebot.
Das andere aber ist dem gleich: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst«.
In diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten
linde hat folgendes geschrieben:
Ich denke nicht, dass ich sterben muss


Ich bin mir da sehr sicher, dass du musst.

Zitat:

"Der Tod bietet jedem vertrauenden Gläubigen den 2 Kelch dar, der in Wahrheit Leben ist. Er schenkt Freude und ist ein Bote des Frohsinns."


Den Tod als freudiges Ereignis zu sehen halte ich für völlig realitätsfremd. Würdest du Kindern am Begräbnis sagen: Freut euch, dass die Oma gestorben ist!