Tut sterben weh?


Hallo

Ich bin Lupo.
Und ich bin schwerkrank. Deswegen klebe ich auch gerade an dieser Seite fest.
Ich wollte nur mal nen Gedanken, der vielleicht nicht allzu ernst anmuten mag so als Grübelfutter einwerfen.
Es gibt den Orgasmus, stimmts?
Das höchste Gefühl welches unser Körper zu entwickeln im Stande ist.
Dann gibt es das seelische Glücksgefühl, welches die meisten in unserer körperorientierten Welt noch nie gekannt oder vernachläßigt haben.
So.
Diese Gefühlsqualitäten gibt es, totsicher.
Aber irgendwie nicht immer und schon garnicht umsonst.
Orgasmus- Reinstecken mußt du ihn schon!
Seelisch- Ich liebe mein Kind und es mich zurück
Beide Gefühlsqualitäten existieren und sind dennoch an Handlungen gebunden, welche wir verrichten sollen.
Schopenhauer nannte dieses einen Trick".
Wir empfinden also nur dann Glück, wenn wir der Natur, also unserer Mutter und ihren Wünschen folgeleisten.
Was nun ist der Tod?
Wahrscheinlich ersteinmal die Rückführung der uns ausmachenden körperlichen Substanzen in den ewigen und natürlichen Kreislauf.
Es geht nichts verloren. Denn wo sollte es den herkommen wenn es ersteinmal wirklich verloren wäre?
Vielleicht spüren das die Sterbenden, kurz vor ihrem "Ende".
Als letztes oder auch nicht, großes und ehrliches Glücksgefühl.
Das Glücksgefühl, nicht unbedingt zu erfahren, daß da noch ein Leben kommt, denn das Ego welches am Leben klebt dürfte dann keine Rolle mehr spielen, sondern jenes, welches sie, ähnlich wie bei den obigen Glücksempfindungen, wahrhaftig mit dem tiefen und ehrlichen Gefühl durchwirkt, angekommen zu sein. Angenommen zu sein. Und als solches niemal wirklich verloren zu gehen.
Es ist vielleicht auch die beruhigende Gewissheit am Schluß, daß das, was uns immer als das Allerschlimmste beigebracht wird, nämlich der Tod, gar nicht sooo schlimm ist. Und das "meine" Kinder, Enkel, Freunde, Verwandten, die ich nun hinterlasse, eigentlich nichts zu fürchten brauchen.
Das Lächeln auf den Gesichtern der Toten würde ich, als Optimist, mal als eine letzte große Botschaft an uns, die Hinterbliebenen, deuten. Nämlich
: Es ist nichts schlimm hier, es ist gut! Nicht als letzte bewußte Botschaft von ihnen an uns, sondern als eine von uns richtig zu deutende Stellung der Gesichtszüge und deren Muskulatur, welche uns sagt: Es ist gut!
Jedes Kind lacht ehrlich, weint ehrlich und wir deuten dieses dann und empfinden es auch.
Jedenfalls sollte es so sein.
Warum sollte das bei unseren Sterbenden anders auf uns wirken als zum Beispiel, beruhigend?
Es ist gut hier.
Warum zweifeln wir die Gesichtszüge derer an, welche nun wirklich nichts mehr davon haben, uns eine Maske der Ruhe und Gelassenheit vorzuspielen!?
Wollte ich nur mal einbringen.
Naja, und dann gab es ja noch jenen, welcher sagte: Erinnerst du dich an ein Leben vor deiner Geburt?- Genau so ist der Tod. Für uns Jetzige: ob da nochwas kommt, weiß keiner. Denn es weiß ja auch keiner wirklich, ob da mal was war.


Lupo
natürlich kann sterben weh tun. es kommt immer darauf an wie man stirbt, und wie lange es dauert... wohingegen ich der ansicht bin, dass das letztendliche tot sein schmerzlos ist. ob nun dannach nichts kommt oder etwas anderes sei hier außen vor gelassen, aber der prozess des sterbens, also sozusagen die letzte zeitspanne vor dem tod kann schmerzhaft sein. wenn du stürzt und deine glieder zerschmettert sind tut es natürlich weh, aber wenn man leise entschläft spürt man nichts...
ich hab mir nach dem tod eines freundes oft die frage gestellt, was wohl mit ihm nun ist. die beerdigung war etwa 5 tage später... ich hab in diesen tagen soooo viele verschiedene arten zu sterben erdacht, und ... so viele arten tot zu sein.

das sterben wird von mensch zu mensch unterschiedlich sein
glaubt man an himmel und hölle
so glaub ich dem gespräch, dem ich meinen omas als kind mal lauschte, als eine behauptete, dass die nachbarin wohl in der hölle sei, da sie wohl einen ziemlich schmerzhaften tot hatte und ihr gesicht mehr als verzogen war.
anders herum kannten sie aber auch personen, die ruhig und friedlich gestorben seien. diese seien sicher zum himmel gereist...

ich hörte auch aus engem freundeskreis, dass seine oma 5 minuten klinisch tot war. die details von dem was sie sah und dachte will ich nu jedem ersparen.
allerdings behauptete sie später, dass ihr diese 5 minuten wie stunden oder tage vorkamen.
an so einer stelle denke ich schon, dass der tod anscheinend viele gesichter birgt
die einen haben das gesicht der erlösung, der befreiung
die anderen das, des bösen todes, das alle fürchten
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die kindheit im islam. die jugend in zweifel...
nun erwachsen und glaube an nichts... macht euch das auch angst? O_o
Hallo,

die Frage, was wohl mit uns nach dem wir sterben geschieht, ist nicht unbedingt sinnvoll finde ich, denn das weiß niemand 100 %.
Krass gesagt: Jemand stirbt, kommt an den Himmelstür und Petrus (?) steht da, fragt, ob er/sie seine Sünden bereut. Sagt man ja und man meint im Herzen auch ja (!) dann geht die Tür auf. Sagt man nein, schwups sitzt man auf eine Rutsche Richtung Hölle.

Das war jetzt nur ein Beispiel wie es nach dem Tod passieren kann, vielleicht ist es aber ganz anders…..

Ich erinnere mich an einen Fall in meiner Verwandtschaft, da ist vor vielen Jahren jemand gestorben, friedlich daheim eingeschlafen. Hatte große Schmerzen, es war glaube ich Krebs, jedenfalls, sein Gesichtsausdruck war bis zum letzten Sekunde mit Schmerz gefüllt, verzerrt und als es dann aus war setzte sich ein friedliches lächeln ans Gesicht. Aber gerade in der Sekunde bzw. Sekunden als der Tod eintraf. Das haben die Angehörige, die bei ihm waren uns erzählt.

Interessant.

Aber “des bösen Todes, das alle fürchten”? Ich glaube, dass der Tod viele Gesichter hat, aber wie gesagt, wie es nach dem Tod aussieht wissen wir nicht wirklich, so wie es in den Film “Ghost, Nachricht von Sam” geschieht, so was kann ja auch Humbug sein.

Mal angenommen man ist schwer Krank, liegt am Sterbebett und ist bis zum letzten Sekunde bzw. Minute bei vollen Bewusstsein. Und der/diejenige Person war im Leben ein schlechter Mensch, bekomm man in diese letzten Minuten evtl. doch noch Angst in die Hölle zu landen? Und landet man auch dort?
Aber, wäre dann Jesus/Gott gerecht? Was, wenn der Mensch “am Himmelstür” seine Untaten wirklich bereut? Vielleicht bekommen diese Personen bestimmte Auflagen die sie einhalten müssen und dürfen dann nach oben. Diese Auflagen können je nach schwere des Verbrechens unterschiedlich sein...
Was Ihr hier schreibt, kann ich gut nachempfinden. Wir haben kein Wissen darüber, ob und was nach dem Tod geschieht - wir haben aber unsere Vorstellungen, auf die wir von klein auf indoktriniert wurden, und die nicht, oder nur sehr, sehr schwer, abgelegt werden können. Und die kommen beim Sterben natürlich wieder zum Vorschein. Ich weiß von drei Fällen, den Müttern von Bekannten - die eine Akademikerin, glücklich verheiratet, tiefgläubige Katholikin, die sich auf ihren Tod intensiv vorbereitet hatte - und als es dann so weit war, war da nur mehr Angst, Schrecken und Abwehr - hat die Familie tief verunsichert. Die andere, einfache Arbeiterin, hatte nie viel mit Religion am Hut - für sie war es einfach natürlich, dass das Leben nicht ewig dauert, sondern irgendwann mal Schluss ist. Sie hat sich von ihrer Familie verabschiedet und ist dann still und friedlich hinübergegangen. Die dritte, ebenfalls Akademikerin, Atheistin, lesbisch, nach einem durchkämpften Leben zu einem persönlichen Frieden gelangt, hat nach Rücksprache mit ihrer Liebsten und ihrer Tochter eine lebensverlängernde Maßnahme abgelehnt, weil die einen (dann ziemlich qualvollen) Tod nur um Monate hinausgeschoben hätte - und ist dann im Beisein dieser Beiden medikamenten-, schmerz- und angstfrei gestorben.
Botschaften darüber, wie ein 'Nachleben' konkret aussehen soll, die durch Offenbarungen, Visionen, Channeling etc. von irgendwelchen Propheten zu uns gelangen, sollte man m.E. immer daran prüfen, welche nachvollziehbaren Auswirkungen sie haben - also nicht solche, die wieder nur aus neuerlichen Visionen stammen - so wie Jesus sagt in
Zitat:
Mt 7, 16 An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen. Kann man denn Trauben lesen von den Dornen oder Feigen von den Disteln?
oder der Buddha in der Kalama Sutta.
Natürlich tut beim Sterben die ein oder andere Seele mehr oder weniger weh