Angst vor dem ersten todestag


hi! am freitag ist der erste todestag meiner großtante ich kannte sie mein ganzes leben lang und sie war wie eine oma für mich vor ein paar jahren
hatte sie dann einen hirnschlag und konnte nicht mehr reden und konnte sich an nichts mehr erinnern! ich habe angst vor freitag ich weiß nicht was ich machen soll ich war nach der beerdigung nur einmal am grab und das auch nur kurz! irgendwie kann ich mich nicht überwinden an das grab zu gehen! kennt ihr das??ich hoffe ich bekomme viele antworten!

viele liebe grüße angi
Liebe Angi,

ich kenne das sehr wohl, was Du beschreibst.
Du mußt nicht an das Grab gehen, man trägt die Menschen die gegangen sind im Herzen...und dort kann man auch trauern.
Manche Menschen brauchen die Grabstätte, andere wiederum nicht. Ein schlechtes Gewissen brauchst Du deswegen nicht zu haben.

Mein Vater ist seit über 8 Jahren tot und ich gehe gar nicht mehr an das Grab, ging aber auch die erste Zeit kaum dorthin, weil mir ständig die Tränen liefen.

Hat es einen Grund dass Du in dieser Fore hier gepostet hast?
Da empfehle ich Dir zwei Bücher die man beide lesen sollte.
"Reise in die Unsterblichkeit" von Robert James Lees.

Ich wünsche Dir viel Kraft für den Freitag, aber denke auch daran, es ist nur ein Datum.

LG
Luna
Luna hat folgendes geschrieben:


Mein Vater ist seit über 8 Jahren tot und ich gehe gar nicht mehr an das Grab, ging aber auch die erste Zeit kaum dorthin, weil mir ständig die Tränen liefen.



Vielleicht ist es aber auch gut, seinen Schmerz und seine Trauer komplett rauszulassen. Andernfalls unterdrückt und verdrängt man nur seine wahren Gefühle. Es kann auch für unsere Psyche gefährlich sein, sowas aufgestaut und mehr oder weniger unbewusst mit sich herumzuschleppen.

@AnGi: Ich würde mich an Deiner Stelle nicht scheuen mit einem Psychologen darüber zu sprechen! Der kann dir - im Gegensatz zu meinen Vermutungen - einen wertvollen Rat geben und weiß um die von mir oben kurz aufgeführten Asuwirkungen bescheid.
[quote="ISETFIRE"]
Luna hat folgendes geschrieben:


Mein Vater ist seit über 8 Jahren tot und ich gehe gar nicht mehr an das Grab, ging aber auch die erste Zeit kaum dorthin, weil mir ständig die Tränen liefen.



Vielleicht ist es aber auch gut, seinen Schmerz und seine Trauer komplett rauszulassen. Andernfalls unterdrückt und verdrängt man nur seine wahren Gefühle. Es kann auch für unsere Psyche gefährlich sein, sowas aufgestaut und mehr oder weniger unbewusst mit sich herumzuschleppen.

ja, da hast Du Recht, Trauer benötigt aber auch Raum und Zeit, sie läßt sich nicht per Knopfdruck am Grab einschalten und beim verlassen des Friedhofs aus. Meine Trauer ging über 5 Jahre und es lag nicht daran, dass ich nicht am Grab war. Unterdrückt ja, denn es gab noch lebende die mich brauchten.

LG
Luna