Die Bibel


Bibel
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Die Bibel ist eine zentrale Grundlage und die wichtigste Urkunde des christlichen wie des jüdischen Glaubens. Die hebräische Bibel ist der Tenach oder Tanach. Oft wird die christliche Bibel auch Heilige Schrift, Wort Gottes oder einfach Buch der Bücher genannt. Der Kanon der hebräischen Bibel, der Tanach, besteht aus drei Teilen: Thora ( Pentateuch, fünf Bücher Mose), Nebiim (Propheten) und Ketubim (Schriften). Die christliche Bibel unterscheidet zwei Teile: Das Alte Testament (auch Erstes Testament, Jüdische oder Hebräische Bibel genannt) und das Neue Testament.

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Die Bibel ist die primäre heilige Schrift des Judentums und des Christentums. Sie besteht aus Kompilationen (=redaktionelle Zusammenfassungen) von ursprünglich einzelnen Schriften, "Bücher" genannt. Diese sind über einen Längeren Zeitraum, beginnend etwa 2000 Jahre v. d. Z. mündlich, u. a. hebräisch überliefert worden und wurden über einen längeren Zeitraum verschriftlicht. Eine erste Auswahl dieser einzelnen "Bücher", die Grundlage der jüdischen Bibel, des Tanach, bestand aus 39 Bücher. Weitere Hinzufügungen nach dem Tod Jesu, im zweiten Jahrhundert n. d. Z. welche die 27 "Bücher" des Neuen Testaments ausmachen, sind einige der wichtigsten Werke des christlichen Glaubens.

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Etymologie

Die Bibel bedeutet im allg. "Bücher (von lat. biblia = Bücher und griech.: βιβλιoν 'biblíon, byblíon' = 'Papierrolle' von Bíblos, Býblos = Papyrusstaude, -bast); siehe auch: Býblos = antike phönizische Hafenstadt, antiker Hauptumschlagplatz für Bast, dem Rohstoff zur Herstellung der 'Papierrollen'.

Einführung

Die hebräische Bibel ist der Tenach oder Tanach. Oft wird die Bibel auch Heilige Schrift, Wort Gottes oder einfach Buch der Bücher genannt.

Der Kanon der hebräischen Bibel, der Tanach, besteht aus drei Teilen: Thora (Pentateuch, fünf Bücher Mose), Nebiim (Propheten) und Ketubim (Schriften). Sie liegt in hebräischer Sprache vor und enthält geringe Teile in aramäischer Sprache, als Sekundärquelle ist sie in Form des so genannten "Alten Testaments" das am weitesten und häufigsten publizierte schriftliche Werk der Welt. Für das rabbinische Judentum gehört das Studium und die Auslegung des Tanach zum Dienst an Gott.

Die christliche Bibel unterscheidet zwei Teile: Das Alte Testament (auch Erstes Testament, Jüdische oder Hebräische Bibel genannt) und das Neue Testament.

Für den Islam gelten beide Bücher der christlichen Bibel als von Gott stammende, aber von den Menschen verfälschte Texte. Sie werden daher von Muslimen prinzipiell durchaus geschätzt, allerdings nur äußerst selten gelesen, da vor allem Teile des Tenach in dem Koran, der Heiligen Schrift des Islam, enthalten sind und die den Koran perzeptierenden Muslime mit dem Inhalt desselben vertraut sind.

Bei der Deutung des Alten Testaments, in christlicher Weise, fällt die Bedeutung des zweiten Teiles der Tora, nämlich deren mündlicher Teil (Talmud), der gemäß der Tradition Moses auf dem Berg Sinai von Gott offenbart wurde, weg. Die heutige christliche Tradition ist mehrheitlich bemüht, ihre Auslegung der heiligen Schriften der Tora nicht in der antijudaistischen Weise der Vergangenheit, durchsetzt von falschen Pointierungen, falschen Deutungen und Textübersetzungen, fortzuführen. (siehe z.B.: Auge um Auge und Bergpredigt)
Der biblische Kanon

Die Bibel ist eine Sammlung von Schriften, die in einem Zeitraum von über tausend Jahren (ca. 1300 v. d. Z. bis 100 n. Chr.) geschrieben und gesammelt wurden. Die jeweils als verbindlich geltende Sammlung biblischer Schriften wird Kanon genannt. Der Abschluss der Kanonisierung der hebräischen Bibel fällt etwa ins 1. Jh. n. Chr. Die Kanonisierung des Neuen Testaments war etwa in der Mitte des 4. Jh. n. Chr. abgeschlossen. Über Reihenfolge und Bestandteile der Bibel gibt es aber bis heute keine allgemein anerkannte Auffassung.

Für die katholischen und die orthodoxen Kirchen zählen zum "Alten Testament" neben den Schriften des Tanach weitere, deuterokanonisch genannte Bücher, die in der Septuaginta, einer vorchristlichen jüdischen Übersetzung des Tanach ins Griechische, enthalten sind. Von den Kirchen der Reformationen und vom Judentum werden sie nicht als kanonisch anerkannt und als Apokryphen bezeichnet.

Je nach Zählung umfasst die gesamte christliche Bibel mindestens 66 Bücher -- das AT: jüdisch: 22 oder 24 Bücher, evangelisch: 39 Bücher, die sich jedoch nur durch Anordnung (z.B. Rut als 8. Buch nach Richter in der evangelischen Bibel bei den Geschichtsbüchern, aber als eines der letzten in der jüdischen Bibel bei den Ketubim)und Aufteilung einzelner Bücher in jeweils mehrere (1/2 Sam, 1/2 Kön...) von der jüdischen Bibel unterscheiden, inhaltlich dagegen gleich sind; katholisch: 46 Bücher; orthodox: mehr als 46 Bücher, das NT: 27 Bücher bzw. Briefe. Die einzelnen Schriften und ihre Verwendung im Kanon verschiedener Kirchen sind im Artikel Apokryphen detailliert.

Neben den in christlichen Kirchen unterschiedlich beurteilten alttestamentlichen Apokryphen gibt es auch neutestamentliche Apokryphen, die von fast keiner christlichen Kirche in den Kanon aufgenommen wurden.

Eine weitere Textsammlung, die in der Frühkirche fast kanonische Bedeutung hatte, jedoch nicht in den Bibelkanon eingegangen sind, sind die Apostolischen Väter. Neben der Bibel haben Bekenntnisse, liturgische Texte und Traditionen in Form von mündlicher oder schriftlicher Überlieferung eine wichtige Bedeutung für das Selbstverständnis der verschiedenen Religionen, christlichen Konfessionen und Denominationen. Diese werden aber nur bei Mormonen und Christlicher Wissenschaft der Bibel gleichgesetzt. Die Kirchen betrachten die Bibel hingegen als alleinigen Maßstab des Glaubens, als "norma normans". "Das Bekenntnis ist im Verhältnis zur Bibel nachgeordnet, eine bereits von der Schrift geprägte Norm (norma normata) (Dietrich Kuessner: Das Gesetz ist um des Menschen willen da; http://bs.cyty.com/kirche-von-unten.....09/Auseinandersetzung.rtf). Das heißt: alle Glaubensäußerungen, Bekenntnisschriften und Dogmen haben sich an der Bibel zu messen. In ihnen darf also nichts geregelt sein, was dem biblischen Zeugnis widerspricht. Im Judentum wird das Verhältnis zwischen Tenach und Tradition, in der vor allem Mischna und Talmud bedeutsam sind, ähnlich gesehen.
Der Begriff "Testament"

Die Bezeichnung Testament ist vom lateinischen Wort "testamentum" abgeleitet. Es steht für griechisch "diatheke", dieses ist eine Übersetzung für hebräisch "berith", und meint den Bund, den Gott mit den Menschen des Volkes Israel am Berg Sinai einging.

Christliche Sicht

Der Bund Gottes mit Israel am Sinai wird dabei nach christlicher Lehre des Neuen Testamentes (= NT) vom neuen Bund Gottes mit den Menschen auf Grundlage des Menschenopfers Jesu Christi am römischen Kreuz auf dem Hügel Golgatha abgelöst oder, nach einer anderen möglichen Interpretation, ergänzt. Gott hat nach dieser Auffassung den Christen aufgrund dieses Werkes, Christi Verheißungen gegeben und die Kirche gebildet. Im christlichen Sinne ist das NT das Vermächtnis Gottes mit himmlischen Verheißungen und der Lehre der Erbsünde. In den meisten christlichen Kirchen wird der Bibel keine eigenständige unmittelbare Autorität zugesprochen, wohl aber dem Neuen Testament. Die Autorität der Bibel leitet sich vielmehr von Jesus Christus und den jüdischen urchristlichen Autoren ab, der "Mitte der Schrift" (M. Luther). Der Bibel eine eigenständige Autorität zuzuschreiben wird als Biblizismus bezeichnet und findet bei fundamentalistischen Christen statt.

Hebräisch-aramäische Schriften
Der Tanach wurde weitgehend mit der Heiligen Schrift des Christentums, dem so genannten "Alten Testament" bedeutungsgewandelt und leicht variiert, vor allem in versch. Übersetzungen, als Sekundärquelle übernommen, siehe Tora, Kapitel:Die Fünf Bücher Mose im Christentum. Der Tenach besteht aus den drei Teilen:

Tora (hebr. "Lehre") oder Pentateuch, die 5 Bücher Mose
Nebiim (hebr. "Propheten")
Ketubim (hebr. "Schriften")
Der Tanach wurde etwa zwischen dem 10. Jh. v. d. Z. und der Mitte des 2. Jh. v. d. Z. in hebräischer Sprache geschrieben und enthält Erzählungen zur religiösen Geschichte Israels, beginnend mit der Schöpfungserzählung (Siehe auch:Wiege der Menschheit) und den Geschichten der Erzväter, dem Auszug Israels aus Ägypten, der Gesetzgebung unter Mose und dem Zug ins verheißene Land. Darauf folgt die Geschichte der Israeliten bis zum Ende des Babylonischen Exils. Daneben enthält er prophetische Texte, Psalmen, eine Sammlung von Liebesgedichten, und Weisheitsliteratur, z.B. eine Sammlung von Sprichwörtern. Kurze Passagen des Tenach sind in aramäischer Sprache verfasst.

Alle diese Schriften haben - wenn auch in teilweise anderer Reihenfolge - Eingang in das christliche "Alte Testament" gefunden. Angesichts dieser Gemeinsamkeit mit dem Judentum wird christlicherseits inzwischen statt vom "Alten Testament" auch die Bezeichnung "Erstes Testament" verwendet, um der Vorstellung einer Vorrangstellung des späteren "Neuen Testaments" vor dem "Alten Testament" entgegenzutreten, die in der Geschichte der Judenmission und des christlichen Antijudaismus ("Oremus et pro perfidis Judaeis", "Lasset uns auch beten für die treulosen Juden", Karfreitagsliturgie bis 1970) oft die ideologische Grundlage für Pogrome darstellte. Heute stimmen fast alle christlichen Konfessionen darin überein, dass beide Teile gleichberechtigt zum Bestand der christlichen Bibel gehören. Im Unterschied zum jüdischen Verständnis gesteht die christliche Theologie dem Tanach aber weiterhin keine eigenständige Autorität zu, sondern interpretiert den Pentateuch aus der Perspektive der christlichen Heilsgeschichte, in der der zweite Bund ("Neues Testament") den ersten aufhebe und erfülle.

Christlich-griechische Schriften
Das "Neue Testament" entstand in der zweiten Hälfte des 1. Jahrhunderts n. Chr. im jüdisch-christlichen Umfeld. Es ist fast durchgängig in griechischer Sprache, genauer: in der sogenannten Koine verfasst. Es enthält in den Evangelien einige aramäische Begriffe, Aramäisch war die damalige Umgangssprache in Palästina und zeitweise lingua franca des antiken Nahen Ostens.

Das Neue Testament besteht aus:

erzählenden Schriften
vier Evangelien
die Apostelgeschichte
belehrender Briefliteratur
Paulusbriefe
Katholische Briefe
einer prophetischen Vision
Offenbarung des Johannes (Apokalypse).
Die Zugehörigkeit der vorgenannten Schriften zum "Neuen Testament" ist in allen christlichen Religionsgemeinschaften unumstritten (mit Ausnahme der Syrisch-Orthodoxen, die einige davon nicht anerkennen; die Offenbarung des Johannes wird auch bei den anderen Orthodoxen nicht öffentlich verlesen).

Das "Neue Testament" erzählt in den Evangelien von Jesus von Nazareth, der als Christus bezeichnet wird, und in der Apostelgeschichte von den Anfängen der Kirche. Dabei wird der überwiegende Teil des Erzählstoffes unter Aufnahme und in Auseinandersetzung mit den Erfahrungen des Volkes Israel und unter Verwendung alttestamentlicher Themen und Bilder dargestellt. In den Briefen versuchen die Autoren, Antworten auf Glaubensfragen zu geben, das Leben in den neuen Gemeinden zu organisieren und auf anstehende Probleme in den Gemeinden zu reagieren, oder den Christen ihrer Zeit mit mahnenden und tröstenden Worten zur Seite zu stehen.

Textgeschichte der Bibel
Der Text der Bibel liegt in verschiedenen Handschriften vor.

Für den jüdischen Tanach ist der hebräische Masoretische Text wichtige Grundlage; bei umstrittenen Textstellen wird auch die griechische Septuaginta herangezogen. In der römisch-katholischen Kirche ist die lateinische Vulgata bedeutsam. Die anderen alten Übersetzungen sind weniger bedeutsam, da sie sekundär aus der Septuaginta übersetzt wurden.

Eine Neubewertung und Bestätigung brachten die bei Qumran gefundenen Schriftrollen vom Toten Meer.

Die wichtigsten christlichen Handschriften sind Papyri und Kodizes mit Texten des Neuen Testaments aus den ersten 4 Jahrhunderten n. Chr. Der älteste existierende Text des NT überhaupt ist der Papyrus P52 vom Anfang des 2. Jh. n. Chr. mit einem Fragment aus dem Johannesevangelium. Aus dem 4. Jh. n. Chr. stammen die großen Ausgaben des Codex Vaticanus und des Codex Sinaiticus, beide auf Pergament geschrieben und das AT und NT enthaltend.
Bibelübersetzungen

Während die Orthodoxen Kirchen schon früh Bibeln in der Landessprache verwendeten, war für die katholische Kirche praktisch seit dem Altertum die lateinische Bibelübersetzung des Hieronymus, die so genannte Vulgata maßgebend, auch wenn immer wieder Bibeln in die Volkssprache übersetzt wurden. So übersetzte im 4. Jahrhundert bereits der gotische Bischof Wulfila die Bibel ins Gotische, und erstellte die nach ihm benannte Wulfilabibel. Wulfila war allerdings nicht katholisch. Auch die Vulgata selbst war ursprünglich eine Übersetzung in die Volkssprache, als sie entstand war Latein ja noch Umgangssprache. Die Wandlung des Lateinischen zu den romanischen Sprachen machte die westliche Bibel dann allerdings nicht mehr mit, und auch in den germanischen und keltischen Gebieten Westeuropas wurde die Bibel nur auf Lateinisch gelehrt.

Im Spätmittelalter entstand eine Reihe von deutschen Bibelübersetzungen. Besonders die Reformatoren, aber auch schon einige ihrer Vorläufer (Petrus Waldes, John Wycliff) sahen den direkten Zugang zur Bibel in der Landessprache als wesentlich für den christlichen Glauben an. Durch die Übersetzung der Reformatoren Luther und Zwingli in den Jahren 1522-1534 wurde die Bibel zum ersten Mal einer größeren Leserschaft im deutschen Sprachraum zugänglich. Maßgeblichen Beitrag dazu leistete die Erfindung des Buchdrucks. Die Lutherbibel wurde Grundlage einerseits für die weite Verbreitung der Bibel in Deutschland, andererseits für ihre kritische Lektüre vor allem seit der Aufklärung und hatte auch eine große Bedeutung für die Entwicklung der deutschen Schriftsprache. Gedruckt wurde sie in der Schwabacher Schrift.

Heute gibt es eine gute Auswahl an Bibelübersetzungen in deutscher Sprache. Neben der klassischen (inzwischen mehrfach überarbeiteten) Lutherbibel sind erwähnenswert: die sehr wortgetreue Elberfelder Übersetzung, die ebenfalls recht wortgetreue und etwas besser lesbare Zürcher Bibel, die katholische (bzw. für die Psalmen und das Neue Testament katholisch-evangelische) Einheitsübersetzung, die eine verständliche Sprache und gute Brauchbarkeit für liturgische Zwecke aufweist, und die modernen Übersetzungen "Gute Nachricht" und "Hoffnung für alle", die die alten Texte durch sehr freie Übersetzung in eine zeitgemäße und sehr gut verständliche Sprache übertragen haben.
Geschichte oder Mythos

In der Diskussion, inwiefern die biblischen Erzählungen als historische Berichte gelten können, treffen verschiedene Auffassungen aufeinander.

Ein großer Teil der evangelikalen Bewegung begreift die Bibel als Geschichtsbuch und betont, dass "die Bibel absolut irrtumslos und unfehlbar" sei (Johannes Vogel, Breckerfeld; in: idea-Pressedienst 46/004). Dabei gibt es divergierende Positionen: Die "Chicago Erklärung zur Irrtumslosigkeit der Heiligen Schrift" von 1978, betont, "daß die Schrift in ihrer Gesamtheit irrtumslos und damit frei von Fehlern, Fälschungen oder Täuschungen ist" (zitiert nach idea-Pressdienst 25/2003); dies umfasse auch naturwissenschaftliche Aussagen. Weitaus verbreiteter ist die Meinung, dass die Bibel als Gottes Wort hinsichtlich ihrer Glaubensaussagen und der Fragen zur Lebensführung unfehlbar sei.
Die historisch-kritische Exegese geht davon aus, dass die Texte der Bibel nur vor ihrem historischen Hintergrund und unter Berücksichtigung ihrer literarischen Form verständlich sind. Die Bibel erzähle nicht Geschichte, sondern Heilsgeschichte. Der historische Gehalt der biblischen Erzählungen wird in ihren verschiedenen Teilen sehr unterschiedlich beurteilt. Speziell die Methoden der (nichttheologischen) Literar- und Formkritik sowie allgemein die Methoden der historischen Forschung dienen hierzu als Hilfsmittel. Insbesondere wird biblischen Texten, die nicht beanspruchen, historische Tatsachen zu berichten, nicht unterstellt, Geschichte erzählen zu wollen. Anderen Teile der Bibel wird hingegen relativ hohe geschichtliche Zuverlässigkeit zugeschrieben. Eine Sonderstellung nähmen die Evangelien ein. Sie beanspruchen nicht, Geschichtswerke zu sein oder Fakten aus dem Leben Jesu zusammenzutragen, sondern verstehen sich als Frohe Botschaft. Ihr Ziel ist, den Glauben an den auferstandenen Jesus Christus zu bezeugen. Den Evangelien sei zwar historisch zuverlässiges Material zu entnehmen, wichtiger aber sei es, die Glaubensbotschaft der Evangelien verständlich und lebendig zu machen.
Nichttheologische Historiker verstehen die Bibel als ein literarisches Werk. Gattungsgeschichtlich gehören die Texte in die literarischen Kategorien des Mythos, der Sagen, Gleichnisse, Parabeln, Märchen und Gedichte, nur einzelne Teile auch der Geschichtsschreibung. Die Texte stellen eine wertvolle Quellensammlung für die Erforschung ihrer jeweiligen Entstehungszeit dar. Die Historizität der Erzählungen selbst wird als relativ gering eingeschätzt.

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Die Bibel als Weltliteratur

Die hebräische Bibel ist, als Übersetzung im Alten Testament der christlichen Bibel, das meistgedruckte und am weitesten verbreitete Buch der Welt. Es existieren Gesamtübersetzungen in 392 Sprachen und Teilübersetzungen in weiteren 2287 Sprachen. Für die Verbreitung der Bibel setzen sich Bibelgesellschaften weltweit ein. In Deutschland sind dies insbesondere:

Deutsche Bibelgesellschaft (evangelisch) http://www.dbg.de
Katholisches Bibelwerk http://www.bibelwerk.de
Unabhängig von den traditionellen Bibelgesellschaften engagiert sich die Organisation "Wycliff":

Wycliff-Projekt http://www.wycliff.de/neu/index.php

Zitate aus der Bibel über Heilige Schrift und Wort Gottes
"Denn die ganze Heilige Schrift ist von Gottes Geist eingegeben. Sie lehrt uns, die Wahrheit zu erkennen, unsere Schuld einzusehen, uns von Grund auf zu ändern und so zu leben, dass wir vor Gott bestehen können. Sein Wort zeigt uns, wie wir als veränderte Menschen fähig werden, in jeder Beziehung Gutes zu tun." (2. Tim. 3,16-17 (Bibelübersetzung "Hoffnung für alle"))
"Das Wort Gottes ist lebendig, es ist eine wirkende Macht. Es ist schärfer als das schärfste beidseitig geschliffene Schwert. So wie ein Schwert tief einschneidet, die Gelenke durchtrennt und das Mark der Knochen freilegt, so dringt das Wort Gottes ins Innerste von Seele und Geist. Es deckt die geheimen Wünsche und Gedanken des Menschenherzens auf und hält über sie Gericht." (Hebr 4,12 Gute-Nachricht-Bibel)
"Das bekenne ich aber dir, daß ich nach diesem Wege, den sie eine Sekte heißen, diene also dem Gott meiner Väter, daß ich glaube allem, was geschrieben steht im Gesetz und in den Propheten," (Apg 24:14 Lutherbibel)
"Fanden sich Worte von dir, dann habe ich sie gegessen, und deine Worte waren mir zur Wonne und zur Freude meines Herzens; denn dein Name ist über mir ausgerufen, HERR, Gott der Heerscharen." (Jer 15:16 Elberfelder Bibel)