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Der Koran












Der Koran

Qur'an (Koran): das Heilige Buch des Islam, das von Muhammad offenbart wurde; Baha'u'llah nennt es das „nicht irrende Buch“. Zur heiligen Literatur des Islam gehören neben dem Qur'an, in dem Gott selbst und direkt spricht, noch die Traditionen Muhammads, das Corpus Seiner Überlieferungen und gesammelten Sprüche, Reden und Äußerungen (Hadith).

Der Koran kann hier runtergeladen werden:

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Der Koran ist die heilige Schrift des Islam, die für Muslime Gottes wörtliche Offenbarung an Muhammad enthält.

Der Koran besteht aus 114 mit Namen versehenen Suren, von denen 113 mit der Basmala (Im Namen Gottes des Gnädigen, des Barmherzigen) anfangen. Der Koran entstand in einem Zeitraum von etwas mehr als zwei Jahrzehnten. Nach dem Ort der Offenbarung wird zwischen mekkanischen und medinischen Suren unterschieden. Die Suren bestehen aus einer unterschiedlichen Anzahl an Versen und sind, bis auf die erste Sure, absteigend der Länge nach geordnet.

Neben der Sunna ist der Koran die Hauptquelle des islamischen Gesetzes, der Schari'a.

Text und Bilder dieses Beitrages basieren auf dem Artikel Koran aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und stehen unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
Entstehungsgeschichte des Textes

Die Entstehung des Korans wird in der islamischen Tradition folgendermaßen geschildert; auch die große Mehrheit der westlichen Islamwissenschaftler halten diese Darstellung für mindestens weitgehend zutreffend:

Der Koran wurde von den Anhängern Muhammads von Anfang an schriftlich festgehalten, zunächst als Sammlungen von losen Blättern. Zusätzlich gab es immer eine ganze Reihe von Muslimen, die den bis dahin geoffenbarten Text komplett auswendig beherrschten, was wegen des defektiven Charakters der damaligen arabischen Schrift nötig war -- denn diese hatte noch keine Vokalzeichen, und auch mehrere Gruppen von Konsonanten sahen noch gleich aus, da die heute unterscheidenden Punkte noch fehlten. Sobald Mohammed ein weiterer Text offenbart wurde, war dies in der damaligen Gemeinschaft der Muslime Gegenstand höchster Aufmerksamkeit wegen der zum Teil unmittelbaren Auswirkungen auf den Alltag, beispielsweise beim Alkoholverbot. Mohammed trug jede neu empfangene Offenbarung zunächst den Männern der Gemeinde vor und danach einer Versammlung der Muslimischen Frauen. Der Prophet sorgte auch für die Einordnung der neuen Stellen. Jeden neu geoffenbarten Text ordnete er einer bestimmten Stelle im vorliegenden Text zu.

Vor dem Tod des Propheten war die Offenbarung abgeschlossen und nach Abstimmung mit allen, die den Koran sowohl mündlich (Hafiz) als auch schriftlich bewahrt hatten, entstand auf Anordnung des dritten Kalifen Uthman ibn Affan (644-656) der erste offizielle, gebundene Koran. Damals hatte die arabische Schrift noch keine Vokalzeichen und keine Punkte, durch die in der heutigen arabischen Schrift einige ansonsten gleich aussehende Konsonanten unterschieden werden; deshalb war das mündliche beherrschen des Textes wichtig und die Schritftform diente vor allem als Gedächtnishilfe. Mindestens fünf Abschriften wurden versandt und zwar nach Medina, nach Mekka, nach Kufa, nach Basra und nach Damaskus. Gleichzeitig erging die Anordnung, alle privaten Koranaufzeichnungen zu verbrennen. Die Abschrift, die nach Medina gesandt wurde, wird heute in Taschkent aufbewahrt. Ein zweites Exemplar befindet sich im Topkapi Museum in Istanbul. Es existiert noch ein drittes Exemplar, das möglicherweise eine erste Abschrift der fünf ursprünglichen Exemplare ist, und im Archiv des britischen India-Office aufbewahrt wird.
Wirkung

Der Koran bildete die Grundlage für zahlreiche Zweige der arabischen Wissenschaft.

Seine Sprache beeinflusste stark die Entwicklung der arabischen Grammatik – neben den erhaltenen Fragmenten der vorislamischen Dichter galt und gilt das koranische Arabisch als Richtschnur für die Korrektheit sprachlicher Ausdrücke.

Aus dem Bedürfnis nach Auslegung der an manchen Stellen rätselhaften Aussagen des Korans entwickelte sich die ilm at-tafsir, die Wissenschaft der (Koran)-Interpretation. Ausführliche, oft Dutzende Bände füllende Kommentarwerke entstanden, zu den berühmtesten zählen die von Tabari, Qurtubi oder Ibn Kathir.

Auch westliche Kommentatoren liefern immer wieder Beiträge zum Versuch den Koran zu deuten und zu verstehen.

Ungewöhnliche, aber auch sehr umstrittene Interpretationsansätze liegen zum Beispiel von dem deutschen Philologen Christoph Luxenberg vor, der u.a. eine neue Interpretation der Jenseitsbeschreibungen im Koran vorstellt.

Nach einem islamischen Weisheitsspruch ist der Koran ein sprechendes Universum und das Universum ein schweigender Koran.
Anordnung der Suren

Name, Anzahl der Verse und Offenbarungsort -- Mekka oder Medina -- werden gewöhnlich im Titel der Suren gedruckt. Danach folgt (außer in Sure 9) jeweils die Eröffnungsformel "Bismillah ir-Rahman ir-Rahim": Im Namen Allahs, des Barmherzigen, des Erbarmers, die so genannte Basmala. Diese wird - außer bei der ersten Sure - nicht als Vers mitgezählt. Lediglich bei der Ahmadiyya-Ausgabe wird die Eröffnungsformel als erster Vers mitgezählt, wodurch sich die Zählung der folgenden Verse jeweils um 1 verschiebt.

Die im Arabischen übliche Zitierweise des Korans ist "<Name der Sure>, <Versnummer>"; im Westen, wo nicht so viele Menschen die Namen der Suren auswendig wissen, ist dagegen "Koran, Sure <Surennummer>:<Versnummer>" üblich.

Die Zusammenstellung der einzelnen Verse zu Suren und deren Anordnung geht auf den Propheten Mohammed zurück, der jährlich im Fastenmonat Ramadan gemeinsam mit seinen Anhängern den jeweils bis dahin offenbarten Text komplett auswendig rezitierte. Die Suren sind, mit Ausnahme der ersten, grob (aber nicht genau) nach abnehmender Länge geordnet, nicht etwa chronologisch. Die längeren Suren behandeln dabei oft viele verschiedene Themen, ohne dass dabei eine systematische Ordnung oder ein sachlicher Zusammenhang immer gleich erkennbar wäre.
Rolle des Korans im islamischen Leben

Der Koran wird von Muslimen hochgeschätzt. Sie finden Heil und Frieden beim Lesen oder Rezitieren des Korans.

In den regelmäßigen Gebeten ist die erste Sure Al-Fatiha fester Bestandteil, andere Suren oder Teile davon werden den ersten beiden Gebetseinheiten hinzugefügt. Darüber hinaus wird der Koran auch privat studiert, rezitiert, und live oder von Kasetten oder CDs angehört.

Der Text des Korans ist wegen seiner poetischen Form relativ leicht erlernbar, es gibt Muslime die den Koran komplett auswendig können, viele weitere beherrschen ihn zumindest teilweise. Das auswendige Vortragen gilt als sehr lobenswert; ganz im Gegensatz z.B. zum Judentum, wo das auswendige Vortragen religiöser Texte sogar verboten ist.
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