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„Lasst euren Blick weltumfassend sein“
Buch dokumentiert erstmals die Geschichte der Bahá’í-Gemeinde in Österreich
Wien - Die bewegende Geschichte der österreichischen Bahá’í-Gemeinde beschreibt und dokumentiert ein soeben im Horizonte Verlag erschienenes Buch des in Wien lebenden Autors und Journalisten Alex A.Käfer. Es beginnt mit einer Zeitreise ins 19.Jahrhundert und man erfährt, wie schon damals der junge Glaube aus Persien auf großes Interesse auch in Österreich stieß. Berichte über die brutalen Verfolgungen, welche die Anhänger des Báb, des Vorläufers des Religionsstifters Bahá’u’lláh (1817-1892), unter einer fanatischen muslimischen Geistlichkeit zu erdulden hatten, erschütterten Diplomaten und Öffentlichkeit und erregten gleichzeitig Bewunderung für die Gläubigen und ihre Religion.
Die österreichische Dichterin Marie von Najmajer ließ sich durch das Leben Táhirihs, der bedeutenden persischen Dichterin und ersten Frau, welche die Lehren des Báb annahm, mutig für die Gleichberechtigung der Frauen eintrat und dafür auch ihr Leben gab, zu einem Epos inspirieren. Leben und Schicksal Táhirihs übten einen bemerkenswerte Einfluss auch auf die Frauenbewegung in Österreich aus, deren größte Wegbereiterin Marianne Hainisch war, die Mutter von Dr.Michael Hainisch, dem ersten österreichischen Bundespräsidenten. Marianne Hainisch verband eine tiefe Freundschaft mit Marie von Najmajer, und die beiden Freundinnen engagierten sich gemeinsam in Schulprojekte, die Frauen Zugang zur höheren Bildung ermöglichen sollten. Marianne Hainisch bezeichnete Táhirih in einem Interview, das sie 1925 der US-amerikanischen Bahá’í und Journalistin Martha Root in ihrem Haus bei Wien gewährte, als „das größte Frauenideal in meinem Leben“, wie der Autor dokumentiert.
Das Buch berichtet auch über Begegnungen von Bahá’í mit großen Persönlichkeiten in Österreich wie der Friedensnobelpreisträgerin Bertha von Suttner, die von Abdu’l-Bahá, dem Sohn und Nachfolger Bahá’u’lláhs, bei dessen Österreich-Besuch am 23.April 1913 in Wien empfangen wurde. Sie sprachen über die Notwendigkeit eines weltumfassenden Friedens und „Baronin von Suittner war sichtlich ergriffen von seinen Worten und dankte ihm unter Tränen für die Inspiration, die sie von ihm empfangen hatte“, zitiert der Verfasser aus dem persischen Tagebuch eines Reisebegleiters Abdu’l-Bahás.
Beeindruckt von der Bahá’í-Religion zeigte sich auch Sir Karl Popper. Er empfing am 12.Mai 1986 in Wien einen österreichischen Bahá’í zu einem ausführlichen Gespräch über die Lehren dieser jüngsten Weltreligion. Der große Philosoph drückte dabei seine Achtung vor dem Bahá’í-Glauben aus und erklärte: „Sie wissen, dass ich mich aufgrund der entsetzlichen Entartungen mit keiner Religion identifizieren kann. Aber wenn ich es könnte, dann würde ich der Bahá’í-Religion zuneigen.“
Der Bahá’í-Glaube fasste 1911 in Österreich Fuß. Heute leben Bahá’í österreichweit in rund 160 Städten und Ortschaften . Der Kreativitätsforscher und Mitglied des Club of Rome, Frederick Mayer, schrieb über das Buch: „...Das Werk von Alex Käfer zeigt in beeindruckender Weise Entwicklung und Wirken der österreichischen Bahá’í-Gemeinde für eine neue Kultur schöpferischen und vorurteilsfreien Zusammenlebens von Menschen unterschiedlicher religiöser, ethnischer oder sozialer Herkunft.“
Service: Alex A.Käfer, „Lasst euren Blick weltumfassend sein“ – DIE GESCHICHTE DER ÖSTERREICHISCHEN BAHÁ’Í-GEMEINDE, Horizonte Verlag, Berlin, 2005, 414 Seiten, 56 Fotos, Preis: 25 Euro). Das Buch kann bestellt werden beim: Bahá'í-Buchvertrieb, Heinrich Binnerg.23, A-2460 Bruck an der Leitha, e-Mail: bahaibuchvertrieb@a1.net
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Lieber Deas!
Danke für die Vorstellung dieses wunderbaren Buches! Ich hatte bei der 50 Jahr Feier in Wien die Gelegenheit mit Alex Käfer zu sprechen und über seine jahrelange Recherchen zu erfahren. Die vielen Augenzeugenberichte von Zeitzeugen sagen schon sehr viel über die Größe von Abdul Baha aus. Dieses Buch wird sicher die nächte Investition für meine Bibliothek werden
Alles Liebe
Mukunda
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