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Habe auch Angst vor dem Tod












Hallo Markus

Wichtigster Punkt war bei mir, festgestellt zu haben das es Dinge (nicht nur in meiner näheren Umgebung) gibt die mich brauchen; Menschen, Interessen und Fragen die ich nicht unbeantwortet zurücklassen wollte. Es ist nicht so, das ich das alles zuvor nicht hatte.. nur war es mir damals nicht so wichtig ob nun (nur als lapidares Beispiel) in China ein Schmetterling mit den Flügeln schlägt oder nicht.
Aber, gerade auch die scheinbar kleinsten Dinge im Leben - die tagtäglich an uns vorbei ziehen - wollen beachtet werden.

Ich bin schon als Kind viel im Wald unterwegs gewesen; eine Sache die mich mit zunehmendem Alter immer weniger zu interessieren schien. Immer hatte ich das Gefühl es würde irgendwas relevantes in meinem Leben fehlen. Nach dem mein Arzt mir diese Diagnose ausstellte bin ich wieder einmal in den Wald gegangen; irgendwie war es anders als früher. Ich hörte deutlicher; ich sah und fühlte deutlicher. Mittlerweile kann ich nicht mehr ohne Wald. Ich brauche ihn und er braucht mich. Alles um mich herum ist wunderschön, wenn... wenn man denn mal wirklich hinschaut.

Du brauchst etwas, Markus, an dem Du Dich halten, Dich erfreuen und auch zurückziehen kannst. Es gibt bestimmt einiges in Deinem Leben was Dir lieb und teuer ist; Du musst nur einmal Revue passieren lassen und Dir werden tausend Dinge einfallen. Beschäftige Dich mit ihnen, hör in Deine Vergangenheit hinein und hol sie zurück.
Mehr kann ich Dir nicht bieten.
Schau auch ruhig einmal zurück, nicht nur immer vorwärts - es lohnt sich..


Lieben Gruss
Gaby
Hallo Gaby,

vielen Dank für Deine netten Worte....
Werde jetzt wirklich versuchen, diese umzusetzen.....
Eigentlich habe ich ja keine Wahl, wenn es mir besser gehen soll....
Wird zwar schwierig, aber ich hoffe, ich werde es schaffen.

Danke nochmal...

Marcus
Ich habe keine Angst vor dem Tod und vor dem was nachher kommt. Vielleicht liegt es an meinem Glauben? Der Tod ist mit das normalste auf der Welt. Und er ist es, welcher alle Menschen gleich macht, egal ob reich oder arm. Denn irgendwann werden wir alle sterben. Fragt sich nur wie. Mit dem Gedanken wie ich einmal von dieser Welt gehe, beschäftige ich mich fast täglich. Und je mehr ich darüber nachdenke, desto angenehmer wird mir der Gedanke ans sterben. Ich stelle mir dann die bescheuertsten Sachen vor, wie ich sterben könnte. Angefangen vom einem Autounfall, bishin zum Tod an z.B. Aids. Denn wenn man sich jetzt schon mit diesem Gedanken beschäftigt, desto "vertrauter" kommt einen die Situation dann vor, vorausgesetz man befindet sich später einmal in ihr.

Na dann,

GAAHL
Je älter ich werde um so mehr bin ich der Auffassung, dass es nicht die Angst vor dem Tod ist die mich besorgt, sondern das Leiden, welches ihn schließlich herbeiführt.

Trost geben mir die Worte einer älterne Frau die mir sagte, das sie das Leben satt habe. - Ich war zunächst etwas bestürzt! Sie erklärte mir, dass es mit dem Leben wie mit einem guten Essen sei, welches man genossen habe - man sei aber irgendwann einfach satt - jedes "mehr" würde die innere Zufriedenheit und das Wohlbefinden nicht vergrößern.
Hallo zusammen,

ich bin sehr glücklich auf dieses Forum gestoßen zu sein. Bisher war ich der Meinung, dass ich die Einzige bin, die unter solchen Ängsten leidet.
Ich spreche auch von dieser Angst vor dem Tod. Es ist wie eine Art unausweichliche Gewißheit. Es ist ganz sicher, dass er kommt und ich kann es nicht verhindern. Diese bewußte Erfahrung hat mich in den letzten zwei Monaten in den Wahnsinn getrieben. Ich hatte Angst vor dem Einschlafen, vor der Dunkelheit, das Gefühl "es ist eigentlich alles vollkommen egal - ich muss eh sterben - alles nur eine Frage der Zeit....".
Ich hatte Panikattacken, Weinkrämpfe.....wer sollte mir helfen? Es kann niemand ändern, dass ich sterben muss. Völlig verzweifeln lassen hat mich jedoch der Gedanke, dass es mir alleine so geht. Denn niemand, dem ich mich anvertraut habe, konnte nachempfinden, was ich spüre. Mir jedoch war es ein Rätsel wie alle anderen mit dieser Gewißheit normal leben konnten. Ich habe jetzt eine Psychotherapie begonnen. Ehrlich gesagt glaube ich nicht, dass mein Therapeut meine Angst verstehen kann, jedoch denke ich dass mir die Therapie hilft, mich auf meine eigenen Ressourcen zu besinnen. Derzeit nehme ich abends ein Psychotherapeutikum, mit dem es mir besser geht. Was ich jedoch brauche sind Menschen, die dieses Gefühl kennen und mit denen ich mich austauschen kann und mich nicht ganz so verrückt fühle. Ich selber würde gerne wieder ein normales Leben führen und nicht jeden Tag an den Tod denken bzw. ständig daran denken, dass meine Zeit mit jeder Sekunde die vergeht, abläuft.

An alle die genau dieses Gefühl kennen: Bitte meldet Euch! Ich bin an einem dauerhaften Kontakt interessiert.
Mit niemandem über dieses Gefühl reden zu können ist ziemlich zermürbend......

Alles Liebe
Kiki
Forum -> Psychologie und Psyche

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