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Ahmadiyya Gemeinde












Selam aleyküm Nathan,

Zitat:
.....dann ist die Hinzufügung des Wortes Nabi zu dem Wort Rasul in diesem und anderen Versen überflüssig.


nein, warum?

selam aleyküm
Umay
Salam Umay Hatun,

Wieso ist die Hinzufügung von Nabi zu Rasul überflüssig?

Die Ansicht, die von vielen Muslimen vertreten wird, basiert auf die Annahme, dass jeder Rasul notwendigerweise auch ein Nabi ist.

Der Vers im heiligen Quran besagt folgendes :

Erzähle, was in diesem Buch über Moses steht. Er war fürwahr ein Erwählter; und er war ein Gesandter ( Rasul ), ein Prophet ( Nabi ) .

Im Satz wird zuerst Rasul genannt. Und ein Rasul ist auch ein Nabi. Wieso folgt trotzdem das Wort Nabi dem Wort Rasul.

Erzähle, was in diesem Buch über Moses steht. Er war fürwahr ein Erwählter; und er war ein Gesandter ( Rasul , folglich auch ein Nabi ), ein Prophet ( Nabi ) .

Wieso wird Nabi 2mal genannt ? Deswegen habe ich gesagt, dass das zweite Nabi demnach überflüssig ist.
Und zaf-ad du kriegst auch in kürze eine Antwort.

Wasalam
Nathan
Selam Nathan.

Kurz zu deiner Erklärung,

ich mache mal ein anderes Beispiel um zu verdeutlichen, wie merkwürdig das für mich klingt:

Erzähle was in Geistigenahrung über Nathan steht. Er war führwahr ein Schreiber und er war ein Mann, ein Ahmadi.
-------------

Heisst jetzt, dass jedes Mal, wenn ein Mensch ein Mann ist, dass er gleichzeitig ein Ahmadi ist ?

Wieso ist "Nabiy" überflüssig? Weiss Gott nicht, was nötig und überflüssig ist? Hascha, Gott hat Seine Wörter ganz bewusst so gewählt!

31:27 Und wenn alle Bäume, die auf der Erde sind, Schreibrohre wären und der Ozean (Tinte), und sieben Ozeane würden sie mit Nachschub versorgen, selbst dann könnten Allahs Worte nicht erschöpft werden. Wahrlich, Allah ist Allmächtig, Allweise.

Aus diesem Vers lesen wir, dass die Worte Allahs niemals ausgehen würden. Das heisst dass wir ganz spezifisch genau diese Wörter erhalten haben, die für uns reichen!

Wieso soll Gott etwas überflüssiges machen?

Verstehe ich nicht.
Salam zaf-ad,

Nach unserer Ansicht ist das Wort NICHT überflüssig. Aber eurer Ansicht nach erscheint es überflüssig. Demnach bin ich gar nicht derjenige der sagt, es ei überflüssig, sondern eure Interpretation führt zu diesem Gedankengang.

1.
Ich habe mir 3:81 mehrmals durchgelesen, um zu verstehen, was du meinst. Wieso ich den Vers nicht so verstehe, wie du es tust, liegt vielleicht am folgenden Grund.

Und da nahm Gott von den Propheten den Bund entgegen: "Wenn Ich euch das Buch und die Weisheit gebe, dann wird zu euch ein Gesandter kommen und das bestätigen, was ihr habt. Wahrlich, ihr sollt ihm glauben und sollt ihm helfen." Er sprach: "Erkennt ihr das an und nehmt ihr unter dieser (Bedingung) das Bündnis mit Mir an?" Sie sagten: "Wir erkennen es an." Er sprach: "So bezeugt es, und Ich will mit euch unter den Zeugen sein." [3:81]

Und (gedenket der Zeit) da Allah (mit dem Volk der Schrift) den Bund der Propheten abschloss (und sprach): „Was immer Ich euch gebe von dem Buch und der Weisheit – kommt dann ein Gesandter zu euch, erfüllend, was bei euch ist, so sollt ihr unbedingt an ihn glauben und ihm unbedingt helfen.“ Er sprach: „Seid ihr einverstanden, und nehmet ihr diese Verantwortung Mir gegenüber an?“ Sie sprachen: „Wir sind einverstanden.“ Er sprach: „So bezeugt es, und Ich bin mit euch unter den Zeugen.“ [3:82]

In diesem Vers spricht Allah mit dem Volk der Schrift und nicht mit den Propheten. Er beschreibt ihnen, dass ein Prophet, sowohl mit als auch ohne Schrift erscheinen kann. Wenn ein Prophet ohne Schrift kommt, dann soll das Volk trotzdem unbedingt an ihn glauben.
Nun mag diese Übersetzung mein Anischt (Nabi und Rasul sei das selbe) nicht bekräftigen, aber sie zeigt auch keinen Unterschied zwischen Prophet und Gesandter.


2.
Du meinst ein Prophet bringt ein Gesetz und ein Gesandter bestätigt das.
Das Wort Rasalat bedeutet Botschaft. Demnach ist ein Rasul jemand, der eine Botschaft erhält. Aus diesem Grund ist die Eigenschaft des Gesetzbringers im Wort Rasalat mehr vorhanden als im Wort Nabuwat, dass Übermittelung einer Botschaft bedeutet. Ein Rasul erhält die Botschaft, die Gott für das jeweilige Volk hat. Und der Rasul erhält die Botschaft in Form einer Schrift. Demnach ist die Eigenschaft des Gesetzbringers im Rasul eindeutig vorhanden und im Nabi, der sie übermittelt, nicht.
3.
La-illaha-ilallah-muhammadur-rasool-ullah.

Es gibt niemanden der anbetungswürdig ist außer Allah und Mohammed ist sein Gesandter.

Das Kalima erklärt in einem Satz auf was der Islam basiert. Wenn ein Gesandter nur die Eigenschaft besitzt, die du ihm zuschreibst, dann würde das Kalima folgendes besagen:
Niemand ist anbetungswürdig außer Allah und Mohammed ist der Bestätiger, der vorhandenen Schrift (und damit ist nicht der Quran gemeint). Glaubst du wirklich, dass das Kalima nichts über die vollkommene Schrift, den Quran, aussagt. Nichts darüber, dass Mohammed mit der letzten und vollkommen perfekten Schrift erschienen ist.

Wenn Gesandter und Prophet nicht das gleiche wär, dann müsste das Kalima wie folgt lauten:

La-illaha-ilallah-muhammadur-rasoll-ullah-WA-NABI-ULLAH

Niemand ist anbetungswürdig außer Allah und Mohammed ist sein Gesandter und Prophet

Denn erst dieses Kalima würde besagen, dass Mohammed (saw) ein Bestätiger der bereits vorhandenen Schrift und der Bringer eines Gesetzes war, nämlich dem Quran, der vollkommen ist, wie wir in 2:3 lesen


Dies ist ein vollkommenes Buch; es ist kein Zweifel darin: eine Richtschnur für die Rechtschaffenen; [2:3]
Selam Nathan!

Als erstes möchte ich sagen, dass ich erstaunt bin von eurer Gemeinde und Lob aussprechen will. Auf anderen Seiten (meistens sunnitische) und Foren habe ich gar keine Chance, über solcherart Themen zu reden. Masa'Allah! Elhamdulillah! wahrlich!

Also zurück zum Thema:

Zitat:
Nach unserer Ansicht ist das Wort NICHT überflüssig


Es stand aber so da, dass man den Eindruck bekommen hat.
Nun denn, gut!

Zitat:
Und (gedenket der Zeit) da Allah (mit dem Volk der Schrift) den Bund der Propheten abschloss (und sprach): „Was immer Ich euch gebe von dem Buch und der Weisheit – kommt dann ein Gesandter zu euch, erfüllend, was bei euch ist, so sollt ihr unbedingt an ihn glauben und ihm unbedingt helfen.“ Er sprach: „Seid ihr einverstanden, und nehmet ihr diese Verantwortung Mir gegenüber an?“ Sie sprachen: „Wir sind einverstanden.“ Er sprach: „So bezeugt es, und Ich bin mit euch unter den Zeugen.“ [3:82]


Der Übersetzer dieser Version hat die Bedeutung völlig zerstört durch seine eingesetzen Klammerausdrücke! Vermutlich deswegen, um seine eigenen Vorstellungen erklären zu können.

http://www.nur-koran.de/korantext/abfrage.htm

Vergleiche alle 6 Versionen miteinander und du wirst bemerken, dass Ahmadiyya die einzige Version ist, die so übersetzt.

Erst durch solch eine verzerrte Übersetzung entsteht solch eine Meinung:

Zitat:
Nun mag diese Übersetzung mein Anischt (Nabi und Rasul sei das selbe) nicht bekräftigen, aber sie zeigt auch keinen Unterschied zwischen Prophet und Gesandter.


Es gibt sehr wohl einen Unterschied zw. Prophet und Gesandter!

Zitat:
2.
Du meinst ein Prophet bringt ein Gesetz und ein Gesandter bestätigt das.
Das Wort Rasalat bedeutet Botschaft. Demnach ist ein Rasul jemand, der eine Botschaft erhält. Aus diesem Grund ist die Eigenschaft des Gesetzbringers im Wort Rasalat mehr vorhanden als im Wort Nabuwat, dass Übermittelung einer Botschaft bedeutet. Ein Rasul erhält die Botschaft, die Gott für das jeweilige Volk hat. Und der Rasul erhält die Botschaft in Form einer Schrift. Demnach ist die Eigenschaft des Gesetzbringers im Rasul eindeutig vorhanden und im Nabi, der sie übermittelt, nicht.




Eine Frage: im Koran wissen wir von 20 Propheten, die Schriften erhalten haben.

Willst du etwa mit deiner Definition meinen, dass Gott den Propheten Schriften gibt, ihnen aber verordnet, sie für sich selber zu behalten?

Versteh ich nicht.

Du vermischst auch das deutsche Wort mit dem arabischen. Botschaft, kommt von Bote. Bote heisst soviel wie Verkünder und Überbringer.

Selbst wenn wir die deutsche Sprachsicht wählen sollten, so würde das wieder auf meine Definition hinauslaufen.

Wieso folgen wir Mohammed, unserem Propheten? Weil er der Gesandte Gottes ist. Er ist also jener, der die Nachricht Gottes überbringt. Die Botschaft des Gesandten ist die Botschaft Gottes. Wenn wir dieser Botschaft folgen und gehorchen, haben wir Gott und dem überbringenden Gesandten gehorcht. Und der „Botschaft selbst“ (Koran) haben wir auch gehorcht. Der Grund, wieso ein Gesandter „Gesandter“ heisst, folgt daraus, dass der Gesandte eine Botschaft überbringt, die er nicht selber erfunden hat. In diesem Sinne ist er also ein Botschafter/Überbringer. Also sagt Gott, da Mohammed eine Botschaft überträgt, die nicht von ihm kommt, ihm deswegen Gesandter. Man darf den Gesandten nicht ablehnen, wenn man zur Wahrheit gelangen will. Die zu gehorchende Person ist aber nicht der Mensch, sondern nur die „Gesandschaft“ eines Menschen. Denn während dieser Gesandschaft redet der Prophet nicht aus eigenem Trieb, sondern überliefert die Worte Gottes. Deswegen ist die Bedeutung von „wer ihm gehorcht, gehorcht Gott“ durch den Koran durch diese Verse gegeben worden. Der Gesandte ist ein Medium, welches Gott auserwählt hat um mit uns zu kommunizieren. Da der Gesandte die Nachricht zur Menscheit überbringt und zu ihr einlädt, ist ein gehorchen gegenüber dem Gesandten, mit einem gehorchen gegenüber Gott, dem Sender, gleichzusetzen.

ABER es ist grundlegend zu unterscheiden, was ein Prophet ist und was ein Gesandter. Ein Prophet erhält eine Offenbarung (wahiy) und ein Gesandter überbringt diese Offenbarung, bzw. bestätigt die Botschaft Gottes! Die Botschaft Gottes ist auf mehrere Arten verstehbar. Die Moslems, die daran glauben, dass R. Khalifa ein Gesandter war, sehen die Botschaft im 19er Code und der Botschaft, dass man dem Koran allein folgen sollte. Ein Gesandter kommt auch nie ohne Beweise.

Ein Gesandter erhält keine Offenbarung (wahiy), sondern nur die Nachricht, die Botschaft, die er zu verkünden hat.

So z.B. gibt es Gesandte zur Zeit Abrahams, die keine Schriften erhalten haben. Sie kamen zu Abraham und sprachen mit ihm, dass sie Gesandte Gottes seien, die die Nachricht übermitteln. Schriften hatten sie keine, sie verkündeteten die Botschaft nur.

Und dies bestätigt 3:81 auch sehr deutlich, wenn man den Vers ohne die Klammerausdrücke betrachtet:

Und da nahm Gott von den Propheten den Bund entgegen: "Wenn Ich euch das Buch und die Weisheit gebe, dann wird zu euch ein Gesandter kommen und das bestätigen, was ihr habt. Wahrlich, ihr sollt ihm glauben und sollt ihm helfen." Er sprach: "Erkennt ihr das an und nehmt ihr unter dieser (Bedingung) das Bündnis mit Mir an?" Sie sagten: "Wir erkennen es an." Er sprach: "So bezeugt es, und Ich will mit euch unter den Zeugen sein." [3:81]

In allen möglichen Übersetzungen, die ich habe, wir der Bund mit den Propheten eingegangen und nicht mit dem Volk der Schrift. Vergleiche auch die Übersetzungen (inkl. originalarabische version) auf: http://19.org/km/PM/3/81

Zitat:
La-illaha-ilallah-muhammadur-rasool-ullah.

Es gibt niemanden der anbetungswürdig ist außer Allah und Mohammed ist sein Gesandter.


Also zuerst einmal WAR Mohammed ein Gesandter und IST es NICHT MEHR, da er nicht mehr unter uns weilt.

Ich weiss nicht, was für eine Logik die Menschen haben, die immer noch von IST sprechen statt von WAR.

Zitat:
Das Kalima erklärt in einem Satz auf was der Islam basiert.


Gemäss meinem Verständnis basiert der Islam nicht auf einem Satz, sondern auf einer Schrift, die alles bestimmt, was wir zu befolgen haben.

Und gemäss dieser Schrift - dem vollkommenen Koran - ist es auch verboten, in der shahada bzw. von ahmadis "kalima" genanntem Satz, andere Namen neben Allah zu erwähnen.

Im Koran wirst du keinen einzigen Satz finden, der den zweiten Teil der shahada als shahada beinhaltet.

Diese Seite hat es wirklich sehr schön dokumentiert:

Genügt Gott allein nicht als Zeuge?

Zitat:
Wenn ein Gesandter nur die Eigenschaft besitzt, die du ihm zuschreibst, dann würde das Kalima folgendes besagen:
Niemand ist anbetungswürdig außer Allah und Mohammed ist der Bestätiger, der vorhandenen Schrift (und damit ist nicht der Quran gemeint).


Durch meine obigen Erklärungen zur Gesandtschaft erübrigt sich hier der Kommentar!

Bis zum nächsten Gedankenkreuzen!

Selam!
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