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Habe auch Angst vor dem Tod












Hallo Lisi und Elisabeth,

vielleicht fehlt Euch etwas in Eurem Leben? Fühlt Ihr, dass Ihr lebt?

Ich habe immer weniger Angst vor dem Tod, mit zunehmendem Alter MILDERT sich das bei mir. Ich bin 54 Jahre alt, und habe zweimal dem Tod sehr nahe gestanden, nur noch einen "Hauch" entfernt. Meine Eltern sind tot, beide Geschwister, ich habe also durchaus Erfahrungen mit dem Tod, zumal ich beim Sterben und beim Tod meiner geliebten Mutter anwesend war.

Bis vor ca. 5 oder 6 Jahren war das anders. Besonders die erste eigene Todesnähe (Herzinfarkt) war grausam, danach hatte ich eine regelrechte Panik entwickelt.

Aber im Laufe der Zeit, nach vielem Nachdenken, Meditieren, Gesprächen wurde das wieder milder. Heute habe ich nur noch selten solche "Attacken".

Ich empfinde mein Leben als erfüllend und lebendig. Ich denke, wenn man wirklich lebt und "gelebt" hat, kann man auch loslassen.

Das sind meine Erfahrungen.

Liebe Grüsse

Sucher
Hallo,

Erstmal muss ich einen Dank aussprechen an alle, die dieses Forum hier nutzen und hineingeschrieben haben, denn jeder Post hat mir geholfen. Ich bin 17 Jahre jung und die Angst vor dem Tod wurde mir wirklich bewusst vor ca. 2-3 Wochen. Vorher habe ich nur Abends selten daran gedacht und konnte es dann schnell wieder verdrängen. Allerdings kam dann vor den besagten 2-3 Wochen eine wirkliche Angst ins Spiel. Ich habe öfters geweint und bin verzweifelt. Habe dann versucht alles zu verdrängen oder habe mir einfach eingeredet: "Davon bist du noch weit entfernt". Aber es kann schließlich schneller passieren als man denkt. Ich habe mich mit diesem Thema dann auseinandergesetzt und habe mich gefragt was ich mache und was überhaupt nach dem Tod passiert. Mittlerweile habe ich viel darüber nachgedacht und habe meine Einstellung und Lebensweise geändert. Ich bin davon überzeugt, dass meine Mutter, die vor 7 Jahren an Krebs verstorben ist, immer auf mich aufpasst. Ich weiß es einfach. Und wenn ich sterbe, dann werde ich sie wiedersehen. Und darauf freue ich mich. Ich weiß, dass sie da sein wird und alle meine Freunde. Ich weiß zwar nicht in welchem Rahmen das geschehen wird, aber das ist mir egal. Denn ich weiß, dass das Leben nur ein Zwischending ist, in dem man lernt und Fehler macht. Der Tot schließt das Leben ab und man sammelt sich. Ich bin zwar christlich, allerdings lebe ich meinen Glauben kaum aus. Ich glaube an Gott, allerdings nicht an den aus der Bibel. Jeder sollte seinen Gott haben, seine Vorstellung von ihm. Ich versuche jeden Tag zu genießen, ihn zu nutzen (carpe diem) und viel Zeit mit meiner Familie zu verbringen. Sich den Kopf über den Tot zu zerbrechen nützt nichts. Er wird kommen so oder so. Trotzdem kommt Abends oft ein mulmiges Gefühl in mir auf, welches mich allerdings nicht mehr so beunruhigt. Denn ich werde alle meine Familienmitglieder und Freunde irgendwann wieder treffen. Leben heißt auch loslassen können. Ich liebe das Leben!
Hallo,

Der Tod, das ewige Mysterium! Als solches verstehe ich den Tod! Ich bin wirklich sehr neugierig, was da kommt! Angst hab ich auch, nicht vor dem Tod, aber vor dem Sterben! Ist die Angst, die mich bei allem befällt, das man nicht Rückgängig machen kann! Wo man wenn es einmal losgeht, durch muß!

Aber ich bin so neugierig! Manchmal freu ich mich drauf! Darf man das?

Aber dieses Leben ist mir wichtig und bereitet mir viel Freude! Ich versuch es zu genießen und das beste daraus zu machen!

Gruß Heiko
Hallo Heiko!

Mir geht's ähnlich - und warum sollte man das nicht dürfen

Der tennô [japanische Kaiser] fragte kokushi den Zen-Meister,
was denn nach dem Tode geschehen würde. Der sagte:
"Keine Ahnung." Der tennô fragte nach: "Wieso weißt Du das nicht -
bist Du nicht Zen-Meister?"
Der antwortete: "Doch - aber kein toter..."
[Die Geschichte ist historisch, die Namen weiß ich aber nicht mehr ]
Guten Morgen,

ich schwanke da immer, je nach der Grundstimmung, in der ich gerade bin.

Normalerweise habe ich beim Denken an den Tod eine gewisse Unruhe in mir, so in etwa wie die Unruhe vor einem wichtigen Termin.

Aber auch ein wenig Angst ist da bei dem Gedanken, wie es wohl sein wird zu sterben.

Werde ich gut loslassen können?

Werde ich mich festhalten, nicht loslassen wollen?

Vor allem: Werde ich meine Frau "loslassen" können, die mir fast alles auf der Welt bedeutet?

Werde ich gelassen sein, oder angespannt, werde ich Schmerzen haben, und werde ich sie aushalten?

Der Gedanken, dass nach meinem letzten Atemzug alles um mich herum "weitergeht" und ich nicht mehr daran teilnehmen kann/darf/muss, hat für mich etwas Ängstigendes UND etwas Beruhigendes.

Manchmal denke ich, dass mit dem letzten Atemzug "alles aus" ist, und die "Episode Sucher", die ja für die Weltgeschichte noch nicht einmal eine Sekunde bedeutet, ist aus und vorbei.

Manchmal denke ich, all die lieben Toten, die vor mir gestorben sind, werden mich "dort" erwarten und dann werde ich NUR NOCH STAUNEN...

An Reinkarnation im Sinne von "in einen anderen Körper übergehen und noch mal von vorn" kann ich nicht glauben. An ein "Drüben geht es weiter" schon eher. Aber auch nicht immer...

Ihr seht, dass ich zu diesem Thema ein völlig uneinheitliches Verhältnis habe. Aber mittlerweise wird es milder, das schrieb ich ja oben. Aber so ganz gelassen kann ich immer noch nicht sein.

Liebe Grüsse

Sucher
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